So bunt und vielfältig ist Eschweiler

Von: Patrick Nowicki und Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
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Anbazoua Gulmira, 22, Kirgisistan
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Rajini Thanendiran, 30, Sri Lanka
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Aferdita Kopriva, 32, Albanien
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Franck Vidignanou, 55, Benin
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Olena Shevchuk, 42, Ukraine
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Saeed Mottajhian, 56, Iran
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Luljeta Doda, 22, Albanien
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Mohamad Stifi, 50, Syrien
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Hindad Mohamud, 46, Irak
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Jehan Hesso, 32, Syrien
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Priya Shah, 30, Indien
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Jehan Hesso, 32, aus Syrien

Eschweiler. Wer sind diese Menschen, die in ihrer Not alles zurücklassen und in ein fremdes Land aufbrechen? Was bewegt sie dazu, ihr Leben zu riskieren, um in Deutschland eine Perspektive zu haben? Es gibt viele Gründe, manche mögen profan klingen, andere sind entsetzlich und kaum vorstellbar.

Die meisten Flüchtlinge, die in den Einrichtungen der Stadt, in den Wohnungen und in der Jahnhalle untergebracht sind, wollen nicht über ihre Schicksale sprechen. Und die, die etwas erzählen, wollen ihren Namen nicht in der Zeitung lesen.

Atemraubende Schicksale

Welches Martyrium ein Flüchtling manchmal erleiden muss, ehe als letzter Ausweg die Flucht bleibt, zeigt die Geschichte eines 16-jährigen Mädchens aus Afrika: Sie kam mit schweren Verletzungen am Bauch nach Eschweiler. Zugefügt wurden ihr die von der eigenen Familie. Das Mädchen wurde in Afrika schwanger, das ungeborene Kind schnitt man ihr raus. Solche Geschichten rauben selbst dem erfahrensten Beamten den Atem. Sie sind nicht alltäglich, aber häufig.

Derzeit leben etwa 800 Flüchtlinge in Eschweiler, die Hälfte davon in städtischen Unterkünften. Die restlichen Menschen fanden eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt. Für die minderjährigen Flüchtlinge darunter gilt eine Schulpflicht. Bei den in der Sporthalle Jahnstraße untergebrachten Menschen, die am 21. August nach Eschweiler kamen, verhält sich dies anders. Am Donnerstag begann die Bezirksregierung mit der Erfassung der Leute. Am Montag werden die ersten Flüchtlinge an eine Kommune für die Dauer ihres Asylverfahrens verteilt.

Ursprünglich sollte deren Aufenthalt in der Erstunterkunft in Eschweiler zwei Wochen betragen. Dass es letztlich länger dauerte, liegt am nach wie vor starken Flüchtlingsstrom, der Deutschland und Nordrhein-Westfalen erreicht. Nicht alle der 150 Plätze in der Jahnhalle sind belegt.

Zahlreiche Initiativen in der Stadt erleichtern den Flüchtlingen die Ankunft in Eschweiler. Dies reicht von privatem Engagement einzelner Personen und Gruppen bis hin zu Angeboten der Stadt und der Volkshochschule. Die Deutschkurse in der VHS verzeichnen einen deutlichen Zuwachs. Der erste Kurs „Deutsch Grundstufe A0“ wird von der Stadt für jeden Flüchtling, der Eschweiler zugewiesen wird, bezahlt. Ab dem 1. Oktober kann jeder Bildungsscheine für VHS-Kurse erwerben, mit denen man Flüchtlinge unterstützen kann.

Unsere Fotoserie zeigt Flüchtlinge, die von solchen Initiativen und von den Kursen in der Volkshochschule profitiert haben. Menschen, die sich integrieren wollen und aus diesem Grund auch Deutsch lernen. Stephen Amoo-Onidundu aus Nigeria zum Beispiel nimmt am Intensiv-Sprachkurs teil, der ihm von einer Privatinitiative finanziert wird.

Nach wie vor kann jeder helfen, dem das Schicksal der Menschen am Herzen liegt. Folgende Ansprechpartner koordinieren die Hilfe für die Flüchtlinge in Eschweiler:

Wohnraum: Stadt Eschweiler, Sozialamt, Alexandra Gronen, Zimmer 174, Telefon 71-510, montags bis mittwochs von 8.30 bis 12 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 17.30 Uhr .

Ehrenamtliche Hilfe: Koordinierungsstelle bei der Stadt Eschweiler, Sozialamt, Zimmer 235 und 236, Telefon 71-524 (Daniel Schümmer) und Telefon 71-508 (Sabrina Bertram), montags bis mittwochs, freitags von 8.30 bis 12 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 17.45 Uhr (Pause 12 bis 14 Uhr).

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