Seminarreihe: Pflegeeltern sein, das muss man können

Von: 02403
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Der Pflegekinderdienst in Kooperation mit dem Haus St. Josef bereitet zukünftige Pflegeeltern auf ihre anspruchsvolle Aufgabe vor.

Eschweiler. Pflegeeltern nehmen Kinder auf, die zurzeit nicht oder gar nicht mehr in ihren Familien leben können. Die Unterbringung in Pflegefamilien soll dazu beitragen, die Entwicklung betroffener Kinder zu fördern und Benachteiligungen abzubauen.

Dabei soll während einer Unterbringung auf Zeit versucht werden, die Erziehungsfähigkeit der Eltern wiederherzustellen. Gelingt dies nicht, muss eine langfristige Perspektive für Kinder erarbeitet werden. Hier kann die Unterbringung in einer Pflegefamilie auf Dauer ein stabiler Rahmen während des Aufwachsens von Kindern sein.

„Sag ja zu mir!“ ist nicht nur die Überschrift des Flyers des Pflegekinderdienstes der Städteregion. Es ist auch das Motto eines regelmäßig, mindestens einmal im Jahr stattfindenden Qualifizierungsseminars für Pflegeeltern, welches in Kooperation mit dem Haus St. Josef, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe und dem Pflegekinderdienst der Städteregion durchgeführt wird.

Wie in jedem Jahr wurden jetzt wieder potenzielle Pflegefamilien geschult, die Seminarleitung lag in den bewährten Händen der Diplom-Sozialarbeiterin, Supervisorin und systemischen Familientherapeutin Marina Stein-Gerhards. An mehreren Abendterminen und einem abschließenden Wochenende wurden die angehenden Pflegeeltern intensiv auf ihre verantwortungsvolle und oft schwierige Aufgabe vorbereitet. Ein inhaltlicher Themenschwerpunkt war die Position des Kindes im Beziehungsgeflecht der Familien und Institutionen.

Auch die Auswirkung von Bindung und Bindungsabbrüchen sowie die Lebenswelt eines Kindes und die Übertragung dieser in die Pflegefamilie als eine Phase der Integration wurden ausgiebig erörtert. Die rechtlichen Rahmenbedingungen eines Pflegeverhältnisses und das Hilfeplanverfahren waren ebenso wichtige Bausteine rund um das Thema Pflegekind, wie der Umgang mit der Herkunftsfamilie. So stellt sich der Besuchskontakt von Kind und leiblichen Eltern für alle Beteiligten oft als Herausforderung dar.

Er dient zum einen der Biografiebearbeitung des Kindes und zum anderen dazu, dass ein Kind seine Position im Spannungsfeld „Kind zweier Eltern“ finden kann. Das Vorbereitungsseminar war und bleibt somit eine wichtige Grundvoraussetzung für Familien, die ein Pflegekind aufnehmen wollen. Auch im nächsten Jahr wird wieder ein Vorbereitungsseminar für potenzielle Pflegeeltern angeboten. So suchen die Pflegekinderdienste in der Städteregion stetig Eltern, die sich dieser Aufgabe gewachsen sehen und sie gerne übernehmen möchten, sei es im Rahmen der Bereitschaftspflege oder auch der Dauerpflege.

Interessierte Eltern erhalten hierzu Auskünfte und eine umfassende Beratung und Begleitung durch die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes beim Jugendamt Stolberg: Anja Bühl, Telefon 02402/9748252 und Heike Klaas, Telefon 02402/9748253 – Jugendamt Eschweiler: Annegret Goebbels-Roob, Telefon 71260, Heike Fütterer, Telefon 71224 und Christiane Preuschoff, Telefon 71610.

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