Eschweiler - Schulfest der Waldschule: Goethes Faust mit Reagenzglas und Pipette

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Schulfest der Waldschule: Goethes Faust mit Reagenzglas und Pipette

Von: ran
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Naturwissenschaft einmal anders: Im Rahmen des Schulfestes stellten Waldschüler der 12. Jahrgangsstufe die Goethe-Tragödie „Faust“ anhand chemischer Experimente vor. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Bewusstsein für die Vielfalt der Natur, soziales Engagement, die Verknüpfung von Chemie mit Hochliteratur sowie musikalische, tänzerische und künstlerische Glanzpunkte: Während des Schulfestes am Samstag hat die Gesamtschule Waldschule ihre zahlreichen Facetten präsentiert.

Unter dem Titel „#wirineuropa“ feierten Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern und alle weiteren Mitglieder der Schulfamilie das gemeinsame Lernen, Arbeiten und Leben an und in der Waldschule und zeigten dabei einen unverstellten Blick über den Tellerrand hinaus.

Kurz nach dem Startschuss um elf Uhr begrüßte Lehrerin Carina Schüttert im Namen der Schüler ihres Deutschkurses der achten Jahrgangsstufe sowie ihrer Kollegin und Mitstreiterin Gisela Lechky bei strahlendem Sonnenschein auf der auf dem Schulhof aufgebauten Bühne einige Vertreter des Fördervereins „ROSE (Regionaler Onkologischer Schwerpunkt Eschweiler) am St.-Antonius-Hospital“, um diesen einen durch die Sparkasse aufgerundeten Spendenbetrag von 1500 Euro zu überreichen.

„In unserer Unterrichtsreihe Argumentieren und Diskutieren haben sich die Schüler über das Für und Wider eines Sponsorenlaufs ausgetauscht, die Idee letztlich für gut befunden und anschließend auch in Debatten den Begünstigten ausgesucht. Die Wahl fiel schließlich auf die Krebshilfe in Eschweiler“, so die Pädagogin, die mit berechtigtem Stolz berichtete, dass sich die gesamte achte Jahrgangsstufe der Initiative angeschlossen habe.

Beeindruckt vom Projekt zeigte sich der Fördervereins-Vorsitzende Elmar Wagenbach: „Es ist bemerkenswert, dass sich Schüler mit diesem schwierigen Thema auseinandersetzen, das in der Regel Menschen in späteren Lebensphasen betrifft.“ Worte, denen sich Chefarzt Dr. Peter Staib vorbehaltlos anschloss. „Etwas ähnliches habe ich während meiner Zeit am St.-Antonius-Hospital noch nicht erlebt“, erklärte der Mediziner, der sich weitere gemeinsame Unternehmungen mit den Verantwortlichen der Waldschule vorstellen kann.

Furioser Hip-Hop-Streetdance

Während es auf der Bühne unter anderem Dank der Hip-Hop-Streetdance-Gruppe, dem Songwriter-Chor „Die Waldis“, der Trommler-Gruppe, dem Schulchor, der Schulband sowie zahlreichen weiteren musikalisch, tänzerisch und künstlerisch aktiven Protagonisten „Schlag auf Schlag“ weiterging, präsentierte der von der neuen Schulleiterin Petra Schönwald unterrichtete „Projektkurs Chemie“ der zwölften Jahrgangsstufe im naturwissenschaftlichen Innenbereich der Schule eine Idee der besonderen Art, nämlich die Goethe-Tragödie „Faust“ anhand von chemischen Experimenten darzustellen. „Wir stellen einen chemischen Springbrunnen sowie Garten her und synthetisieren, Stichwort Auerbachs Keller, Rotwein und Bier“, nannte Petra Schönwald, die mit den 13 Schülerinnen und Schülern des Kurses die Teilnahme an der kommenden Chemie-Olympiade ins Auge gefasst hat, einige Programmpunkte.

Grünes Klassenzimmer

Prüfte die Klasse 6a im Rahmen eines Euro-Quiz‘ das Wissen der Mitschüler, kam auch der bereits im Namen verankerte Ökologische Gedanke des Schulkonzepts der Waldschule nicht zu kurz. So laufen im „Grünen Klassenzimmer“ im Außenbereich der Schule die Vorbereitungen, ein Bienenvolk anzusiedeln, auf Hochtouren, wie die Lehrer und Projektleiter Petra Beckmann und Patrick Frenkel berichten. Gegen Ende des Monats werden die Imker Wolfgang Zylus und Guido Dondorf der Schule einen sogenannten „Ableger“ mit etwa 2000 Bienen samt Königin zur Verfügung stellen, aus dem bis zum kommenden Frühjahr ein neues Volk mit rund 50.000 Bienen entstehen soll.

„Momentan instruieren wir noch die Lehrer“, erklärte Wolfgang Zylus, der gemeinsam mit Guido Dondorf die Schule auch in fernerer Zukunft unterstützen möchte. „Ein derartiges Projekt muss auf Jahre hinaus angelegt werden“, sind sich Imker, Lehrer und Schüler einig.

 

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