Spannend: Rekultivierung im Braunkohlenrevier

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Hambach/Inden. Herbstzeit ist Wanderzeit. Landschaftlich reizvolle Strecken und aus historischer wie ökologischer Sicht spannende Routen bieten die rekultivierten Gebiete im rheinischen Braunkohlenrevier.

Zu den bekanntesten Beispielen zählt die Sophienhöhe mit zahlreichen Rehen, Hirschen und dem regional größten Vorkommen der streng geschützten Haselmäuse. Mehr als 100 Kilometer Wanderwege führen durch dieses Gebiet am Tagebau Hambach.

In der Nähe des Tagebaus Inden können Naturliebhaber mit etwas Glück an der Indeaue mit ihren weiten Auwäldern und Überflutungsbereichen Grau- und Silberreiher oder die seltenen Flussuferläufer beobachten. Auch die Kasterer Höhe am Tagebau Garzweiler und der Kasterer See sind einen Besuch wert.

Wanderern erschließt sich hier eine vielfältige rekultivierte Kulturlandschaft und in unmittelbarer Nähe der mittelalterliche Ort Kaster mit seiner vollständig erhaltenen Stadtmauer.

Passend zu der bunten Jahreszeit haben Biologen und Förster der RWE Power zusammen mit der Forschungsstelle Rekultivierung einen rund 160-seitigen Exkursionsführer für die Bergbaufolgelandschaft entwickelt.

Zitzenzahn-Elefant und Mammut

Das umfangreiche Material informiert mit Texten, Bildern und Karten über die Geschichte und Technik von Kraftwerken, Tagebauen und der anschließenden Rekultivierung. Dabei geht die Broschüre auf die besonderen geologischen und geographischen Bedingungen der Landschaftsabschnitte im Rheinischen Revier ein.

Außerdem ist zu erfahren, warum durch unterschiedliche Bodenverhältnisse auf der Sophienhöhe andere Pflanzen wachsen, als beispielsweise im rekultivierten Gebiet des Tagebaus Garzweiler. Auch über Lebewesen vergangener Erdzeitalter, darunter der Zitzenzahn-Elefant oder die noch heute existierenden Mammutbäume, gibt der Leitfaden Auskunft.

Zu dem Angebot des Exkursionsführers gehören Wanderkarten, Routenvorschläge und interessante Haltepunkte wie das Peringsmaar, die Mühlenerft oder die Kapelle Lohn am Hochufer der rekultivierten Inde.

Ausgerüstet mit diesem Material können sich dann große und kleine Wanderfreunde auf eine spannende Tour durch das rheinische Braunkohlenrevier machen, nicht nur im Herbst, denn jede Jahreszeit setzt neue Akzente im Tier- und Pflanzenreich.
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