Schüler setzen Ausrufezeichen gegen die Ausbeutung

Von: kaba
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Ein Ausrufezeichen gegen Ausbeutung. Bei der deutschlandweiten Aktion zum Welttag gegen Kinderarbeit setzten die Schüler und Lehrer der Bischöflichen Liebfrauenschule gemeinsam ein Zeichen. Foto: Katja Bach

Eschweiler. Ein Ausrufezeichen gegen Ausbeutung. Die Schülerinnen und Schüler der Bischöflichen Liebfrauenschule (BLS) und deren Lehrerinnen und Lehrer haben am vergangenen Montag ein Zeichen gegen Kinderarbeit gesetzt. Am Welttag gegen Kinderarbeit nahmen sie an einer deutschlandweiten Initiative der Kindernothilfe teil und machten aufmerksam auf die Problemlage in vielen Ländern.

Begonnen hatte die Fokussierung auf das Thema Kinderarbeit in den 8. Klassen, die sich in ihren Kursen Geschichte-Politik dieser Problematik angenähert hatten. „Die Kindernothilfe stellt viele Materialien zur Verfügung. Auch in diesem Kurs habe ich damit gearbeitet“, teilte Lehrerin Rita Weiskorn mit und so kam es, dass die Jungen und Mädchen im Unterricht recherchierten und schließlich Präsentationen und Plakate zur Lage der Kinderarbeit in verschiedenen Ländern erstellten.

Ausstellung im Neubau

Dabei blieb das Thema nicht nur eine kursinterne Angelegenheit, denn die Schülerinnen und Schüler aus den Diff II Kursen gaben ihre Erkenntnisse auch an andere Mitschüler weiter. Zudem erstellten sie eine kleine Ausstellung mit Bildern und Plakaten, die derzeit im Neubau der Schule zugänglich ist. Damit erfüllen die Liebfrauenschüler ein Anliegen der Kindernothilfe, denn „unser Ziel ist es, dass die Schüler sich Gedanken machen. Dass sie über Kinderarbeit Bescheid wissen und überlegen, was das mit ihrem eigenen Leben zu tun hat“, erklärte „Action Kidz“ Koordinator der Kindernothilfe Malte Pfau.

Die Kindernothilfe leitet verschiedene Projekte. Jedes Jahr wird zum Welttag gegen Kinderarbeit eine neue Aktion gestartet, um die Menschen zu sensibilisieren. Zudem setzen sich im Rahmen von „Action Kidz“ viele Kinder und Jugendliche das ganze Jahr über für Kinder ein, die unter Kinderarbeit leiden. „Die Kinder und Jugendlichen machen Spendenläufe, verkaufen Backwaren oder Ähnliches, um mit ihren Einnahmen die Projekte zu unterstützen.“

Daran beteiligte sich nun auch die BLS. Während sie gemeinsam als Schule ein Ausrufezeichen gegen Ausbeutung bildete, nahmen die Achtklässler der Geschichte- Politikkurse von Rita Weiskorn und Ines Pieper-Janosa im Anschluss daran am Workshop von Malte Pfau teil und verkauften in der zweiten großen Pause selbstgemachtes Gebäck, dessen Erlös an die Kindernothilfe geht.

Lob für Schüler und Lehrer

„Oft merken wir, dass es eine Bereicherung für die Schülerinnen und Schüler ist, sich sozial zu engagieren. Die Jugendlichen wissen, dass es in der Welt zahlreiche Probleme gibt, denen man eventuell hilflos gegenübersteht und oft ist es dann gut zu sehen, dass man ein konkretes Projekt unterstützten und Fortschritte erkennen kann“, so der „Action Kidz“-Koordinator. Und so gibt es auch an der Liebfrauenschule viele Schüler, die sich gerne sozial engagieren, was auch Schulleiter Carsten Gier immer wieder beeindruckt.

Er spricht sein Lob allerdings auch den Lehrerinnen und Lehrern aus, die sich neben dem regulären Unterricht immer wieder für die Schule, die Schüler und eine bestimmte Sache einsetzen. In diesem Fall für ein Ausrufezeichen gegen Ausbeutung.

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