Sophie und Luca bleiben in Eschweiler die Nummer eins

Von: tys
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Freuten sich auch 2016 großer Beliebtheit: die Namen Luca und Sophie, hier auf einer Erinnerungsbox. Foto: Tyrone Schwark

Eschweiler. Sophie und Luca bleiben weiterhin die Eschweiler Trendnamen für Neugeborene. „Seit mehreren Jahren rangieren die beiden Namen auf den vorderen Plätzen“, sagt René Costantini, Pressesprecher der Stadt. „Oft auch als Sophie oder Luka, also in einer anderen Schreibweise.“

In diesem Jahr wurde erst ein Kind in Eschweiler geboren. Das liegt auch daran, dass die Geburtsklinik des St.-Antonius-Hospitals zum 30. September 2016 ihre Arbeit niederlegte. Bis zu diesem Zeitpunkt erblickten in Eschweiler 415 Neugeborene das Licht der Welt – 197 Jungen und 218 Mädchen.

Während das Rennen des beliebtesten Namens bei den Mädchen eindeutig verlief, hinter Sophie/Sofie (15 Kinder) schlossen sich die drei M‘s, Mia (acht), Maria (sechs) und Marie (fünf) an, war es bei den Jungen deutlich knapper. Die Namen Luca/Luka und Liam teilten sich mit sieben Kindern den 1. Platz, auf Platz zwei folgte mit sechs Jungen der Name Paul. Platz drei erhielt Jonas mit fünf Eltern, die ihrem Kind diesen Namen gaben. Fast alles alte Namen, die es in die Moderne geschafft haben.

Den Trend zu eher konservativen Namen hat auch Jasmin Engels festgestellt. Die Eschweilerin gestaltet in ihrer eigenen kleinen Werkstatt „Trifli“ Erinnerungskisten, die Angehörige zum Beispiel zur Geburt oder Taufe verschenken, und verkauft sie nach ganz Deutschland, aber auch teilweise nach Österreich und in die Schweiz. Sie kennt sich also mit den Namen für Neugeborene aus. „Traditionelle Namen sind wieder in.

Ich habe viele Josefs und Pauls, aber auch andere Namen laufen wie am Fließband: Elisa und Mia werden bei mir zum Beispiel auch sehr häufig bestellt“, sagt Engels. Aber natürlich gibt es auch eher ungewöhnliche Namensbestellungen. „Das ungewöhnlichste, was ich in der letzten Zeit hatte, war der Name Kajathan.

Da musste ich erstmal im Internet nachschauen, ob es ihn wirklich so gibt. Oder Maia, da weiß ich bis heute nicht genau, wie es richtig ausgesprochen wird – jedenfalls nicht wie die berühmte Biene aus der Kindersendung.“

In Eschweiler sind solche Namen eher die Seltenheit. „Ungewöhnliche Namen haben wir nicht feststellen können“, sagt Costantini. Anders als in der Modebranche haben Trends aus Übersee in Deutschland auch keine Chance. Sind Namen wie Paris, oder Chanel in den USA nichts besonderes mehr, werden den Eltern hierzulande Grenzen gesetzt. Automarken, Modeartikel, Städte, Monate oder sogar der neuste Held aus dem Marvel-Comic-Universum, all das wird von den Behörden nicht durchgewunken.

Und was ist, wenn Eltern unbedingt einen originellen Namen für den Nachwuchs wollen? Trotz einiger Richtlinien und Leitfäden gibt es Grauzonen. „Am besten wendet man sich ein Mal mehr ans Standesamt, als ein Mal zu wenig. Die Kollegen dort, sei es in Eschweiler oder in anderen Kommunen, sind da sehr fit. Dort wird man mit Rat und Tat unterstützt“, rät Costantini. Und dann steht dem geeigneten Namen für das eigene Kind nichts im Weg.

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