Nordeifel - „Seg und weg” ab Rurberg rund um den reizvollen Rursee

„Seg und weg” ab Rurberg rund um den reizvollen Rursee

Von: ho
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Neuer Fahrspaß am Rursee: Mit
Neuer Fahrspaß am Rursee: Mit Sebastian Lindt, Geschäftsführer der Rursee-Touristik, vorne weg düste die erste Segway-Gruppe von Steckenborn nach Rurberg hinunter. Foto: Hoffmann

Nordeifel. Der Geschäftsführer der Rursee-Touristik, Sebastian Lindt, zeigte sich mit seiner Fahrleistung und dem allgemeinen Zuspruch zufrieden. Zusammen mit neun anderen Personen hatte er im Rahmen des am Wochenende stattgefundenen „Wanderopening” vom Sportplatz Steckenborn aus eine gut einstündige „Segway-Tour” bis zum Rurseezentrum in Rurberg unternommen.

Bei dem elektrischen Stehroller handelt es sich um eine neue seit vorigem Jahr angebotene Freizeitaktivität am Rursee, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. „Seg und weg” lautet der Slogan für diesen Freizeitspaß. Bei dem modernen, akkubetriebenen Gefährt stehen die Füße des Fahrers auf einer Plattform zwischen den beiden parallel zueinander laufenden Gummireifen und die Hände umfassen einen Lenker in Bauchnabelhöhe. Die Kunst des Fahrens besteht darin, dass der Fahrer „Gas” gibt, indem er sein Körpergewicht nach vorne verlagert. Gebremst wird durch den umgekehrten Vorgang, also Gewichtsverlagerung nach hinten.

Laut Karl-Heinz Hahne, Chef des Segway-Points in Düren, das die Fahrgeräte zur Verfügung stellte, sollte der Fahrer zwischen 45 und 118 Kilogramm wiegen, um die Technik eines Segways voll ausnutzen zu können. Dieser neue ultimative Fahrspaß wird mit zwei je elf Kilogramm schweren Akkus betrieben, die sich in der Bodenplatte befinden, auf welcher der Fahrer steht. In der Bodenplatte befindet sich auch die Elektronik für das Gefährt.

Am Wochenende wurden im Rahmen des „Wanderopening” gleich drei Einsteiger- bzw. Schnuppertouren zum günstigen Kennenlern-Preis von zehn Euro angeboten. Das Interesse war hierbei laut Sebastian Lindt so groß, dass die erste Tour von Steckenborn nach Rurberg schnell ausgebucht war. Am Startpunkt bekamen die Interessenten zunächst einmal das nötige Basiswissen vermittelt, damit die Tour an den Rursee möglichst unfallfrei zurückgelegt werden konnte. Nachdem der Einschalthebel am „Infokey”, einem Minicomputer am Lenker, betätigt worden war, galt es, den Griff gerade zu halten, damit sich der fahrbare Untersatz nicht schon in Bewegung setzte.

Weitere Touren folgen

Und dann ging es zunächst einmal im sogenannten „Schildkrötenmodus” mit maximal drei Kilometer pro Stunde die abschüssige Strecke in Richtung See hinunter. Diese Geschwindigkeit wurde aber alsbald gesteigert, da die Segway-Piloten immer sicherer wurden, so dass der normale Gang eingelegt werden konnte, mit dem man bis zu 20 km/h erreichen kann. Die Fahrgruppe genoss auf ihrer Tour nach Rurberg herrliche Ausblicke. Die Akkuleistung des elektrischen Stehrollers, so Karl-Heinz Hahne, reicht je nach Gewicht des Fahrers und nach Geländeverlauf für vier Stunden bzw. bis zu 40 Kilometern. Am Rurseezentrum in Rurberg standen dann noch zwei weitere Touren im Angebot, von denen rege Gebrauch gemacht wurde. Zudem war auch dort ein entsprechender Parcours aufgebaut, auf dem Neulinge unter Anleitung ihre ersten Fahrversuche absolvieren konnten.

Bis auf diesen Fahrspaß verlief das „Wanderopening” am Rursee aber insgesamt enttäuschend. Die Zahl der Wanderer blieb deutlich unter den Erwartungen, die Gastronomie hatte sich von der Saisoneröffnung sicherlich mehr versprochen.

Wer sich ein Segway zulegen will, muss verhältnismäßig tief in die Tasche greifen. Ein solches Fahrzeug kostet zwischen 6500 und 7000 Euro samt Zulassung. Zudem benötigt der Fahrer die Berechtigung zum Führen eines Mofas sowie ein entsprechendes Versicherungskennzeichen. Wer diese Ausgaben scheut, für den ist das Angebot am Rursee und die Fahrten mit einem ausgebildeten „Tourguide” billiger.

Bei der Rurseetouristik stehen in diesem Jahr von 20. Mai bis 28. Oktober noch sechs Segway-Termine von zwei Startpunkten an. So startet beispielsweise am Heilsteinhaus in Einruhr jeweils um 11 Uhr eine Tour von 75 Minuten Länge, die 36 Euro kostet. Die in Rurberg beginnenden Touren (14 Uhr) dauern mit gut 100 Minuten länger und kosten 52 Euro.

Die genauen Termine sind für Interessierte bei der Rursee-Touristik (Telefonnummer 02473/93770) zu erfahren. Wie bei den Demo-Fahrten am Wochenende im Übrigen zu sehen war, sind die Segways auch für ältere „Semester” geeignet.
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