„Schwadschnüsse“ und Co. fiere in Rüh Fastelovend

Von: jlm
Letzte Aktualisierung:
9389070.jpg
Klaus Minge traf mit seinem Beitrag auf rege Begeisterung – eine Zugabe durfte da natürlich nicht fehlen. Foto: Julia Meuser
9389111.jpg
Der Chor begeisterte sein Publikum und wurde schunkelnd und singend tatkräftig von seinen Zuhörern unterstützt.

Rüh. Der MGV Röhe hatte auch in diesem Jahr wieder zum „Wuesch-Eiße“ ins Röher Pfarrheim eingeladen. Musikalisch begleitet wurde das jecke Programm, welches von Kräften aus den eigenen Reihen gestaltet wurde, von Dr. Holger Thülen an den schwarz-weißen Tasten.

Der Chor unter der Leitung von Helmut Lausberg läutete den karnevalistischen Abend mit dem Lied „Mije fiere Fastelovend“ ein. „Du hast viel Arbeit mit uns, aber wir machen es dir auch leicht“, dankte Heinz-Willi Schiffeler, der an diesem Abend durch das Programm führte, dem Chorleiter und lachte. Ihm überreichte er auch gleich den ersten Orden des Abends.

Kurz darauf betraten Renate Kleinert und Uschi Minge die Bühne, um sich über die sogenannte „Churchcard“ zu unterhalten. Damit könne jeder Punkte sammeln – genauso wie bei Edeka. Die Kollekte könne dann auch direkt vom Konto abgehoben werden. Natürlich gäbe es auch hier verschiedene Karten, nämlich in lila, silber, gold oder auch sogar in platin.

Als „En Oma mit do Enkel“ sorgten dann Anne-Marie Schiffeler und Josef Stump für Stimmung und Gelächter. Notgedrungen übernahm Josef Stump den Kochtopf, musste allerdings feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, seine Oma auch zufrieden zu stellen.

„Et Jüppche“ (Leni Dohmen), „der geplagte Junggeselle“, so die Büttenrednerin, studierte indes das erste und letzte Mal ein Kochbuch, da seine Mutter derzeit in Kur sei. Die erste Lektion: Salat soll gewaschen werden. Nachdem et Jüppche die Blätter schließlich jedoch aus der Waschmaschine geholt und an die Leine gehängt hat, musste er feststellen: Schmecken tut das nicht.

Beim Versuch, Zwiebeln unter Wasser zu schälen, um das obligatorische Tränenvergießen zu vermeiden, ertrank er fast, statt Sandkuchen gab es einen Bienenstich und auch der Pfannkuchen fand, nachdem die Pfanne geschwenkt wurde, seinen Platz erst einige Zeit später mit zwei Quadratmetern Raufaser in die Pfanne zurück. Zum Glück dauerte es nicht mehr lang, bis die Mutter wieder nach Hause kam.

„Unser Mann für alles“

Danach sorgten „De Jonge“, genauer Vorsitzender Michael Block und Stefan Minge, Geschäftsführer und „Unser Mann für alles“, so Heinz-Willi Schiffeler, für Stimmung im Röher Pfarrheim. Mit Humor begeisterten sie ihre Zuhörer musikalisch und wurden dabei tatkräftig vom Publikum unterstützt: ein Jeder schunkelte nach „rechts, links, vor, zurück“ und bewies Textsicherheit.

Anne-Marie Schiffeler läutete kurze Zeit später ihren ersten Arbeitstag als „En Klofrau“ ein und zeigte, dass alles seine Ordnung haben muss. Zu spüren bekam das Dieter Glasener, der doch einfach nur mal die Toilette aufsuchen wollte. Nach den zahlreichen Fragen nach Namen und Geburtsdatum, ob er eine Kabine wünsche oder nicht, ob er Klopapier brauche oder Seife, und wenn ja, welche, löste sich dieser Wunsch jedoch in Luft auf und die Putzfrau verkaufte ihm stattdessen kurzerhand eine neue Hose.

Ihnen folgten „Die zwei Schwadschnüsse“ Renate Kleinert und Uschi Minge, die ebenfalls bei dem Publikum auf Begeisterung stießen und schließlich zu dem Schluss kamen, ihrer Freundin Agnes zum Geburtstag sechs Stücke von dem Kuchen zu schenken, der so schön dick macht.

Jedes Jahr würden sie mit neuen Ideen ihr Publikum begeistern, sie seien einfach unersetzlich, dankte Heinz-Willi Schiffeler. Und dann stand auch schon hoher Besuch vor der Türe, denn Prinz Thomas I. und sein Zeremonienmeister Harald statteten den Feiernden einen Besuch ab. Das sei eine große Ehre, so Schiffeler. Die Jecken aus Rüh feierten mit ihrem Prinzen und Zeremonienmeister sowie dem Gefolge und sangen dabei auch die Prinzenlieder.

Als dann jedoch die Audienz zu Ende ging und das Prinzengespann seinen Weg durch den Schnee fortsetzte, begeisterte der Chor erneut mit Liedern wie „Trink, trink Brüderlein trink“, „Einmal am Rhein“, „Nach Hause, nach Hause“ oder auch „Denn einmal nur im Jahr“ (ist Karneval, ist Karneval am Rhein).

Frau Rose als „En Tuppertante“ feierte kurz darauf ihr Debüt auf der Röher Bühne, und Klaus Minge, die Überraschung des Abends, sang adrett herausgeputzt und geschminkt als Fräulein Marlene Dietrichs „Die fesche Lola“ und Andrea Bergs „Du hast mich 1000 Mal belogen“.

Zu guter Letzt dankte Heinz-Willi Schiffeler allen, die aufgetreten waren, „denn das sind alles Laien, die das nur einmal im Jahr machen“. Bevor der Abend beim traditionellen Wuesch-Eiße ausklang, sang der Chor „Rüh dat es meng Heimat“ und das ganze Publikum stimmte ein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert