Eschweiler - Sie halten das Herz im Takt: Referat zur Herzschrittmachertherapie

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Sie halten das Herz im Takt: Referat zur Herzschrittmachertherapie

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Geben Tipps zur Selbsthilfe und zum eigenen Umgang mit Erkrankungen: Oberarzt Dr. Thomas Zimmermann (links) und Oberarzt Ingo-Elmar Maywald. Foto: Gerhard Bree

Eschweiler. Seit Beginn des Jahres informiert die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Minimalinvasive Chirurgie, Proktologie, Adipositaschirurgie am indestädtischen St.-Antonius-Hospital einmal monatlich über wechselnde, medizinische Themen.

Dazu gehören die Ursachen und die Vermeidung von Krankheiten, gesundheitliche Risiken, Diagnoseverfahren, die neuesten Therapien, Operationsmethoden und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.

Außerdem gibt das Team um Chefarzt Dr. Mario Dellanna Tipps zur Selbsthilfe und zum eigenen Umgang mit Erkrankungen.

In einer Kooperationsveranstaltung mit der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin geht es am Mittwoch, 31. August, 18 bis 20 Uhr, um das Thema „Herzschrittmachertherapie am St.-Antonius-Hospital“. Veranstaltungsort ist der Raum des Restaurants Akzente des Eschweiler Krankenhauses an der Dechant-Deckers-Straße.

Hochleistungspumpe

Unser Herz ist eine Hochleistungspumpe, mit der kaum eine Maschine mithalten kann.

Im Laufe eines Lebens schlägt der faustgroße Muskel rund drei Milliarden Mal und pumpt dabei etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper. Ohne Unterlass. Minute für Minute, Tag für Tag, oft über 80 Jahre lang.

Bei so einer langen „Betriebszeit“ ist es nicht verwunderlich, wenn das Herz mal aus dem Takt gerät. Eine häufige Ursache ist das Vorhofflimmern, an dem in Deutschland zur Zeit rund 800.000 Menschen leiden.

Tendenz steigend, denn die Anzahl der Betroffenen wird sich in den nächsten 50 Jahren aufgrund des demographischen Wandels verdoppeln.

Eine weitere mögliche Ursache ist die elektrische Leitungsstörung zwischen den Vor-und Hauptkammern des Herzens, der sogenannte AV-Block. „Ist die ‚Bordelektrik‘ derart gestört, kann unsere moderne Medizin durch die Implantation eines Herzschrittmachers korrigierend eingreifen“, sagt Dr. Thomas Zimmermann, Facharzt für Chirurgie am St.-Antonius-Hospital. „Dabei erreichen wir zwar nicht ganz die Perfektion der Natur, doch die heutige Technik kommt dem Ziel schon sehr nahe.“

Im interdisziplinären Implantationszentrum des Hauses werden die „künstlichen Taktgeber“ eingesetzt. Hier arbeiten Chirurgen und Kardiologen Hand in Hand, um die optimale Versorgung der Patienten sicherzustellen.

„Wir führen jährlich rund 350 Implantationen sämtlicher Typen von Herzschrittmachern, Defibrillatoren und herzunterstützenden Systemen durch“, sagt Dr. Zimmermann. „Dabei nutzen wir unsere mehr als 30-jährige Erfahrung auf dem Gebiet.“

Patientenbeispiele

In ihrem gemeinsamen Vortrag stellen Oberarzt Dr. Thomas Zimmermann und Oberarzt Ingo-Elmar Maywald die Herzschrittmachertherapie anhand von typischen Patientenbeispielen vor. Im Anschluss daran beantworten sie individuelle Fragen aus dem Publikum.

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