Eschweiler - Selbst anpacken und anderen Schülern helfen

Selbst anpacken und anderen Schülern helfen

Von: mut
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Oberstufenschüler der Gesamts
Oberstufenschüler der Gesamtschule Eschweiler gestalteten gemeinsam mit Sozialwissenschaftslehrerin Ulrike Brings eine Messe, bei der anderen Schülern die Angebote zur Berufsorientierung und individuellen Förderung an der Waldschule näher gebracht wurden. Foto: Anna Reinmuth

Eschweiler. Berufsorientierung und individuellen Förderung an ihrer Schule war nun Thema für die Schüler der 13. Jahrgangsstufe an der Gesamtschule Waldschule. Im Rahmen der Verleihung des Gütesiegels für individuelle Förderung beschäftigten sich die Schüler vier Wochen lang mit dem Projekt.

Im Rahmen des Sozialwissenschaftsunterrichts mit Lehrerin Ulrike Brings erarbeiteten sich die Oberstufenschüler selbstständig ihre Schwerpunkte und warfen einen Blick auf die vielfältigen Aktivitäten der Waldschule in den Bereichen Berufsorientierung und individuelle Förderung.

Gütesiegel

Doch was macht eine Schule aus, die sich mit dem Gütesiegel für individuelle Förderung schmücken darf? Mit einer kleinen Messe stellten die Schüler genau diese Aspekte, die zum Erlangen des Gütesiegels beitrugen, ihren Mitschülern der Waldschule vor. Da wird ganz schön viel geboten: Paten- und Lotsenkonzepte, der Schulsanitätsdienst, die Kooperation mit der Erich-Kästner-Schule, das soziale Lernen und die soziale Verantwortung an der Schule, die Suchtprävention, Strategien zur Abiturvorbereitung und das richtige Zeitmanagement, Berufsorientierung, die Pausenangebote, Fremdsprachenförderung, individuelle Förderung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, wie auch die Teilnahme am Aachener Friedenslauf - all diese Angebote lassen erahnen, dass an der städtischen Gesamtschule der Blick der Schüler weit über den Unterricht hinausgeht. „Es ist eben wichtig, die jungen Menschen richtig für das Leben nach der Schule vorzubereiten, und hierzu gehört eben noch sehr viel mehr als die reine Wissensvermittlung im Unterricht”, so Brings.

Bei der Berufsorientierung fühlen sich die Schüler des Projekts selbst angesprochen. „Wir stehen kurz vor dem Abschluss und müssen uns ernsthaft Gedanken machen, wie es dann nach der Schule weitergehen soll”, gesteht Mohamed Bouyalaoui. Neben Praktika in den 8., 9. und 10. Klassen sollen der Boys- und Girlsday, der Besuch in der RWTH Aachen und ein Berufsberater den Schülern ihre Entscheidung deutlich vereinfachen. Diese Arbeit trägt Früchte - die Vorstellung des Maschinenbaustudiums an der RWTH Aachen begeisterte den einen oder anderen Oberstufenschüler, sodass er mit dem Gedanken spielt, sich nach dem Abitur einzuschreiben.

Die Waldschule legt großen Wert auf die Paten- und Lotsenkonzepte, unter anderem mit der Erich-Kästner-Schule, und ermöglicht hier Schülern, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Ein wichtiger Aspekt für das weitere Leben wird ebenfalls mit der verpflichtenden Suchtprävention gewährleistet. Schüler werden über alle Gefahren verschiedenster Suchtmittel aufgeklärt und sollen so lernen, Eigenverantwortung zu übernehmen.

Individuelle Förderung

Natürlich sind auch die schulischen Aspekte nicht wegzudenken. Mit ausgearbeiteten Lernstrategien für die Abiturvorbereitung, aber auch durch das soziale Lernen in Gruppen und bestimmten Fächern, wie auch die Betreuung in Pausen, soll entscheidend zur individuellen Förderung einzelner Schüler beigetragen werden. „Das soziale Lernen und die soziale Verantwortung an der Schule sind Eckpfeiler eines harmonischen Miteinanders, und auch die Kooperation Schüler, Eltern, Lehrer stimmt einfach”, ist Mohamed Bouyalaoui überzeugt. Richtig lernen zu können, hängt neben der sozialen Umgebung wesentlich von den räumlichen Gegebenheiten ab, sodass sich eine Gruppe während der Projektphase gezielt mit Verschönerungsmaßnahmen für die Klassenräume beschäftigte. Mit Farbe an den Wänden und vielen weiteren kreativen Ideen, soll zukünftig die Lernatmosphäre deutlich verbessert werden.

Die Schüler der 13. Klassen haben mit der selbstständigen Erarbeitung aller Themengebiete und der Organisation der Messe in der schuleigenen Mensa gelernt, Verantwortung zu übernehmen, sich selbst und andere Dinge zu organisieren, aber auch selbstbewusst aufzutreten und anderen Schülern ihre Themen näher zu bringen. Präsentationen werden die Schüler in ihrer weiteren Laufbahn immer wieder begegnen, deshalb ist es wichtig, Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln. „Positive Rückmeldungen von Hochschulen über frühere Schüler bestätigen uns in unserer Arbeit und bestärken uns, diese zu intensivieren”, so Brings.

Die Waldschule stellt sich gemeinsam mit ihren Schülern aktiv auf und zeigt durch ein vielfältiges Informations- und Förderprogramm, weshalb genau sie dieses Gütesiegel verdient hat. Ulrike Brings ist stolz über diese Auszeichnung und ist sich sicher, dass die Waldschule in diesem Bereich auch zukünftig ihren Schülern vieles bieten wird.

Projekt mit Potenzial

Ein Projekt mit viel Potenzial für die Zukunft. Die erarbeiteten Ideen wie beispielsweise die Verschönerung der Klassenräume, soll bald mit Unterstützung von Eltern und Lehrern in Angriff genommen werden. Und auch die sozialen und beruflichen Angebote werden sinnvolle Wegbegleiter in der Zukunft vieler Schüler der städtischen Gesamtschule Eschweiler sein.
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