Sicher durch die heißen Tage kommen: Viel Wasser und Obst

Von: chh
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Eschweiler. Heute soll – glaubt man den Wetterexperten – der bislang heißeste Tag des Jahres werden. Tief Manni, das Luft aus Südafrika ansaugt, und Hochdruckgebiet Velvet sorgen dafür, dass auch in Eschweiler das Thermometer auf bis zu 34 Grad klettern wird.

Was sollte man beachten, um sicher durch die heißen Tage zu kommen?

Dr. Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am St.-Antonius-Hospital, rät dazu, ausreichend zu trinken. „Vor allem ältere Menschen sind bei hohen Temperaturen gefährdet“, sagt Janssens. „Sie verfügen über einen reduzierten Flüssigkeitshaushalt und ihr Durstempfinden ist weniger stark ausgeprägt.“

Ein Mangel an Flüssigkeit könne bei älteren Menschen schnell zu Verwirrtheit und Bewusstseinstrübungen führen, sagt Janssens. Treten diese Symptome auf, ist schnelles Handeln gefragt. Im Notfall sollen Verwandte oder Freunde die Betroffenen in ein Krankenhaus bringen. Dort wird dem Körper dann mithilfe von Infusionen Flüssigkeit zugeführt.

Hinzu kommt: Bei Umgebungstemperaturen von 25 Grad und mehr verliert der Körper automatisch Wasser – ohne dass der Mensch das bewusst merkt. Janssens: „Der Körper gibt ständig Flüssigkeit ab, um die Haut zu kühlen.“ Der Mediziner rät daher, zwei bis drei Liter Mineralwasser und ungesüßten Früchte- und Kräutertee über den Tag verteilt zu trinken – ausgenommen von dieser Empfehlung sind Menschen, die etwa aufgrund einer Nierenerkrankung nur wenig Flüßigkeit zu sich nehmen dürfen.

In puncto Ernährung gilt hingegen: weniger ist mehr. Auf einen deftigen Schweinebraten sollte man bei tropischen Temperaturen eher verzichten. Janssens rät dazu, fettige und große Mahlzeiten bei Hitze eher zu vermeiden, da die Verdauung dieser Speisen den von der Hitze belasteten Körper noch zusätzlich in Anspruch nimmt. Auf dem Ernährungsplan sollten stattdessen Obst, Gemüse und Salate stehen. Diese sind leichter zu verdauen und liefern Mineralien und Flüssigkeit.

Auch körperliche Anstrengung sollte man bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke vermeiden, oder in die frühen Morgenstunden bzw. die Abendstunden legen. „Die Hitze führt zu einer höheren Belastung des Kreislaufs“, erklärt Janssens. Kommt körperliche Anstrengung hinzu, kann sich das negativ auswirken.

Und wenn sich die Hitze im Schlafzimmer staut und einen ungestörten Schlaf verhindert? Janssens rät dazu, regelmäßig zu lüften und eventuell einen Ventilator aufzustellen.

Übrigens: Am Miitwochabend schon werden heftige Gewitter für Abkühlung sorgen. Aber eins ist ziemlich sicher: Heute wird nicht der letzte heiße Tag des Jahres gewesen sein.

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