Seniorenzentrum: Ein Schmuckstück fürs Viertel

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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In nur neun Monaten wurde das Ago-Seniorenzentrum an der Ecke Jägerspfad/Floriansweg gebaut. Am 30. Juni wird es mit einem Fest eingeweiht. Foto: Ebbecke-Bückendorf
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SPD-Politiker Peter Kendziora probiert im Ago-Seniorenzentrum schon mal die behindertengerechte Dusche in einer der Wohnungen für das betreute Wohnen aus. Der SPD-Ortsverein West hatte zur Besichtigung des Seniorenzentrums am Jägerspfad eingeladen.
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Sie freut sich über gute Zusammenarbeit mit Vereinen und Organisationen in Eschweiler: Ago-Heimleiterin Irmgard Lammertz.

Eschweiler. Neubau in nur neun Monaten: Im Dezember sind die Bewohnerinnen und Bewohner des Ago-Seniorenzentrums von der Bismarckstraße umgezogen zum Jägerspfad. Am 30. Juni wird das neue Haus mit einem Sommerfest eingeweiht. Für Eschweiler Bürger gab es am Freitag die Möglichkeit, das Haus zu besichtigen.

Irmgard Lammertz, die Leiterin der Einrichtung, führte sie durch das Seniorenzentrum und beantwortete Fragen. Eingeladen hatten zu dem Rundgang der SPD-Stadtverordnete Achim Schyns und Peter Kendziora für den SPD-Ortsverein West.

Das neue Seniorenzentrum an der Ecke Jägerspfad/Floriansweg ist eine Bereicherung für den Stadtteil – da waren sich die Besucher mit den Politikern einig. „Wir können stolz darauf sein, so ein Schmuckstück in unserem Viertel zu haben“, zog Ratsherr Achim Schyns ein Resümee und fügte lachend an: „Es nimmt mir auch ein bisschen die Angst vor dem Älterwerden, wenn ich weiß, dass ich hier eine gute Alternative habe.“

Das Ringofen-Viertel, das als innenstadtnahes Baugebiet viele Jahre lang umstritten war, gewinnt durch die Ansiedlung an Attraktivität und Lebendigkeit. Zumal direkt neben dem Zentrum ein Kindergarten gebaut werden soll. Auf die Kooperation und Besuche der Kindern freuen sich die alten Damen und Herren heute schon.

Das Ago-Zeniorenzentrum – die Bezeichnung „Ago“ ist keine Abkürzung, sondern ein Wort aus der Weltsprache Esperanto, es steht für Tatkraft – bietet 100 Pflegeplätze, davon zehn für Kurzzeitpflege. Es gibt einen Demenzbereich, wobei sich demente Bewohner frei im Haus bewegen können, nur am Verlassen des Hauses gehindert werden, erläutete Leiterin Irmgard Lammertz. Zusätzlich gibt es einen Trakt zum Floriansweg hin 25 Wohnungen von 40 bis 69 Quadratmetern Wohnfläche für betreutes Wohnen.

Den Standort an der Bismarckstraße habe man aufgeben müssen, so Lammertz, weil spätestens 2018 in Senioreneinrichtungen 80 Prozent Einzelzimmer vorhanden sein müssen. Das sei am alten Standort nicht machbar gewesen, und Umbaupläne scheiterten am Eigentümer des Gebäudes.

Für die SPD-Politiker ist auch die Bedeutung des Seniorenzentrums als Wirtschaftsfaktor wichtig. Der Mitarbeiterschlüssel ist gesetzlich vorgeschrieben: für die rund 100 Bewohner stehen 130 bis 140 Mitarbeiter zur Verfügung, wobei nicht alle Arbeitsplätze Vollzeitstellen sind. Derzeit werden im Ago-Seniorenzentrum 13 Jugendliche ausgebildet. Und sowohl die Bewohner als auch die Mitarbeiter kaufen ja auch in Eschweiler ein. Zumal die nächsten Verbrauchermärkte direkt am Floriansweg liegen.

Wichtig ist der Leitung des Seniorenzentrum die Einbindung in das öffentliche und soziale Leben. Es gibt einen Shuttle-Service für Fahrten in die Innenstadt, derzeit allerdings nur einmal in der Woche. Aber es gibt auch eine Bushaltestelle direkt vor dem Haus. Die vielfältigen Kontakte zu Vereinen und Organisationen werden gepflegt, dazu gehören Auftritte von Musikgruppen, Karnevalsfeiern, Kontakte zu Schulen. „Wir sind im Ort verankert“, freut sich Irmgard Lammertz. Und die Bevölkerung sei gerne im Seniorenzentrum gesehen, zum Beispiel als Besucher im Bistro „Zur alten Ziegelei“. Wenn jemand dort Geburtstag feiern möchte: Die Küche biete auch Catering an.

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