Schülerzeitung „Tintenklecks”: Lernen kann Spaß machen

Von: Theres Dickmeis
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Stolz stellen die „Tintenkleckse” der Grundschule Kinzweiler ihr erste Schülerzeitung vor. Die neue Wand des Musikraums wurde in den Rätseln und Geschichten oft aufgegriffen. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. Es muss schon etwas Besonderes sein, wenn Schüler freitags in der 6. Stunde motiviert und begeistert arbeiten. Für die Grundschüler der Katholischen Grundschule Kinzweiler ist das selbstverständlich. Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft treffen sich neun Schüler der dritten Jahrgangsstufe wöchentlich, um als Redaktionsteam die erste Schülerzeitung der Schule zu entwerfen.

Mit der aktuellen Ausgabe des „Tintenklecks” bewerben sie sich jetzt beim 30. Schülerzeitungswettbewerb der Sparkasse.

Lehrerin Marion André leitet die Arbeitsgemeinschaft und ist von der Zusammenarbeit und dem Engagement ihres kleinen Redaktionsteams begeistert. „Die Schüler hatten von der ersten Stunde an Ideen. Ich bin überrascht, dass sie jede Woche in der 6. Stunde mit viel Freude und Motivation so gut arbeiten”, lobt die Pädagogin.

Bevor die Arbeit an der Zeitung beginnen konnte, erklärte sie den angehenden Journalisten den Ablauf in einer Redaktion - von der Themensuche und Recherche bis hin zum Druck. „Wir haben gemeinsam verschiedene Zeitungen durchblättert und die Schüler haben den Aufbau schnell verstanden. Die Rubriken unserer Zeitung haben sie dann frei gewählt”, betont Marion André.

„Aus einer Vielzahl von Ideen konnten wir Themen aussuchen, die alle Schüler dieser Schule interessieren.” Darunter zählen viele Rätsel und Geschichten sowie Interviews mit Direktor Gerd Schnitzler, Hausmeister Ralf Linzen und sogar Fußballprofi Simon Rolfes. „Interviews haben wir lange besprochen und jeder wusste genau, worauf er achten musste”, erklärt die Lehrerin.

Jedes Redaktionsmitglied habe zudem einen Redaktionsausweis, der die Motivation für Interviews steigerte. Ein weiterer Anreiz war der erste Umgang mit der Technik. „Selbständig am Computer zu arbeiten ist schon etwas Besonderes. Viele haben bereits das Einfügen von Bildern gelernt.” Und obwohl der Spaßfaktor immer im Vordergrund stehe, haben die kleinen Journalisten fächerübergreifend auch für Deutsch und Sachkunde gelernt.

Vor allem aber fördert die Arbeit die Kreativität, die den „Tintenklecks” zu einer bunten und künstlerisch gestalteten Zeitung macht. Ein Teil der Jung-Redakteure zeichnete die Bilderrätsel selbst.

Jetzt erhofft sich das Redaktionsteam eine positive Rückmeldung vom Schülerzeitungswettbewerb der Sparkasse. „Eine Schülerin hatte die Idee, dass wir teilnehmen könnten. Natürlich war der Wettbewerb nochmals ein kräftiger Motivationsschub”, unterstreicht Marion André.

Und da die Schülerzeitung auch eine Schülerzeitung bleiben sollte, hat die Lehrerin ihre Redakteure unterstützt, nicht jede Formulierung und jedes Bild verbessert. „Es ist schön, dass Marion André die Kinder so viel selber machen ließ. Die Zeitung zeichnet sich dadurch als gute erste Ausgabe aus”, sprach Schuldirektor Gert Schnitzler der Arbeitsgemeinschaft ein großes Lob aus.

Und die Rückmeldung der angehenden Journalisten? Für die nächste Ausgabe des „Tintenklecks” haben sich alle mit großer Begeisterung bereit erklärt wieder ihr Bestes zu geben. Lernen kann also doch Spaß machen.
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