Sie bringt Leute aus aller Weltzusammen

Von: ran
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Sabine Drewanz (Mitte) wird am Donnerstag für ihr jahrzehntelanges Engagement für das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Nationen mit dem Europäischen Sozialpreis zu Eschweiler ausgezeichnet.

Eschweiler. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes eine „Netzwerkerin“. Sie fördert die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Vereine, organisiert Begegnungen von Menschen zahlreicher Nationen und Religionsgruppen.

Sie motiviert, betreut und integriert Menschen verschiedener Nationen. Insbesondere ihr einmal jährlich stattfindendes internationales Frühlingsfest im Jugend- und Begegnungshaus in Aachen-Brand ist beredtes Zeugnis ihres Schaffens: Sabine Drewanz.

Am Donnerstag, 3. Oktober, wird sie für ihr jahrzehntelanges Engagement für das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Nationalitäten von den Verantwortlichen des Europavereins „Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft“ (GPB) mit dem „Europäischen Sozialpreis zu Eschweiler“, der unter dem Leitgedanken „Miteinander - Füreinander“ steht, ausgezeichnet. Der Festakt beginnt um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

Die Festrede wird Dr. Stephan Koppelberg, der Leiter der Regionalen Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, halten. Zur musikalischen Gestaltung werden Florian Esch und dessen Jazzformation, der MGV Siedlergemeinschaft Stolberg-Donnerberg sowie die indestädtischen Jugendlichen Milena Draganova (Flöte und Gesang), Arkadij Bogatrev (Akkordeon) und Guri Chitaishvilli (Piano) beitragen. Darüber hinaus wird Fouad Lagmouch Gedichte vortragen.

Zwischen 1990 und 2011 beteiligte sich Sabine Drewanz, die von 1971 bis 2007 an der Grundschule Brander Feld als Lehrerin tätig war, an Austauschprojekten mit Russland für Jugendliche, Familien und Lehrer. Regelmäßig nimmt sie seit 1971 Gäste aus unter anderem China, Indien, Pakistan, Russland und Moldawien auf – darunter zahlreiche Künstler.

Umgekehrt ist es ihr ein Anliegen, in den Gastländern ein neues Bild von Europa und auch Deutschland zu vermitteln. „Ihre Passion ist es, Menschen unterschiedlicher Nationen zu verbinden. Sie sorgt für Informations- und Erfahrungsaustausch und gibt nicht zuletzt Ansporn zu gegenseitiger Hilfestellung“, betont der GPB-Vorsitzende Peter Schöner.

Seit 2004 findet das von ihr ins Leben gerufene internationale Frühlingsfest im Jugend- und Begegnungshaus Brander Feld statt. Dabei sorgen sowohl deutsche Gäste aus der Nachbarschaft als auch internationale Mitbürger für ein gemeinsames Buffet, gestalten durch kulturelle Beiträge ein abwechslungsreiches Programm, stellen Projekte und Vereinsaktivitäten vor, kurz: Sie lernen sich kennen.

Integration keine Einbahnstraße

„Die Migranten tragen zu unserem Allgemeinwohl in Europa und Deutschland bei. Sie gehören zu unserem alltäglichen Miteinander, trotz und gerade wegen der Unterschiede. Sie verdienen unseren Respekt, denn sie ergänzen unsere Kultur“, macht Sabine Drewanz deutlich. Dabei ist für die 1942 im schlesischen Namslau Geborene Integration keine Einbahnstraße. So wie Deutsche mehr auf Fremde zugehen sollen, fordert sie Offenheit auch von Migranten ein.

„Es ist eine sehr persönliche Mission, die Sabine Drewanz antreibt, die Lebenswege von Menschen zu verknüpfen und sie mitzureißen, es ihr gleich zu tun. Sabine Drewanz arbeitet an der Basis und schafft somit Grundlagen für die Politik und deren Gestaltung im Großen“, heißt es in der Begründung des Direktoriums des Europäischen Sozialpreises, Sabine Drewanz auszuzeichnen.

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