Schützen trotzen selbst defektem Reifrock

Von: Laura Beemelmanns
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Links, zwo, drei... Den traditionsbewussten Schützenbruder schreckt selbst ungemütliches Wetter nicht von einem Fußmarsch durch die Indestadt ab. Eines darf dabei jedoch nicht fehlen: die klingende und fröhliche Musik der Spielmannszüge. Foto: Laura Beemelmanns
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Sie allesamt stellten sich Wind und Wetter: Nach dem Gottesdienst zur Proklamation der Majestäten machte sich der Zug auf den Weg ins Pfarrheim der St.-Michael-Kirche in der Steinstraße, um Mitglieder zu ehren.

Eschweiler. Mit wehenden und zum Teil durch Folien vorm Regen geschützten Fahnen zogen die 14 Bruderschaften mitsamt Bezirksvorstand um Dieter Woche am Tag der Schützen durch die City. Lange hatte man ihr Spiel nicht gehört, doch als es nun wieder vom Marktplatz über die Inde- und Englerthstraße bis hin zur Steinstraße erklang, wagten sich die ersten Ohren lauschend aus den Fenstern, die ersten neugierigen Zuschauer auf die Straße.

Zwar fühlten sich die besagten ersten Schritte noch recht beschwerlich an, da es nach dem Gottesdienst in der warmen und trockenen St.-Peter-und-Paul-Kirche auf dem Markt gleich raus in die Kälte ging, doch das schreckte weder die frisch proklamierten Majestäten um Bezirkskönig Timo Becker mit Ehefrau Alexandra und Jungschützenprinz Pascal Krieger der St.-Blasius-Schützenbruderschaft Kinzweiler noch Bezirksschülerprinz Marvin Cremer der St.-Rochus-Bogenschützenbruderschaft Hücheln-Wilhelmshöhe davor ab, sich Wind und Wetter zu stellen. Allerdings gab es auch Verbesserungsvorschläge: „Das nächste Mal machen wir das im Sommer“, schallte es scherzhaft aus den Reihen der Traditionsvereine.

Mit einem Streifenwagen an der Spitze und klingendem Spiel rüttelten sie die gesamte Indestadt wach und genossen ihren Auftritt, wenngleich der eine oder andere ein wenig fror, die Stange eines Reifrocks dem Ganzen nicht mehr Stand hielt und sich – insbesondere bei den wallenden Damenkleidern – die Nässe langsam vom Fuß bis in die Kleidung zog.

Da waren die vielen Schützen der Vereine St. Blasius Kinzweiler, St. Hubertus Oberröthgen, St. Hubertus Bergrath, St. Sebastianus Dürwiß, St. Sebastianus Mitte, St. Sebastianus Hehlrath, St. Longinius Ost, St. Barbara und St. Sebastianus Pumpe-Stich, St. Georgius und St. Jöris, St. Rochus Röthgen, St. Sebastianus Nothberg, St. Sebastianus Weisweiler, St. Rochus-Bogen Hücheln-Wilhelmshöhe und die Ambrosius Schützen Hücheln froh, als sie ihr Ziel erreicht hatten: Das Pfarrheim der St.-Michael-Kirche in der Steinstraße. Dort trafen sie alle nach einem rund 45-minütigen Fußmarsch ein, wärmten sich auf und begaben sich auf die Suche nach einem Sitzplatz. Das gestaltete sich gar nicht so leicht. Denn nur zwei Bruderschaften hatten offizielle Angaben zur Teilnehmerzahl gemacht. Kein Problem für Dieter Woche, er freute sich über ein Pfarrheim, das aus allen Nähten platzte. Der Tag endete mit vielen Ehrungen, Orden und Urkunden. Lesen Sie mehr darüber in einer unserer nächsten Ausgaben.

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