„Soziale Stadt NRW”: Indestädter präsentieren sich auf Messe

Von: ran
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Menschen präsentieren die Vie
Menschen präsentieren die Vielfalt des Statteils Eschweiler-Ost: Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Projekts „Soziale Stadt” zeigten dies während der Messe „Bürger-Engagement im Stadtteil” in Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Im Dezember 2004 erfolgte mit der Bewilligung des Förderantrags für eine Bürgerbegegnungsstätte der erste Schritt im Projekt „Soziale Stadt Eschweiler-Ost”. Mitte des kommenden Jahres wird die Förderung auslaufen. Dann müssen sich die zahlreichen Initiativen innerhalb des Projekts selber tragen.

Wie weit der Prozess fortgeschritten ist, bewiesen die hauptamtlichen Mitarbeiter sowie die Ehrenamtler bei der Teilnahme an der Messeveranstaltung „Bürger-Engagement im Stadtteil” des Städtenetzes „Soziale Stadt NRW” in Duisburg. Mit Hilfe eines Messestands und eines Videoclips brachten die Repräsentanten aus Eschweiler-Ost den Besuchern den „Imagewandel durch integriertes Handeln” näher.

„Das Projekt ,Soziale Stadt Eschweiler-Ost wird von den Bewohnern, den Vereinen und Institutionen sowie der Verwaltung gemeinsam getragen”, betont Mariethres Kaleß, Sprecherin des Arbeitskreises Kinder/Jugend. „In Duisburg wollten wir vor allem zeigen, dass ein solches Großprojekt in erster Linie vom Engagement der Menschen abhängt.”

So entstand mit Unterstützung der Künstlerin Gerda Zuleger ein 3 mal 6 Meter großer Messestand, in dem 21 lebensgroße und bunte Pappfiguren vor einem großen Foto des Eduard-Mörike-Platzes die Vielfalt des Stadtteils symbolisieren. Ein von Tobias Zuleger unter Mithilfe zahlreicher Bewohner produzierter Videofilm ergänzte die Präsentation mit einem Einblick in zahlreiche Maßnahmen des Projekts.

Darüber hinaus fand ein reger Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit den Verantwortlichen anderer Kommunen, die dem Projekt „Soziale Stadt” angehören, statt. „Dabei wurden auch die durchaus vorhandenen Probleme nicht verschwiegen. So zum Beispiel, dass immer mehr Arbeit und Aufgaben auf Ehrenamtler einstürzen und dass es ohne die Mitarbeit von Hauptamtlichen nicht geht”, blickt Mariethres Kaleß zurück. „Ohne eine professionelle Begleitung ist die Nachhaltigkeit des Prozesses gefährdet”, ergänzt Manfred Schoenen, Sprecher des Netzwerkes Eschweiler-Ost.

Dies unterstreicht auch Stadtteilmanagerin Carla Rodrigues: „In Gesprächen mit Verantwortlichen anderer Städte stoße ich häufig auf ähnliche Probleme. Es beteiligen sich zu wenige Ehrenamtler, was zu einer Überforderung derjenigen führt, die sich engagieren. Von manchen Ehrenamtlern wird fast schon professionelles Arbeiten verlangt.”Doch entmutigen lassen werden sich alle am Projekt „Soziale Stadt Eschweiler-Ost” Beteiligten keinesfalls.

„Trotz aller Schwierigkeiten habe ich keine mutlosen Menschen in Duisburg erlebt, stattdessen zahlreiche realistische Optimisten”, so Mariethres Kaleß, die davon überzeugt ist, dass zahlreiche Initiativen, die sich in den vergangenen Jahren entwickelt haben, auch nach Mitte 2012 weiterhin funktionieren werden. „Wir sind gut aufgestellt, weit im Prozess fortgeschritten.”
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