Semmelknödel punkten bei Jung und Alt

Von: af
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Beim generationenübergreifenden Kochen im AGO Senotel Eschweiler bereiteten Jung und Alt gemeinsam das Essen zu. Foto: Anna Fitscher

Eschweiler. „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“, sagte einst der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber. Ganz unter diesem Motto stand auch das gemeinsame Kochen mit Senioren des Ago-Senotels Eschweiler. An diesem nahmen jedoch nicht nur die Bewohner teil, sondern auch die Schülern der Gesamtschule Waldschule und Gastronom und Restaurantbesitzer Frank Lersch.

Wie es zu zu dieser Veranstaltung kam? Schon seit geraumer Zeit kooperiert das Seniorenheim Senotel mit der Gesamtschule Eschweiler. Immer wieder gab es in der Vergangenheit bereits Treffen und Veranstaltungen, bei denen Jung und Alt gemeinsam Zeit miteinander verbrachten und sich gegenseitig austauschten.

Regelmäßiges Kunstprojekt

Unter anderem findet im Haus des Senotels regelmäßig ein Kunstprojekt unter Leitung von Sylvia Schmidt-Wawrzinski statt, bei dem die Senioren und Jugendlichen gemeinsam künstlerisch tätig sein können und beim Malen ihre Kreativität zum Ausdruck bringen.

„Kontakt nach außen und gesellschaftliche Teilhabe ist sehr wichtig für unsere Bewohner“, ist sich Margit Umbach, Sozialdienstleiterin des Senotels, sicher. Beim Kunstprojekt alleine, blieb es dann allerdings nicht.

Da die Kochgruppe, bei der die Senioren der Einrichtung gemeinsam mit Senotel-Mitarbeiterin Silke Sous Mahlzeiten zubereiten, sich immer größerer Beliebtheit erfreute, entstand irgendwann die Idee ein generationenübergreifendes Kochen zusammen mit den Jugendlichen des Kunstprojekts zu veranstalten.

Gesagt, getan: Am vergangenen Mittwochnachmittag trafen sich einige Senioren und Schüler der Waldschule schließlich zum ersten Mal in der Gemeinschaftsküche des Senotels. Man hätte fast meinen können, an den Tischen säßen Großeltern mit ihren Enkeln zusammen - so vertraut war die Atmosphäre.

Wer jedoch annimmt, dass lediglich die Älteren viel Spaß am Projekt haben, der irrt: Der Kontakt zwischen Jung und Alt ist nämlich nicht nur für die Senioren sehr wertvoll, auch die Jugendlichen schätzen die Gesellschaft der älteren Generation sehr. „Mir gefällt es hier wirklich sehr gut“, erzählt die 13-jährige Fatima. Sie besucht die achte Klasse der Gesamtschule Waldschule und ist zum ersten Mal dabei. Doch damit nicht genug. Beim nächsten Projekt möchte das Mädchen in jedem Fall wieder mit von der Partie sein. Das steht für sie bereits fest.

Unter der kulinarischen Leitung von Indestädter Frank Lersch saßen die Schüler und Senioren an diesem Nachmittag beisammen, schnippelten fleißig und mit viel Feingefühl Schnittlauch und Petersilie und zerbröselten Brötchen: Zum Essen gab es nämlich ein ganz besonderes Highlight, auf das sich die Teilnehmer bereits bei der Zubereitung sehr freuten: „ Das Senotel Surprise Menü“, sagte Frank Lersch grinsend, dem die Arbeit mit den Senioren und den Jugendlich sichtlich Spaß bereitete.

Erinnerungen kommen hoch

Der Geruch von leckerem Essen verbreitete sich an diesem Nachmittag bald rasch im gesamten Haus. Bei dem einen oder anderen Bewohner kamen bei den vertrauten Gerüchen auch alte Erinnerungen hoch.

So erzählte beispielsweise ein Bewohner des Senotels, wie seine Eltern in seiner Kindheit einmal Schnitzel gekauft hatten und er als Zehnjähriger mit seinen beiden kleineren Brüdern die Schnitzel zubereitete, als die Eltern aus dem Haus waren. „Da waren die ganz schön erstaunt, als sie dann wieder nach Hause kamen und alle Schnitzel weg waren“, erzählte er und lacht.

Und wie sah das Ergebnis der Zusammenarbeit von Jung und Alt aus? Eins stand fest: Das Menü machte nicht nur optisch etwas her, da waren sich alle Teilnehmer schnell einig.

Entenbrust und Törtchen

Auch geschmacklich punkteten die frisch gemachten Semmelknödel und die Entenbrust. Den krönenden Abschluss dieses Nachmittages bildeten die kleinen Schokoladentörtchen mit flüssigem Schokoladenkern.

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