Schüler fühlen Lokalpolitikern kräftig auf den Zahn

Von: cheb
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Organisatoren, Lehrer, Schüler und Politiker freuen sich auf spannende Wochen. Foto: Christian Ebener

Eschweiler. Lokalpolitik? Das ist für Jugendliche oft ein schwieriges, trockenes Thema, denn die zahlreichen Ausschüsse und Sitzungen wirken doch auf den ersten Blick eher trocken. Dass dahinter aber auch eine Menge spannender Arbeit steckt, können 18 Schüler in den kommenden Wochen wieder aus erster Hand erfahren.

Im Rahmen des „KidS-Projekts“ lernen die Kinder der weiterführenden Schulen der Indestadt die Arbeit von jeweils zwei Politikern in den nächsten acht Wochen kennen. Für je vier Wochen begleitet jeder Schüler einen zugelosten Lokalpolitiker, dabei sind alle Fraktionen vertreten. Minimum zwölf Termine – in Ausschüssen, Außenterminen und Ratssitzungen – absolvieren sie dann gemeinsam mit ihren Mentoren und bekommen so einen exzellenten Einblick in die Arbeit vor Ort.

Bei der Auftaktveranstaltung begrüßte Stadtkämmerer Stefan Kaever die Politiker, Schüler und Lehrer und bedankte sich auch bei den zukünftigen Mentoren für ihren Einsatz.

Auch dabei waren Christian Kolf, Sevil Uzungelis und Olaf Tümmler von der Jugendarbeit der Stadt, die bei der Organisation tatkräftig mitgeholfen haben und sich freuten, dass man auch die Laufzeit des Projekts bei seiner dritten Umsetzung auf acht Wochen verlängern konnte. Dabei betonte Kaever auch das Engagement der Kinder und machte darauf aufmerksam, dass sich die „Beteiligung auch in einer Bewerbung nicht schlecht macht“.

Im Ratssaal der Stadt erhielten die Schüler von den Amtsmitarbeiterinnen Désirée Dickmeis und Lisa Jahn bei einer interessanten Präsentation einen ersten Eindruck von den Strukturen und Aufgaben der Lokalpolitik. Dabei ging es um die Rechtsgrundlage und auch die Möglichkeiten, um die sich Städte und Gemeinden kümmern müssen.

Jede Menge Fragen

Danach sollte es aber auch schon in die direkten Gespräche gehen: Nach der kurzen Auslosung sortierten sich die Schüler mit ihren Mentoren und konnten ihre ersten Fragen auf die Experten loslassen. „Wie werden neue Ideen bearbeitet? Wie sieht die Fraktionsarbeit aus? Was passiert bei den Ratssitzungen?“ Die Ratsmitglieder hatten direkt einiges zu erklären, bevor man die Kontaktdaten austauschte, erste Termine festlegte und sich schließlich in den Abend verabschiedete.

Im November erfolgt dann eine Wechselveranstaltung mit neuer Auslosung und am 14. Dezember findet schließlich, einen Tag nach der letzten Ratssitzung des Jahres, auch die Abschlussveranstaltung statt. Dort können dann Mentoren und Schüler die letzten Wochen Revue passieren lassen.

Für die Lehrer ist das zudem die perfekte Möglichkeit, die Ausflüge ihrer Schüler in den Unterricht einzuarbeiten und so auch den Mitschülern zu vermitteln, was Kommunalpolitik eigentlich alles bedeutet.

Aus Erfahrung kann Christian Kolf von der Mobilen Jugendarbeit sagen, dass sich schnell herauskristallisiert: „Beteiligung ist keine Hürde!“. Viele der Teilnehmer werden so auch ermutigt sich selbst zu engagieren, sei es in Parteien oder auch ehrenamtlich. Besonders die Außentermine erweisen sich dabei oft als lehrreich und interessant für die Teilnehmer und so warten auf sie jetzt acht mehr als spannende Wochen mit jeder Menge neuer Erkenntnisse aus der Welt der Politik.

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