Sein Lebensziel: Kindern eine Zukunft geben

Von: ran
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Engagiert sich in einem weiten
Engagiert sich in einem weiten Netzwerk zugunsten slowakischer Heimkinder: Kinderarzt Professor Dr.Jozef Miklosko, neuer Sozialpreisträger.

Eschweiler. Professor Dr. Jozef Miklosko wird 15. Träger des Europäischen Sozialpreises. Der slowakische Arzt, der sich 1992 der Bewegung „Úsmev ako dar” („Lächeln als Geschenk”) anschloss, erhält die Auszeichnung, die der Europaverein „Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft” (GPB) seit 1997 verleiht, während eines Festakts am kommenden Montag, 3. Oktober.

Die Feierstunde im Ratssaal des Rathauses beginnt um 16 Uhr mit einem Grußwort von Bürgermeister Rudi Bertram, dem sich der Festvortrag von Hilde Scheidt, Bürgermeisterin der Stadt Aachen, anschließt. Nachdem Peter Schöner, Präsident des Direktoriums Europäischer Sozialpreis und Vorsitzender der GPB, die Wahl des neuen Preisträgers begründet haben wird, steht die Laudatio von Ivan Koval, Honorarkonsul der Slowakischen Republik auf dem Programm.

Musikalisch gestaltet wird der Festakt durch die Jazz-Formation „Swamp” unter der Leitung von Florian Esch, der an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf klassische Trompete studierte und von Max Schulze-Hennings (Saxophon), Vincent Goritzki (Gitarre), Gustavo Bugni (Orgel/Bass) und Benedikt Hessse (Schlagzeug) unterstützt wird, sowie vom Männergesangsverein der Siedlergemeinschaft Donnerberg unter der Leitung von Gerda Fiedler.

Bereits mit seiner Berufswahl legte Professor Dr. Jozef Miklosko den Grundstein für sein heutiges soziales Engagement. Der im Jahr 1969 Geborene studierte von 1987 bis 1995 Allgemeinmedizin an der Comenius-Universität in Bratislava und verlegte sich anschließend auf das Fachgebiet „Kinderheilkunde”. Ergänzend dazu studierte er Sozialwesen und Sozialarbeit. In letztgenanntem Fach erhielt er vor wenigen Monaten die Professur.

Bereits im Jahr 1992 schloss sich der neue Träger des Europäischen Sozialpreises der Bewegung „Lächeln als Geschenk” an. Ursprünglich als Förderkreis der „Gesellschaft für Heimkinder” 1982 gegründet, arbeitet die Organisation inzwischen mit den Kindern systematisch in drei Niederlassungen, acht Büros und 184 „Basis-Teams”. Die in den Projekten „Engel”, „Pippi Langstrumpf”, „Help to Families”, „SOS” und „Kinderrechte” entwickelte Erziehungsphilosophie findet immer mehr Anerkennung und Anwendung, nicht nur in der Slowakei.

Die Initiative erhält besondere Unterstützung durch die Kooperation mit der Universität in Bratislava. Dort werden künftigen Sozialarbeitern Ausbildung und Praktika ermöglicht. Insgesamt erfährt das Projekt immer größere Anerkennung. Beim slowakischen Ministerium für Arbeit, soziale Angelegenheiten und Familie sind die Verantwortlichen der Bewegung als Berater und Dienstleister akkreditiert. „Lächeln als Geschenk” ist zum Lebensmotto von Professor Dr. Jozef Miklosko geworden.

„Auch in diesem Jahr wollen die Mitglieder des Direktoriums Europäischer Sozialpreis mit der Auszeichnung auf Vorbilder Europäischer Freiwilligentätigkeit in Europa hinweisen. Unser Beispiel zeigt, wie wichtig die Stärkung des Potenzials dieser Menschen zur Verbesserung der Lebensqualität gerade von jungen Menschen in der Europäischen Union ist. Insbesondere zeigen wir auf, wie viel Potenzial und Qualität zu erreichen ist, wenn Organisationen der Zivilgesellschaft durch staatliche Institutionen und Unternehmertum in ihrem Engagement unterstützt werden”, erklärt Peter Schöner die Wahl des Mediziners. Der Europäische Sozialpreis werde an Menschen verliehen, die sich beispielhaft gegen Armut und soziale Ausgrenzung, für Menschlichkeit und Menschenrechte einsetzten.

„Preisträger sollen Menschen aus unserer Mitte sein, die sich ohne Mandat in Parteien oder sozialen Institutionen engagieren. Durch ihr freiwilliges Engagement zeigen sie der Politik die Defizite und Lücken der staatlichen Regulierung auf”, so der GPB-Vorsitzende.

Allerorten werde nach Wegen gesucht, um mit den vielschichtigen Problemen der modernen Welt fertig zu werden. Durch den Leitgedanken des Europäischen Sozialpreises 2011 soll der Botschaft dieser Freiwilligen Gehör verschafft werden: „Die Welt ist mit Freiwilligen viel besser dran; denn die Aktivitäten der Freiwilligen wirken sich in vielfältiger Weise positiv auf unser aller Leben aus.”

Die Auszeichnung sei letztlich auch ein Appell an die öffentliche Meinung, die Schwachen, Kranken und Wettbewerbsverlierer nicht aus den Augen zu verlieren. „Wir verfolgen das Ziel, die Motivation des Ausgezeichneten weiter zu stärken und anderen Menschen Mut zu machen, dessen Beispiel zu folgen. Die internationale Vergabe des Preises ist der Ausdruck unseres Willens, zur Völkerverständigung in Europa beizutragen”, macht Peter Schöner deutlich.
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