Seniorenberater gibt Tipps für mehr Sicherheit

Von: sh
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Kleiner Helfer für den Notfall: Wilhelm Schäfer empfiehlt gerade älteren Menschen, sich einen Taschen-Alarm zuzulegen, der bei Betätigung ein schrilles Alarmsignal erklingen lässt, das viele Diebe und Gauner sofort in die Flucht schlägt. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Gerade in der dunklen Jahreszeit scheuen sich viele ältere Menschen, nach der Dämmerung auf die Straße zu gehen. „Zu Recht”, wie Wilhelm Schäfer findet. Der ehrenamtliche Seniorenberater des Kriminalkommissariats 44 „Vorbeugung” gab im Städtischen Seniorenzentrum wertvolle Tipps zum Thema „Sicherheit im Alltag”.

Der pensionierte Oberstabsfeldwebel ist einer von 18 Seniorenberatern, die seit einigen Jahren für das Polizeipräsidium Informationsveranstaltung wie nun an der Marienstraße anbieten.

„Bevor Sie Gewalt hervorrufen, lassen Sie dem Täter die Tasche”, rät Schäfer. Denn in der Regel ist dieser schneller und stärker. Wichtig ist dann nur: Wie verhalte ich mich anschließend?

Schäfer, der während eines Italienurlaubs selber einmal Diebstahlsopfer wurde, mahnte: „Pfefferspray ist eine feine Sache - zur Tierabwehr.” Beim Gebrauch gegenüber Menschen handelt man gesetzeswidrig und darf sich auf eine Anzeige wegen Körperverletzung gefasst machen - auch wenn eigentlich der Gegenüber mit krimineller Absicht auf einen zu kam.

Der Tipp des Profis: ein kleiner Taschen-Alarm. Für wenige Euro ist das Gerät im Fachhandel, hin und wieder auch bei Discountern und im Internet zu erwerben.

Und noch etwas machte Wilhelm Schäfer deutlich: Dass Senioren statistisch gesehen am häufigsten ungewollt in die „Opferrolle” rutschen, stimme nicht. Zahlen der Polizei belegen: In Aachen sind von insgesamt über 7000 Opfern nur etwa 500 Menschen über 60 Jahre alt. Daher das Motto: „Senioren sind alt, aber nicht doof.” Die Medien präsentierten hier oftmals eine verzerrte Wirklichkeit.
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