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„Schule trifft Wissenschaft“: Teilnehmer sammelten viele Erfahrungen

Von: jlm
Letzte Aktualisierung:
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Das Team Pro 8 (v.l.): Miriam Aldenhoven (Projektkoordinatorin), Maren Fuhre (Schülerin), Tim Tappert (wissenschaftlicher Mitarbeiter FH Aachen), Martina Klocke (Professor FH Aachen), Kevin Mann (Schüler), Ralf Sander (wissenschaftlicher Mitarbeiter FH), Klaus-Peter Kämper (Professor FH Aachen), Stephan Polte (Teamcoach), Brigitte Capune-Kitka (Vorsitzende von ANTalive) und Yunus Gül (Fachcoach).

Eschweiler. Maren Fuhre, Schülerin des Inda-Gymnasiums, und Kevin Mann, 17 Jahre alt, von der Gesamtschule Waldschule, erlebten in den vergangenen Monaten eine ganz besondere und vor allem spannende Zeit. Gemeinsam mit anderen Schülern nahmen sie an dem Wettbewerb „Schule trifft Wissenschaft“ teil.

Genauer hieß das Projekt „Pro 8 – Lösung eines Industrieprojektes“, zu dessen Preisverleihung der Robert-Bosch-Stiftung sie jetzt nach Berlin reisten. Brigitte Capune-Kitka, Vorsitzende des Vereins ANTalive, und Kevin Mann erzählen von dem Projekt und den vielen Erfahrungen, die dort gesammelt werden konnten.

Was genau ist ANTalive?

Brigitte Capune-Kitka: Vor genau fünf Jahren wurde ANTalive ins Leben gerufen. Die Waldschule gilt dabei sozusagen als Gründerschule in Eschweiler. Mittlerweile nehmen 24 Schulen aus der Städteregion und dem Kreis Düren an ANTalive teil. Dabei profitieren wir sehr stark von der Zusammenarbeit mit der FH Aachen/Jülich und der RWTH. Unsere Schüler nehmen unter anderem an den „CAD – Blockpraktika“, als Einstieg in die Ingenieurswissenschaften oder auch an Camps und Workshops im Bereich Mathematik teil. Wir wollen den Schülern Einblick bieten, damit sie eine klare Vorstellung haben, was sie später erwartet.

Schulleiter Joachim Herzog: Seit einigen Jahren bieten wir vielfältige Angebote an, die von den Schülern als gewinnbringend eingeschätzt werden. Dabei ist uns die praktische Durchführung wissenschaftlicher Tätigkeiten wichtig, angewandte Projekte, was in der Schule so oft nicht möglich ist. Die Schüler sollen Probleme lösen. Dabei kann auch die Berufs- bzw. Studiums-Wahl beeinflusst und die Hemmschwelle „Uni“ oft überwunden werden.

Wie lautete das Projekt bzw. die Aufgabe?

Brigitte Capune-Kitka: Seit vier Jahren nehmen wir an diesem Projekt teil. Damals haben wir mit einer Schülergruppe angefangen, in diesem Jahr waren es drei Gruppen mit je acht Schülern. Dabei sollten die Schüler innerhalb einer Woche eine Aufgabe lösen, die von der Industrie gestellt wurde. Die Schüler-Teams traten im Wettbewerb gegen Maschinenbau-Studenten höherer Semester an. Coaches von der Fachhochschule Sozialwissenschaften und der Fachhochschule für Maschinenbau standen den Schülern zur Seite.

Kevin Mann: Wir sollten etwas machen, was den Studiengang veranschaulicht, woran die Studenten selber arbeiten können, was sie interessiert und was die FH und den Fachbereich 8 gut präsentiert. Dann wurden wir in verschiedene Schüler- und Studentengruppen eingeteilt, um gegeneinander anzutreten. Zuerst machten wir einen Plan, wie wir vorgehen und dann sammelten wir erste Ideen für unser Produkt. Tag für Tag kamen wir voran und stellten ein genaueres Produkt her, das wir dann am Ende einer Jury vorstellten. Wir entwarfen einen Roboter, den die Studenten selbst in der FH herstellen können. Er besteht aus einem auswechselbaren Greifarm, verschiedenen Fortbewegungsmitteln (zum Beispiel Ketten oder Beinen) und aus einer Wanne, in der sich die Elektronik und Sonstiges befindet. Man kann ihn in verschiedenen Situationen nutzen, wie zum Beispiel in Erdbebengebieten oder in der Lagerarbeit.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Brigitte Capune-Kitka: Die Schüler erhielten die Möglichkeit, mit Wissenschaftlern gemeinsam zu arbeiten und wurden dabei wie Gleichgestellte behandelt. Außerdem hatten Schüler und Studenten die gleiche Aufgabe, was sehr spannend war. Ebenfalls nahmen nicht nur Jungen an diesem Projekt teil, sondern im Gegenteil auch sehr viele Mädchen.

Kevin Mann: Für mich war das Besondere, dass wir innerhalb der Woche zu einem Team wurden, aber was mir am meisten gefiel, war, dass wir durch die praktische Arbeit einen guten Einblick in den Beruf des Ingenieurs hatten.

Welche Ziele sollen mit dem Projekt erreicht werden?

Brigitte Capune-Kitka: Die Schüler erwerben Erfahrungen im Arbeiten in Teams und im ingenieurswissenschaftlichen Arbeiten. Sie können für Naturwissenschaften und Technik begeistert werden, ihre theoretischen Kenntnisse praktisch anwenden, ein Projekt gemeinsam entwickeln und alles bis hin zur Präsentation selbst planen. Sie erhalten so vertiefende Eindrücke in das Berufsleben.

Kevin Mann: Ich wollte mich selbst gut einbringen und etwas über den Beruf erfahren.

Wie empfandest du die Zusammenarbeit mit den anderen Schülern und den Wissenschaftlern?

Kevin Mann: Ich empfand es als gut, da ich unter anderem viel über technische Sachen und Präsentation gelernt habe. Zudem waren die Leute nett und hilfsbereit. Ich empfinde es noch heute als eine Bereicherung.

Welche Erfahrungen konntest du dort sammeln?

Kevin Mann: Ich konnte viel über den Beruf erfahren. Es war insgesamt interessant, da man im normalen Schulalltag nicht so eine Chance hat, sich mit Schülern auszutauschen, die sich auch außerschulisch weiterbilden wollen.

Hat dich diese Zeit beeinflusst, bezogen auf deine mögliche berufliche Zukunft?

Kevin Mann: Mir hat es insofern geholfen, dass ich den Beruf nicht mehr in Erwägung ziehe. Ich will eher in dem mathematisch-informatischen-Bereich arbeiten. Doch wer als Schüler den Beruf des Ingenieurs in Erwägung zieht, sollte sich für Pro 8 bewerben, um den Beruf näher kennenzulernen.

Wie empfandest du die Preisverleihung und die Zeit in Berlin?

Brigitte Capune-Kitka: Die Schüler, die Coaches und die Professoren wurden zunächst eingeladen. Dann wurden zwei Schüler ausgelost. Die Stiftung übernahm die Kosten für den Flug und das Hotel. Alles in allem war die Preisverleihung eine sehr feierliche Geschichte.

Kevin Mann: Ich fand es schön und lustig, da die Gruppe gut zusammen passte. Durch den Ausflug habe ich Berlin anders kennengelernt. Man lernte sehr viele neue Leute kennen, konnte sich untereinander austauschen und Freundschaften schließen. Zudem war das Besondere, dass ich noch nie auf einer Preisverleihung war und man als Schüler selten eine solche Gelegenheit bekommt. Man hat auch etwas über andere interessante Projekte erfahren, wie zum Beispiel aus Karlsruhe und Ludwigshafen.

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