Sieben Zwerge sind dieser Gruppe nicht genug

Von: ran
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Kinder
Spielen, turnen, basteln, singen und erste Schritte ohne Mama und Papa tun: In der Spielgruppe „Sieben Zwerge“ erhalten Kinder die Gelegenheit, erste Abnabelungsschritte zu unternehmen. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Aller Anfang ist nicht immer ganz leicht! So fließen in den ersten Tagen und Wochen nach den Sommerferien im Martin-Luther-Haus morgens um kurz vor 9 Uhr auch hin und wieder ein paar Tränchen.

Um diese Zeit treffen nämlich die (in Wirklichkeit mehr als) „sieben Zwerge“ im Alter von etwa eineinhalb bis drei Jahren in Begleitung von Mama und/oder Papa an der Moltkestraße ein, um vom dreiköpfigen pädagogischen Team der gleichnamigen Spielgruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Eschweiler herzlich in Empfang genommen zu werden.

Dann lautet drei Stunden lang die Devise: spielen, turnen, basteln, singen und vieles mehr! Spätestens jetzt geraten fast immer alle Tränchen in Vergessenheit. Und das, obwohl von Mama und Papa weit und breit nichts mehr zu sehen ist. Gruppenleiterin Inke Ahns und ihre Mitstreiterinnen Sandra Stegers und Marion Schleip, zwei der drei Betreuerinnen sind grundsätzlich vor Ort, übernehmen für die täglich höchstens zwölf Kleinkinder, die die Spielgruppe pro Tag von 9 bis 12 Uhr besuchen, die Rolle der Bezugspersonen und unterstützen die „Zwerge“ bei den allerersten Abnabelungsschritten von den Eltern.

Angebot erweitert

Umfasste das Betreuungsangebot innerhalb der Spielgruppe „Sieben Zwerge“, dessen Konzept nicht zuletzt integrativ angelegt ist, in der Vergangenheit drei Tage pro Woche, so wurde es vor geraumer Zeit erweitert. „Die Nachfrage stieg derart, dass wir inzwischen von montags bis freitags vor Ort sind“, erklärt Inke Ahns. Dabei haben die Eltern die individuelle Wahl, ihr Kind einen oder bis zu fünf Tage pro Woche die Spielgruppe besuchen zu lassen.

„Wir empfehlen aber mindestens zwei nicht aufeinanderfolgende Tage. Bei nur einem Tag ist die Zeitspanne zwischen zwei Besuchstagen einfach zu groß, so dass wir jedesmal quasi wieder bei Null beginnen müssten“, betont Sandra Stegers. Schließlich sind die Kleinen erstmals nicht in der Obhut der Mutter beziehungsweise des Vaters, stattdessen aber in einer zunächst ungewohnten Umgebung mit anderen gleichaltrigen Kindern.

„Unser Ziel ist es, die Kinder auf den Kindergarten vorzubereiten. Dabei bemühen wir uns, sie individuell wahrzunehmen und sie in die Gruppe zu integrieren. Mit Spielen, Liedern und anderen kleinkindgerechten Aufgaben unterstützen wir die Kinder und fördern sie“, macht Inke Ahns deutlich. Wichtig sei, dass der dreistündige Vormittag eine feste Struktur erhalte.

„Wir legen einerseits Wert auf Spielgestaltung und freie Zeit, andererseits aber auch auf feste Rituale. So ist das gemeinsame Essen ein wichtiger Baustein im gegenseitigen Erleben, ebenso wie die sich anschließende Gruppenspielphase. Im Abschlusskreis lernen die Kinder zum Ende jedes Vormittags erste Lieder und Fingerspiele“, ergänzt die Gruppenleiterin, die wie ihre Kolleginnen früher auf Honorarbasis tätig war, inzwischen aber fest bei der Evangelischen Kirche angestellt ist.

17 Kinder sind derzeit bei den „Sieben Zwergen“ angemeldet, ab Januar kommen vier Neulinge hinzu. „Herkunft und Religionszugehörigkeit spielen dabei keine Rolle“, unterstreicht Sandra Stegers. „Großen Wert legen wir auch auf das Erlernen der deutschen Sprache und die Sprachentwicklung der Kinder, was auch für die Teilnahme von Familien mit Migrationshintergrund spricht“, so die Erzieherin, die auf die positiven Rückmeldungen der Kindergärten verweist. „Die Verantwortlichen in den Kindergärten bemerken, wenn Kinder von den Sieben Zwergen zu ihnen kommen!“

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