Solarpark? Nein danke! Röhe feiert seinen Spielplatz

Von: mio
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Die Hüpfburg zur Eröffnung des Freizeitplatzes wurde von den Kindern reichlich genutzt, nur eher als Klettergerüst. Foto: Mira Otto
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Junge Künstler toben sich bei der Sprayaktion der Mobilen Jugendhilfe aus. Foto: Mira Otto

Eschweiler-Röhe. „Wir haben für diesen Freizeitplatz gekämpft“, freute sich Klaus Fehr, Vorstandsmitglied und Pressesprecher der Initiative Sportplatz Röhe. Nach harter Arbeit wurde jetzt der neue Freizeitplatz in Röhe eröffnet.

Dabei wurde eine Hüpfburg aufgestellt, die neben dem Fuß- und Beachvolleyballplatz von den Kindern sofort eingeweiht wurde. Der Trommler und Pfeiferkorps Eschweiler-Röhe brachte den musikalischen Beitrag, und die Mobile Jugendhilfe bot Sprayaktionen an, wobei sich die kleinen Besucher auf einer Wand verewigen konnten. Auch für das leibliche Wohl war mit einem „Schlemmer-Imbiss“ und einem Getränkewagen gesorgt.

Ein weiter Weg liegt hinter den Röhern. „Nach der erstmaligen Eröffnung des Sportplatzes 1978 fiel die Anlage in einen Dornröschenschlaf“, so der Vorstand des Vereins, Dieter Büttgen. Bis auf das Mai- sowie St. Martinsfest war der Platz, der viel Potenzial hat, ungenutzt. Als die Stadt bemerkte, dass der Sportplatz in der Erfstraße brachliegt, wurde für die Fläche ein Plan für einen Solarpark ausgearbeitet, doch damit war die Mehrheit der Röher Bevölkerung nicht einverstanden. „Besonders die Kinder und Jugendlichen benötigen diesen Freizeitplatz. Sie haben sonst nur einen Kinderspielplatz und den Schulhof der Grundschule Röhe“, äußerte Fehr. Dies sei zu wenig.

Somit wurden im April vergangenen Jahres 609 Unterschriften an den Bürgermeister Rudi Bertram überreicht und kurze Zeit später der Verein Sportplatz Röhe gegründet, der nun 80 Mitglieder zählt. Die Forderung: Der Sportplatz soll als Veranstaltungsort erhalten werden. Sofort lenkte die Stadt ein. Dazu bekundet Bürgermeister Bertram: „Ich habe mich gerne überzeugen lassen und ich danke jedem der mitgeholfen hat, den neuen Freizeitplatz zu gestalten.“ Es sei ein Treffpunkt, der genutzt werden soll, fügte er hinzu.

Als zur zwölften Stunde nach Dauerregen endlich die Sonne schien, war der Tag für den den Verein Sportplatz Röhe perfekt. Der Verein, die unzähligen ehrenamtlichen Helfer und die Firmen, die fleißig mitgeholfen und gesponsert haben sind sehr zufrieden. „Wir haben alles was uns möglich war, für die Gemeinnützigkeit getan und Röhe hat großen Zusammenhalt bewiesen“, äußerte Klaus Fehr zu dem Projekt.

Der alte Boden des Freizeitplatzes wurde entfernt und mit massenhaft Mutterboden aufgeschüttet. Vor dem Winter wurde der neue Rasen gesät, der „zum Glück noch Wurzeln schlagen konnte“ (Büttgen). Nun sind ein großes Fußballfeld ein Beachvolleyballfeld und eine Boule-Bahn zu bestaunen. Ein Basketballplatz sei noch in Planung, so Fehr. Auch an die Grundschule Röhe wurde gedacht. „Früher mussten die Kinder immer mit den Bussen zu einem anderem Sportplatz fahren, um die alljährlichen Bundesjugendspiele veranstalten zu können. Jetzt haben wir eine Sprunggrube hergerichtet, um diese hier veranstalten zu können“, brachte Fehr zum Ausdruck. Auch an die Hundebesitzer wurde gedacht und ein eingezäunter Hundeplatz errichtet. Auf dem kompletten Gelände stehen Bänke, auf denen Platz genommen werden kann.

Die marode Garage auf dem Gelände wurde renoviert, bekam ein neues Tor und in Zusammenarbeit mit der Mobilien Jugendarbeit wurde sie anschließend in zwei Aktionswochenenden mit Kindern in verschiedenen Motiven angesprüht.

Dazu Christian Kolf von der Mobilen Jugendarbeit: „Ich bin dankbar, dass Röhe so für seine Jugend gekämpft hat. Ein neuer Jugendtreffpunkt ist für Eschweiler immer gut.“ Ein bis zweimal pro Woche werde er nun den Treffpunkt mit dem umgebauten Rettungswagen der Jugendarbeit besuchen.

Der Verein versuche für jeden die beste Lösung zu finden, so Fehr. „Wir haben alle Attraktionen des Freizeitplatzes so weit wie möglich von Wohnhäusern entfernt gebaut, um Lärmbelästigungen zu vermeiden“, betonte er weiter.

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