Senioren schaffen Kunst, die sich sehen lassen kann

Von: zsa
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Hier wird Kreativität großge
Hier wird Kreativität großgeschrieben: Im SBZ werden Senioren zu Künstlern, deren Werke sich sehen lassen können. Zweite von rechts Malkreisleiterin Gudrun Glahn-Junker, hinten SBZ-Verwaltungsdirektor Bernhard Müller. Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler. „Kunst ist keine Frage des Alters”, treffender hätte es Bernhard Müller, Verwaltungsdirektor des Senioren- und Betreuungszentrums (SBZ) in seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung „Farbenfrohes Alter 3” am Sonntagvormittag nicht sagen können. Bereits zum dritten Mal präsentieren die Mitglieder des wöchentlich stattfindenden Kunstkreises jetzt ihre Kunstwerke.

Im Jahr 2001 stellten die Künstlerinnen und Künstler, welche unter Leitung von Ursula Glahn-Junker teilweise zum ersten Mal in ihrem Leben an die Malerei herangeführt wurden, erstmals ihre Werke aus. Acht Jahre später, in 2009, folgte die zweite Ausstellung. Diesmal sind nun 32 bunte und vielfältige Bilder das Ergebnis monatelanger Arbeit von zehn Künstlerinnen und einem Künstler: Elisabeth Baumann, Christa Feige, Hilde Froböse, Anni Lach, Zenta Lauer, Anneliese Latz, Mathilde Rahier, Gertrud Rosenkranz, Barbara Schmitz, Rita Wein und Wilhelm Braun.

Während einige der Seniorinnen und Senioren schon seit vielen Jahren im Kunstkreis dabei sind, stießen manche erst vor kurzem hinzu. So wie die 96-jährige Mathilde Rahier, die erst seit drei Monaten malt.

Die Techniken und Materialien, welche die SBZ-Bewohnerinnen und -Bewohner bei ihren Kunstwerken anwenden, sind sehr unterschiedlich: Von Farbstiften (z. B. bei „Delfine” von Elisabeth Baumann oder „Eifel” von Hilde Froböse), Pastellkreide (wie bei einem Werk mit Tucan-Motiv von Barbara Schmitz) über Ölkreide (z.B. bei „Die Ameise” von Wilhelm Braun) bis hin zu Aquarellfarbe (wie bei „Feuer, Wasser, Erde” von Anneliese Latz). Aber auch Acrylfarbe (wie beim Gemälde „Trautes Heim, Glück allein” von Gertrud Rosenkranz), Bleistifte (z.B. die „Skizzen” von Rita Wein) und Kohlestifte (bei einem Werk mit Blumen-Motiv von Christa Feige) kamen zum Einsatz. Ein paar von Ursula Glahn-Junkers Schützlingen wagten sich auch an die Kombination aus Acryl und Strukturpaste (wie z.B. Zenta Lauer bei ihrem Bild mit Erdmännchen-Motiv). Zudem variieren auch die Formate und Papierarten. In einem Gemeinschaftswerk mit dem Motiv „Baum” konnten die Senioren zudem ihre ganz eigene Vorstellung zu Papier bringen.

Zur Eröffnung der Ausstellung waren neben den Künstlerinnen und dem Künstler auch deren Familien sowie weitere Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims und auch Vertreter aus Politik und Gesellschaft anwesend. Nach der Vorstellung der einzelnen Künstlerinnen und Künstler würdigte Verwaltungsdirektor Bernhard Müller auch die Arbeit seiner Mitarbeiterin Gudrun Glahn-Junker, die selbst auch malt und bereits im SBZ ausgestellt hat: „Bei ihr sind die Senioren in guten Händen”.

Müller ist es wichtig, dass Kreativität im SBZ gefördert wird und die Künstler durch die Ausstellung auch eine Wertschätzung erfahren, die wiederum in der Eschweiler Politik Anerkennung findet. Mit der Ausstellung „Farbenfrohes Alter 3” ist dies erneut gelungen.

Wer sich selbst von dem Detail- und Ideenreichtum der Künstlerinnen und Künstler überzeugen möchte, kann die Ausstellung im Foyer des SBZ bis zum 30. November täglich zwischen 10 und 19 Uhr besuchen.
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