Soziale Stadt Eschweiler-Ost: Playmobil überzeugt Anwohner

Von: Valerie Barsig
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Sie haben nun den letzten Schritt des Projektes Soziale Stadt Eschweiler-Ost symbolisch gemacht: Lisa Trinekens, Willi Schleip, Dr. Bernd Hartlich, Hedwig Assenmacher und Hermann Gödde. Foto: Valerie Barsig

Eschweiler-Ost. Es ist als würde man das letzte Teil in ein 5000-Teile-Puzzle einsetzen: Erfolgreich nach langer Arbeit etwas abschließen, was nun fertig vor einem liegt. „Eschweiler-Ost ist endgültig abgeschlossen“, sagt der Technische Beigeordnete der Stadt, Hermann Gödde.

Das letzte Teil im Puzzle Soziale Stadt Eschweiler Ost – eine kurze Holzbrücke über das Dürwißer Fließ – ist beinahe schon unscheinbar, wenn man die letzten Jahre Revue passieren lässt. 15 Jahre liegen hinter dem Stadtteil, der mal ein Brennpunkt war. Inzwischen sind hier Fassaden, Kanäle und Straßen saniert, es gibt Sportplätze und eine Bürgerbegegnungsstätte.

4,5 Millionen Euro sind in die Hand genommen worden, 1,1 Millionen kommen von der Stadt Eschweiler, 3,4 Millionen aus der Städtebauförderung des Bundes. Gödde geht nun gemeinsam mit Dr. Bernd Hartlich, dem Leiter des Tiefbauamts, Hedwig Assenmacher, Leiterin der Abteilung für Freiraum und Grünordnung sozusagen den letzten Schritt über die kleine Holzbrücke.

Auch Lisa Trienekens vom städtischen Amt für Planung und Entwicklung denkt an die Anfänge zurück: Die Bürgerbegegnungsstätte war eine der ersten Maßnahmen im Viertel. „Ich habe ein Modell im Playmobil-Maßstab anfertigen lassen“, erzählt Trienekens. Dann habe das Spielzeug ihres Sohnes herhalten müssen. Mit dem Modell ist sie von Haus zu Haus gezogen. „So konnten sich die Leute genau vorstellen, wie es einmal aussehen soll.“

Begegnungsstätte war der Anfang

Dass die Begegnungsstätte, die 2008 eingeweiht wurde, ein guter Anfang gewesen sei, sagt auch Hermann Gödde. Als zentraler Punkt im Viertel sei sie essenziell. Hier träfen sich Kinder zum Hausaufgaben machen, es gebe einen Unternehmerstammtisch und sogar Hochzeiten. Auch die Fassadensanierung der Bergbausiedlung, gemeinsam mit den Bewohnern haben sogar bei der Landes- und Bundesregierung Interesse geweckt. „Und bis jetzt sieht man hier auch noch kein einziges Graffiti“, sagt Gödde. Die Menschen im Viertel fühlten sich verantwortlich und das sei auch das Ziel der vielen Maßnahmen gewesen. Nun wohne man hier wieder gerne.

Das sagt auch Willi Schleip, der schon immer in Eschweiler-Ost gelebt hat und nun als ehrenamtlicher Ordnungsamtsmitarbeiter in „seinem Revier“, wie er es nennt, nach dem Rechten sieht. Wenn er von der Veränderung im Viertel erzählt, kommt er ins Schwärmen. „Alle passen hier mit auf, dass es schön bleibt“, erzählt er. Das Viertel sei extrem aufgewertet worden. Die Brücke über das Dürwißer Fließ sei nun auch ein Geschenk für Menschen mit Rollator oder Radfahrer, die sich Eschweiler-Ost auf der Achse von der Grünroute bis zum Blausteinsee nun erschließen können.

Auch diese Verbindungen gehörten zu den Planungen, sagt Hermann Gödde. Sogar die Kippe kann man inzwischen wieder über neue Treppen gut erreichen. Baulich und sozial sei das Projekt eine Erfolgsstory. Mit der kleinen Brücke über das Fließ, die ein Eschweiler Zimmermann gebaut hat, endet es beinahe leise.

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