Eschweiler - Schülerprojekt zum Thema Altersarmut im Rathausfoyer

Schülerprojekt zum Thema Altersarmut im Rathausfoyer

Von: kf
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Christoph Köhler (19) und Katrin Reimann (18) hatten die Idee für die Ausstellung „Alt, reich und glücklich?!“, die zur Zeit im Rathausfoyer zu sehen ist. Foto: Katrin Fuhrmann

Eschweiler. Muss ich im Alter Pfandflaschen sammeln, um über die Runden zu kommen? Was muss ich tun, um nicht von Altersarmut betroffen zu sein? Und wie fühlen sich eigentlich Frauen, die von der Altersarmut betroffen sind? Diese Fragen haben sich Schüler der Mittel- und Oberstufe des Berufskollegs für Gestaltung und Technik der Städteregion Aachen im Rahmen ihrer Ausbildung zum gestaltungstechnischen Assistenten gestellt.

Mehrere Wochen haben sich Christoph Köhler (19) und Katrin Reimann (18), die das Projekt geleitet haben, gemeinsam mit 50 Mitschülern mit dem Thema Altersvorsorge auseinandergesetzt. Dann wurde es knifflig. Gemeinsam überlegten die Schüler wie sie ihre Ideen und Ergebnisse am besten präsentieren können. Die Idee, das Thema in einer Ausstellung aufzugreifen, war schnell getroffen.

Anlässlich des Weltfrauentags wurde die Ausstellung unter dem Titel „Alt, reich und glücklich?!“ jetzt im Rathausfoyer eröffnet.

Die Schüler entwickelten Fotos, Zeichnungen und Cartoons, auf denen sie darstellen, vor welchen Probleme vor allem Frauen im Alter stehen. Ein Bild zeigt zum Beispiel eine Frau die bettelt, auf einem Cartoon ist eine Frau zu sehen, die der Altersarmut den „Stinkefinger“ zeigt.

Die Werke sollen deutlich machen, wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit der Altersvorsorge zu beschäftigen. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung, die von Sigrid Harzheim, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eschweiler, organisiert wurde, gaben die Berufsschüler einen Einblick in den Entstehungsprozess der Ausstellung.

Reimann erzählte, dass sie sich im in ihrem Umfeld umgeschaut- und dabei festgestellt habe, wie viele arme Menschen es gibt. „Das macht mich traurig und wütend. Ein Bekannter hat sein ganzes Leben gearbeitet und kann jetzt im Alter nicht einmal von seiner Rente leben“, sagt sie. Der Bekannte von Reimann ist kein Einzelfall, wie Agnes Zollorsch vom Deutschen Sozialverband weiß. Sie machte in ihrem Vortrag zum Thema „Frauen und Rente“ deutlich, dass Altersarmut vermeidbar wäre.

Die prekären Beschäftigungsverhältnisse müssten abgeschafft werden, weil sie Frauen oft zu Multijobbern machten. Außerdem bräuchte Deutschland ein verlässliches Rentenniveau und ein bedingungsloses Grundeinkommen. Vor allem aber müsste man immer wieder auf das Thema Altersarmut aufmerksam machen, um zu zeigen, dass es überall jemanden gibt, der davon betroffen ist. Die Ausstellung der Schüler sei eine gute Möglichkeit, Menschen für das Thema zu sensibilisieren.

Die Werke der Schüler sind bis einschließlich Freitag, 17. März zu sehen.

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