Sechs Stunden packende Motorsportaction

Von: rfr
Letzte Aktualisierung:
Unterwegs im Moskovskaya-Porsc
Unterwegs im Moskovskaya-Porsche: der Indestädter Pilot Jochen Krumbach. Foto: Frauenrath

Eschweiler. Die 42. Adenauer-ADAC-Rundstrecken-Trophy ist in der VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am 14. Mai das erste von zwei Rennen, das von der gewohnten Vier-Stunden-Distanz abweicht. Auf dem Programm stehen sechs Stunden packende Motorsportaction auf der schönsten Rennstrecke der Welt.

Mit dabei auch Jochen Krumbach aus Eschweiler. Der Indestädter geht zuversichtlich in das Langstreckenrennen. Beim Saisonstart waren es noch gemischte Gefühle: Neben dem üblichen Auto, dem Moskovskaya GT3-R (#10), fuhr Jochen zusätzlich auf dem 2009 Cup Porsche (#81) von Rainer Holte, zusammen mit Arne Hoffmeister.

Von Startplatz 23 konnte der Indestädter den Cup-Porsche, ebenfalls eingesetzt von Manthey-Racing, recht zügig nach vorne fahren. Dann kam über Funk die Nachricht das der Porsche GT3-R, wo Jochen eigentlich den letzten Stint hätte fahren sollen, mit technischem Defekt abgestellt werden musste.

Teamkollege Marc Gindorf beschädigte bei Kontakt mit einem Reifenstapel die Lenkung. Somit blieb Jochen beim ersten Boxenstopp im Cup Porsche sitzen und fuhr gleich noch einen Stint. Nach 15 Runden übergab Jochen das Auto dann mit einem Vorsprung von 1,5 Minuten als Führender der Porsche-Cup-Klasse und als Gesamt 5. an seinen Teamkollegen. Jochen Krumbach: „Witzigerweise waren wir nach mehr der Hälfte des Rennens der bestplatzierte Porsche im ganzen Starterfeld, und das mit einem Cup-Auto! Am Ende waren wir mit dem zweiten Platz in der Cup-Klasse und nur 2,6 Sekunden Rückstand hoch zufrieden. Schade, dass wir mit dem GT3-R heute keine weiteren Daten sammeln konnten.”

Zweites Rennen, keine Probleme

Beim zweiten Rennen lief der Porsche GT3-R dann problemlos bis ins Ziel. Jochen Krumbach konnte sich mit seinen Teamkollegen Gindorf und Wlazik über die gesamte Distanz in den Top Ten des Gesamtklassements halten. Am Ende überquerte die Mannschaft als neunter die Ziellinie.

Heute rechnet der veranstaltende MSC Adenau mit mehr als 200 Teilnehmern. Der Start wurde auf 11.30 Uhr vorverlegt. Die Zuschauer dürfen sich auf ein Spektakel der besonderen Art freuen, haben sie doch dank der Sechs-Stunden-Distanz den Vorteil von 50 Prozent mehr Breitensport auf höchstem Niveau. Das Zeittraining findet ausnahmsweise zwischen 8.05 und 9.35 Uhr statt. Im Rahmenprogramm startet am Freitag und Samstag die Formel Renault NEC. Mehr als 20 Nachwuchsfahrer, allen voran Carlos Sainz - der Filius des gleichnamigen Dakar-Siegers - sind dabei.

Alte Bekannte, neue Gesichter

Ein Wiedersehen gibt es beim dritten Lauf des Jahres mit der Scuderia Cameron Glickenhaus. Die Italiener bringen zum zweiten Mal den N.Technology P4/5 Competizione an den Start. Litt der Supersportler auf Ferrari-Basis beim Saisonauftakt noch an Kinderkrankheiten, werden Mika Salo (Finnland), Luca Cappellari, Nicola Larini und Fabrizio Giovanardi (alle Italien) nun erneut angreifen. Die Sieger des zweiten Laufes, Chris Mamerow (Castrop-Rauxel) und Armin Hahne (Wimbach) holen sich für die Adenauer-Rundstrecken-Trophy Verstärkung in den Mercedes-Benz SLS AMG GT3.

Sportwagenspezialist Pierre Kaffer (Schweiz) ist der dritte Mann im Flügeltürer von Mamerow-Racing. Die Farben von Audi sind durch die Audi race experience vertreten. An der Seite von Florian Gruber (Aham), der auf beiden Fahrzeugen startet, sind Le-Mans-Sieger Marco Werner (Schweiz), Chris Vogler (Neckarsulm) und Motorjournalist Holger Eckhardt (Erkrath) auf dem Fahrzeug mit der Startnummer 17 unterwegs.

„Back to the roots” lautet das Motto bei Manthey-Racing. Die Equipe aus Meuspath nahe des Nürburgrings hat für die beiden Porsche-Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg) und Timo Bernhard (Dittweiler) sowie Arno Klasen (Karlshausen) den betagten Porsche 911 GT3 Baujahr 2008 in der Klasse SP7 genannt.

Ihr Nordschleifen-Debüt geben beim dritten Lauf des Jahres drei BMW Z4 GT3 des Teams Need for Speed Schubert. Unter anderem mit den Nordschleifen-Spezialisten Marko Hartung (Wallroda), Jörg Viebahn (Engelskirchen), Claudia Hürtgen (Aachen) und Stian Sorlie (Norwegen) besetzt. Den letzten planmäßigen Auftritt der beiden M3 GT von BMW-Motorsport vor dem ADAC Zurich 24h-Rennen im Juni bestreiten Jörg Müller (Monaco), Augusto Farfus (Brasilien) und Pedro Lamy (Portugal) sowie Andy Priaulx (Großbritannien), Dirk Müller (Schweiz) und Dirk Adorf (Michelbach).
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert