Sozialpreis für den Mann, der Kindern eine Zukunft gibt

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Strahlende Kinder im rumänischen Buzias. Heiner Buttenberg hat ihnen mit enormen persönlichen Einsatz ein Heim und Zukunftsperspektiven gegeben. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Global ist das Zauberwort des 21. Jahrhunderts. Probleme sind international miteinander verstrickt, ebenso aber auch ihre Lösungsstrategien. Ob Wirtschaftskrise, Kriegseinsätze oder humanitäre Hilfe - an Staats-, geschweige denn an Stadtgrenzen machen diese Themen schon lange nicht mehr halt.

„International” heißt traditionell auch bei der Gesellschaftspolitischen Bildungsgemeinschaft (GPB) das Stichwort: der Europaverein gab am Wochenende im Bistro „Uferlos” den Europäischen Sozialpreisträger 2009 bekannt. Der Meckenheimer Heiner Buttenberg - Ex-Promi-Koch und Hotelier - wird für sein ehrenamtliches Engagement in Rumänien ausgezeichnet.

„Wir würden sagen, das ist ein Abenteuerurlaub”, weiß der GPB-Vorsitzende Peter Schöner, was für eine unglaubliche Arbeit der 63-Jährige im rumänischen Buzias leistet. Doch es ist alles andere als Urlaub, was Buttenberg in dem seit dem 1. Januar 2007 zur Europäischen Union gehörenden Staat leistet.

Nach einem Fernsehbericht über das Leben von Straßenkindern vor Ort machte der gebürtige Frankfurter Buttenberg vor einigen Jahren einen Schnitt in seinem Leben. Er gründete eine Stiftung, übertrug sein Hotel mit einem Wert von 5,5 Millionen Euro an die Heiner-Buttenberg-Stiftung, an die seine Frau nun die Pacht überweist.

Damit leistet der ehemalige Gastronom in der osteuropäischen Republik vieles: Das Kinderheim „Hänsel und Gretel” in Buzias, in dem 16 Kinder ein neues Zuhause gefunden haben, ist nur ein Projekt. In Pietrosa Mare errichtete Buttenberg eine Küche, die 100 Kinder mit Essen versorgt. Ein Ärzte- und Sozialzentrum, eine Zahnarztpraxis, 15 Angestellte, die Liste an Aktivitäten ließe sich problemlos fortsetzen.

2008 hatte die Stiftung Einnahmen in Höhe von knapp 312.000 Euro. Jede Spende, so betont der Stiftungsgründer, gehe zu 100 Prozent an die Kindereinrichtungen. Die Verwaltungskosten hält Buttenberg minimal, anders als bei vielen großen Organisationen, bei denen bürokratische Monster ganze Batzen der gespendeten Beträge auffressen.
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