„Sitz”, „Platz” und „Pfötchen” ist einfach zu wenig

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Bei der traditionellen Herbstp
Bei der traditionellen Herbstprüfung zeigten die in der Ortsgruppe Weisweiler des Deutschen Verbands für Gebrauchshunde ausgebildeten Tiere, was sie können.

Eschweiler. Sitz, Platz und Pfötchen geben können sie fast alle. Das ist je nach Konsequenz im Lernprozess zumeist recht zügig beizubringen, eher Spielerei oder für viele Hundehalter einfach nur nett anzusehen.

Doch was wirklich dahinter steckt, sind gleich mehrere Faktoren: Gehorsam dem Herrchen gegenüber, Gemeinsamkeiten mit dem Tier entdecken und zudem eine Aufgabe für das Tier. Der Hund ist und bleibt ein Rudeltier und viele Rassen wurden gezüchtet, weil ihnen eine Aufgabe beigemessen wurde.

Der Border-Collie gilt im Allgemeinen als Hütehund, und nicht umsonst wird beispielsweise der Rottweiler auch heute noch als Metzgerhund bezeichnet. Er hütete nicht nur Heim und Hof, sondern zog auch die schweren Karren der Metzger. Davon ist bis heute nicht mehr viel übrig geblieben, doch die Vielfalt an Rassen ist da, sie werden geliebt und brauchen eine neue Aufgabe.

An diese Stelle tritt zum Beispiel der Deutsche Verband für Gebrauchshunde (DVG), Mitgliedsverein (MV) Weisweiler ins Spiel. Dort kann jeder Hund, jede Rasse, jedes Herrchen trainieren und Erfolge auch messen. Denn spätestens bei den Prüfungen geht es zumindest für die Hunde im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst, die wahlweise als Belohnung dient.

Das weiß auch Geschäftsführer Achim Isbrecht: „Die Hunde hier sind sehr lieb und gehorsam.” Zudem sind sie auch fleißig, denn „wir trainieren die Hunde mindestens drei Mal pro Woche in Einzelstunden, so wie jeder andere Sportler es auch tun würde”, denn theoretisch lernt auch ein Hund nie aus und es lohnt sich stets „ein Hundeleben lang mit dem Hund zu arbeiten.” Zunächst muss jedoch die Begleithundeprüfung abgelegt werden. Ohne diese geht es nicht voran. „Das ist die aller erste Prüfung, dort müssen die Hunde unter anderem ihr gehorsames Verhalten in der Öffentlichkeit unter Beweis stellen”, so Isbrecht weiter.

Im Rahmen der sogenannten Herbstprüfung absolvierten einige Hunde gemeinsam mit ihren Herrchen nun die Begleithundeprüfung, einige andere die Vielseitikeitkeitsprüfung für Gebrauchshunde. Vielseitigkeit bedeutet in diesem Fall Suchen, Gehorsam, Apportieren, oder Hürden überwinden.

In erster Linie Familienhunde

Gebrauchshunde sind Hunde, denen eine Aufgabe zugeteilt wird. Sie können Suchhund, Wachhund oder Schutzhund sein. In erster Linie sind sie allerdings Familienhunde. „Die Zeiten in denen Hunde in Zwingern lebten sind lange vorbei. Wir sind Teams, der Hund und sein Hundeführer, wir lernen und trainieren zusammen, aber der Hund muss auch mal Hund sein dürfen”, so Isbrecht.

Der Hund ist mehr als ein Haustier, er ist Freund und Familienmitglied zugleich. Aus diesem Grund darf er gerne als Welpe oder auch im Teenie-Alter, wenn nicht sogar noch später auf den Hundeplatz kommen.

„Wir folgen den Bestimmungen des Verbands des Deutschen Hundewesens (VDH) und arbeiten in erster Linie nicht kommerziell”, erklärte Isbrecht. Schließlich sollen die Hunde, aber auch die Herrchen etwas lernen, und das geht nun einmal am besten in auf das Tier und seinen Halter abgestimmten Einzelstunden.

Zur Zeit werden etwa 20 Hunde beim DVG MV Weisweiler betreut, elf absolvierten die Herbstprüfung. Der eine besser als der andere, aber eines haben sie alle gemeinsam, sowohl Mensch als auch Tier: Spaß an der Sache und vor allem eine Aufgabe.
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