Seit 1995 in der Indestadt: Die Offenheit der Menschen begeisterte ihn

Von: tob
Letzte Aktualisierung:
Franz Schnitzler
Franz Schnitzler verstarb am Sonntag im Alter von 79 Jahren. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Franz Schnitzler ist am Sonntag im Alter von 79 Jahren verstorben. Er war seit mehr als 50 Jahren Priester, viele Jahre davon in der Indestadt. Unter anderem lernten ihn die Eschweiler Bürger als Krankenhausseelsorger kennen.

Franz Schnitzler wurde am 31. Mai 1935 in Titz-Kalrath geboren. Schon recht früh kam der Wunsch nach dem Priesterberuf auf. Somit besuchte Schnitzler zunächst das Staatliche Gymnasium Jülich und dann das Staatliche altsprachliche St.-Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel. Nach dem bestandenen Abitur 1956 begann Franz Schnitzler mit philosophisch-theologischen Studien, die er 1960 abschloss.

Zwei Jahre ging es dann ins Priesterseminar in Aachen. Am 25. Juli 1962 empfing Franz Schnitzler im Münster zu Mönchengladbach die Priesterweihe. Im Anschluss war er für fünf Monate als Kaplan in Monschau-Höfen tätig. „Das war eine tiefe, liebevolle Erfahrung“, sagt Franz Schnitzler. Zwei weitere Einsätze als Kaplan führten Schnitzler von 1963 bis 1967 nach St. Adalbert in Aachen und von 1967 bis 1972 nach St. Franziskus in Krefeld. Schon in St. Adalbert in Aachen hatte er eine erste Begegnung mit der Stadt Eschweiler. Genau genommen mit Propst Josef Geuenich, der aus Eschweiler stammte.

Am 24. Februar 1972 wurde ihm die Pfarre St. Elisabeth in Krefeld anvertraut. Bis September 1994 war er dort Pfarrer. Zusätzlich wirkte er von Oktober 1973 bis Dezember 1978 als Vertreter des Dechanten im Dekanat Krefeld-Mitte. Nach einer Ausbildung zum Krankenhausseelsorger wechselte Franz Schnitzler ab Januar 1995 schließlich nach Eschweiler. Ende 2006 wurde Franz Schnitzler dann auf eigenen Wunsch in den Ruhestand versetzt. „(Un-)Ruhestand“ nannte er diesen oft scherzhaft.

Mehrfach im Monat half er auch danach mit einem Bereitschaftsdienst aus, auch als Priester in den Pfarrgemeinden Heilig Geist und im Indener Raum. In seinen Heimatgemeinden Rödingen und Kalrath vertrat er ebenfalls von Zeit zu Zeit Kollegen. Ein großes Anliegen war Franz Schnitzler die Partnerschaft nach Kolumbien, die vor 50 Jahren vom Bistum gegründet wurde. Die Unterstützung der Priesterausbildung dort ist einer der Schwerpunkte. Franz Schnitzler sagte einst über Eschweiler, dass er von der Stadt begeistert sei, „vor allem von der großen Offenheit der Menschen hier.“

Die Beerdigung Franz Schnitzlers findet diesen Freitag um 14.30 in der Kirche St. Maria Himmelfahrt in Kallrath, in der Nähe von Titz statt. Dort ist auch seine Familie beerdigt. Pfarrer Weishaupt wird die Messe leiten und die Predigt halten.

Am Donnerstag, 28. Mai, veranstaltet die Gemeinde Heilig Geist eine Gedenkmesse. Beginn ist um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Antonius Bergrath.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert