Eschweiler - Schüler feiern ihren Abschied im „Abikini“

Schüler feiern ihren Abschied im „Abikini“

Von: ran
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Abikini
Beim Beach-Soccer eine Klasse für sich: Die Pauker Winfried Brinkhues (links) und Stefan Keutgen verbanden Technik und Gewandtheit mit der notwendigen Portion körperlicher Härte, um sich gegen die Schüler glücklich, aber nicht ganz unverdient durchzusetzen. Foto: Andreas Röchter
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Ließen es beim Abischerz ein ganz klein wenig krachen: die Beinahe-Reifezeugnis-Inhaber der Bischöflichen Liebfrauenschule feierten ausgelassen auf dem Schulhof. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Nach (größtenteils und mindestens) zwölf Jahren voller Halb- und später Ganztagsvergnügungen im Zeichen von Deklinationen, Konjugationen, Interpretationen, Atomen und Molekülen sowie Algebra- und Infinitesimalberechnungen, beginnt für rund 100 Beinahe-Reifezeugnis-Inhaber der Bischöflichen Liebfrauenschule in sehr wenigen Tagen, Monaten oder Jahren zum gefühlt 26. Mal und nun aber „allerendgültigst“ der Ernst des Lebens.

Klar, dass die jungen Menschen vor diesem Ereignis noch einmal in ruhiger und sachlicher Form zusammenkamen, um das zurückliegende Jahrzehnt Revue passieren zu lassen und unter der Überschrift „Abikini, ganz schön knapp aber passt schon“ ihre Lieblingspauker, Mitschüler und weitere Personen (per Wasserpistole) im Wortsinn nass zu machen. Der Abischerz war angesagt!

Dazu hatten die Abiturienten den Schulhof kurzerhand in eine Strandlandschaft verwandelt. Als dann am Dienstagmorgen gegen 9.30 Uhr auch noch Musik in relativ heftiger Lautstärke vom Schulhof in die Klassenräume drang, hieß die Devise für so manchen Lehrer „untertauchen“, während die Schülerschaft gedanklich ihre Flip-Flops hervorkramte und den Weg in Richtung Partymeile einschlug.

Flossenrennen auf dem Hof

Dort angekommen, wurden sie von den Jahrgangsstufenleitern Hildegard Gerhards und René Schippers in Empfang genommen. Das Lehrerduo tat das, was es eigentlich immer tut. Nämlich die Schüler mit Wohltaten, sprich Wassereis, zu überschütten. Kurz darauf riefen die Moderatoren Carolin Cepuran und Florian Plum mit Francesco Romano und Willy Jung, seines Zeichens „bester Frauenfußballtrainer der Welt“, zwei Lehrer vor die Bühne, die ihre Stärken vor allem auf den ersten Metern haben und diese nun beim Flossenrennen unter Beweis stellen sollten.

Dabei erwies sich Willy Jung tatsächlich als frauenfußballgestählt: Ein kleiner Schubser im richtigen Moment und hinter dem Rücken des Schiedsrichters, und schon war der entscheidende Vorsprung herausgeholt, den sich der Deutsch- und Geschichtsspezialist nicht mehr nehmen ließ.

„Britische Härte“

Ebenfalls als mit allen Wassern gewaschen erwiesen sich Winfried Brinkhues und Stefan Keutgen, die beim Beachsoccer nicht nur erkennen mussten, wie lang zwei Mal zwei Minuten sein können, sondern auch den Schülern auf der gegnerischen Seite in puncto Technik, Körperbeherrschung und „britischer Härte“ eine kleine Lehrstunde erteilten und schließlich als glückliche, aber nicht ganz unverdiente Sieger den Platz beziehungsweise Strand verließen. Aus Sicht der Schüler war nun natürlich Revanche angesagt. Und diese sollte beim Beach-Ball (Softtennis) erfolgen.

Das gemischte Schüler-Doppel Charlotte und Julian ließ dem Lehrer-Duo Carolina Mirsch und Lars Sonntag so gut wie keine Chance. Die Behauptung, dass das von Abiturienten während des Matches gebildete Netz in dem einen oder anderen entscheidenden Moment den Kopf eingezogen habe, muss dagegen in die Welt der Gerüchte verwiesen werden.

Anschließend trat Hildegard Gerhards auf die Bühne, um ihren Kollegen Edelgard Sonanini und Christopher Hall als Quizmasterin auf den Zahn zu fühlen. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass die Jahrgangsstufenfahrt offenbar den ungewöhnlichen Weg über Kroatien zum Gardasee genommen hat und das Alter der beiden Jahrgangsstufenleiter zusammengezählt ungefähr 97 minus zwei betragen muss.

Zäh verhandelt

Dann bog der Abischerz auf die Zielgerade ein: Zunächst wurden die Fußballhelden auf die Bühne gebeten, die im traditionellen Duell zu Jahresbeginn den Kickern des Städtischen Gymnasiums eine durchaus als empfindlich zu bezeichnende Niederlage zugefügt hatten, bevor Moderator Florian Plum nicht nur in den Augen der zukünftigen Abiturienten sein Meisterstück ablieferte.

In zähen Verhandlungen gelang es ihm, der Schulleitung mit Bert Schopen und dessen Stellvertreter Carsten Gier einen Kompromiss abzuringen. Statt wie vom Schüler des Abschlussjahrgangs vorgeschlagen, den Unterricht nach der sechsten Stunde zu beenden, zog Bert Schopen noch ein As aus dem Ärmel und erhöhte auf „nach der fünften Stunde“!

Der Rest war Jubel! Und Geschenke: Denn Hildegard Gerhards und René Schippers erhielten die ersten Ausgaben der Abizeitung zum sensationellen Preis von „ömmesöns“.

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