Soziale Kompetenz so wichtig wie Noten

Von: abd
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65 Abiturientinnen und Abiturienten erhielten jetzt Ihre Reifezeugnisse in der Waldschule. Foto: André Daun
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Besondere Auszeichnung: Maria Sànchez Ramirez und Vivien Krause erreichten einen Schnitt von 1.0. Foto: André Daun

Eschweiler. Grund zur Freude haben seit dem vergangenen Freitag 65 Schülerinnen und Schüler der Waldschule Gesamtschule Eschweiler. In der selbst gestalteten Abschlussveranstaltung wurde der mittlerweile sechszehnte Abiturjahrgang der Waldschule feierlich entlassen. In einem bewegenden Programm ließ man die letzten Jahre Revue passieren und warf gemeinsam einen Blick in die Zukunft.

Begonnen haben die Feierlichkeiten mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Friedenskirche. Musikalisch beschäftigte sich dieser mit dem Weg, den die Schülerinnen und Schüler miteinander bestritten haben. Besonders das Musikstück „Dieser Weg“ von Xavier Naidoo, beschrieb die Gefühle der Anwesenden. Das Abschlusslied war ein irisches Segenslied mit der Aussage „Möge die Straße uns zusammen führen und der Wind in deinem Rücken sein“.

Im Anschluss an den Gottesdient begaben sich die Gäste zur Abschlussfeier in das Pädagogische Zentrum der Waldschule. Auch zahlreiche Ehrengäste fanden den Weg zu den Feierlichkeiten. Anwesend waren der Bürgermeister seitens des Schulträger sowie Vertreter der Schulpflegschaft und des Fördervereins. Begrüßt wurde das Publikum vom Moderatoren-Duo Patrick Meier und Marvin Edopayi. Die beiden Abiturienten führten die Anwesenden durch den Abend und kündigten die verschiedenen Beiträge an. Joachim Herzog, Schulleiter der Waldschule begrüßte die Schülerinnen und Schüler und gratulierte ihnen zum bestandenen Abitur.

In einer Welt, die immer unruhiger wird und die mehr denn je von Veränderungen geprägt ist, setzt er auf die Fähigkeiten der Menschen im Umgang miteinander. Die Abiturientinnen und Abiturienten haben besonders in den letzten drei Jahren bewiesen, dass sie einander unterstützen und helfen können. Diese Kompetenz, der Welt wieder Stabilität zu verleihen, sollen sie auch in der Zukunft weiter beweisen. Besonders bedankt sich der Schulleiter bei den Beratungslehrern, den Lehrkräften und den Eltern für ihr tatkräftiges Engagement.

Der Bürgermeister der Stadt Eschweiler, Rudi Bertram, richtete ebenfalls seine herzlichen Glückwünsche an die Schülerinnen und Schüler. Seit 25 Jahren begleitet er die zahlreichen Abschlussfeiern in Eschweiler und beobachtet einen klaren Wandel: Während vor 20 Jahren die Gesellschaft noch einen enormen Druck auf die Leistungen der Schüler ausgeübt hat, stehen heute nicht nur die guten Noten im Vordergrund. Ein besonderes Augenmerk liegt aktuell auch auf der sozialen Kompetenz des Einzelnen. Der Bürgermeister wünscht sich, dass die Abiturientinnen und Abiturienten mit dieser guten Eigenschaft die Gesellschaft unterstützen. So sollen sie, wenn nötig, gegen den Strom schwimmen, und trotzdem gemeinsam die Zukunft gestalten und niemanden links liegen lassen.

Mit Christoph Häfner richtete sich der Vorsitzende der Schulpflegschaft an das Publikum. Er überreichte stellvertretend für den Förderverein eine Spende für die Abschlussfeier an die Abiturienten. In seiner Rede zitiere Cesare Pavese mit dem Spruch „Nicht der Tage erinnert man sich, man erinnert sich der Augenblicke.“ Er weiß, dass die Schülerinnen und Schüler eine Zeit geprägt von Höhen und Tiefen sowie von Lachen und Weinen hinter sich haben. Nun appelliert er an die Schülerschaft, dass Sie sich mit Toleranz und Respekt und Freiheit in die Gesellschaft einbringen sollen und wünscht allen eine gute und vor allem glückliche Zukunft.

Im Anschluss an die Rede wurde ein Video über die Stufenfahrt gezeigt. Die Collage zahlreicher Bilder und Videos erinnerte an die schöne gemeinsame Zeit in Barcelona. Den Abschluss den Videos bildete eine Dankesbotschaft der Schülerinnen und Schüler an ihre Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer. Nach dem Video sorgte Marvin Edopayi mit seinem Rap „The Countdown“ für einen umjubelten musikalischen Beitrag. Und auch wenn zum Schluss das Mikrofon ausfiel, waren die Zuhörerinnen und Zuhörer begeistert.

Zwei mit Schnitt von 1,0

Das diesjährige Denkmal wurde vom Abiturjahrgang selbst gestaltet. Es zeigt den Vogel des sozialen Netzwerks Twitter und das Abi-Motto. Dieses lautet „STABIL #läuft bei uns“ und wurde bei der Denkmalenthüllung gleich erläutert. Der Begriff „STABIL“ soll die sowohl die guten Leistungen und den positiven Charakter der Absolventinnen und Absolventen beschreiben. Der Zusatz „#läuft bei uns“ soll die guten Leistungen nochmals hervorheben.

Nach der Enthüllung sprach Kim Ziebur stellvertretend für den Abiturjahrgang. Den dreijährigen Weg zum Abitur beschreibt sie wie die Vorbereitungen auf einen Theaterstück. Die elfte Klasse beginnt mit den ersten Vorbereitungen, teilweise gibt es schon Tage der Verzweiflung, sowohl bei den Schauspielern als auch bei den Regisseuren. Und trotzdem, die Premiere scheint noch ewig weit weg. Die Klasse zwölf wird schon stressiger, doch die Vorbereitungen erreichen in der dreizehnten Klasse ihren Höhepunkt. Der Countdown zur Premiere läuft. Und dann, nach dem Schauspiel beginnt die ewige Wartezeit auf die Rezensionen.

Kim Ziebur bedankt sich bei den Lehrern, den Eltern, Freunden und Mitstreitern. Dieses Schauspiel ist nun beendet, doch einen neues steht schon bereit. Der Lehrersketch beinhaltete die Synchronisierung einer Szene des Films Matrix, in der der Hauptcharakter Neo mit dem Orakel spricht. In diesem Fall sprach ein Beratungslehrer mit einer Verwaltungsangestellten. Die Beratungslehrer Annette Lüchow, Stefan Erdmann und Ralf Friedrich sorgten mit diesem Sketch für einen tollen und lustigen Auftritt.

Besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war selbstverständlich die Verleihung der Zeugnisse. Die Leiterin der Oberstufe Petra Schönwald übernahm die Aufgabe. Zunächst richtete sie ihre Worte an das Publikum und ehrte zwei Schülerinnen ganz besonders: Maria Sànchez Ramirez und Vivien Krause haben beide einen Schnitt von 1.0 erreicht. Im Anschluss betraten die übrigen Abiturienten die Bühnenbretter, um das Reifezeugnis zu erhalten.

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