Schon eine Kleinigkeit reicht, um den Knochen zu brechen

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Milchglas
Wer im Alter seine Knochen stärken will, sollte Milch trinken. Darauf deuten Untersuchungen amerikanischer Forscher an über 300 Senioren hin. Kalziumtabletten allein würden ohne eine insgesamt ausgewogene Ernährung das Skelett kaum stärken, betont das Team. Dazu reiche aber beinahe schon eine Tasse fettarme Milch am Tag aus. Foto: ddp

Eschweiler. Beim 34. Medizinforum unserer Zeitung am Mittwoch, 28. Oktober, spricht ein Expertenteam über Erkennung und Behandlung der Osteoporose. Beginn ist um 19 Uhr im Talbahnhof. Das Thema soll an diesem Abend aus orthopädischer, unfallchirurgischer, krankengymnastischer und rehabilitationsmedizinischer Sicht dargestellt werden.

Die verschiedenen stadiengerechten Behandlungskonzepte werden von niedergelassenen und Krankenhaus-Ärzten erklärt. Auf dem Podium: Professor Dr. Carl-Johannes Schuster, Internist und Kardiologe und Leiter unserer Medizinforen, Dr. Werner Birtel, Chefarzt der Unfallchirurgie am St.-Antonius-Hospital, Dr. Eberhard Schneider, Chefarzt der Rehabilitation am St.-Antonius-Hospital, Dr. Oliver Heiber, Arzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie am St.-Antonius-Hospital, Dr. Marlies Plum-Schunk, Ärztin für Orthopädie und Rheumatologie, Bettina Müller-Averdung, Ökotrophologin und Diabetes-Assistentin am St.-Antonius-Hospital, Ursula Herbke, Sportlehrerin/Therapeutin am St.-Antonius-Hospital.

Zunächst keine Symptome

Haben die Patienten mit Osteoporose bereits Knochenbrüche erlitten, so spricht man von einer manifesten Osteoporose. Häufig war vor dem ersten Knochenbruch die Erkrankung noch gar nicht bekannt, da die Osteoporose zunächst keine Symptome zeigt.

Eine messbare Osteoporose findet sich bei 30 Prozent der Knochenbrüche in höherem Lebensalter. Die jährliche Wahrscheinlichkeit einen Bruch zu erleiden liegt für Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahre bei 1,9 Prozent. Männer haben hier mit 0,7 Prozent einer weniger als halb so hohes Risiko.

Die jährliche Wahrscheinlichkeit einen Wirbelkörperbruch zu erleiden liegt bei Frauen in der o. g. Altersgruppe bei 1,0 Prozent.

Das Besondere am osteoporotischen Bruch ist, dass es hierzu keines Verletzungsmechanismus mit einer starken Krafteinwirkung auf den Knochen bedarf, sondern geringe Krafteinwirkungen ausreichen den Bruch herbeizuführen. Der Unfallchirurg spricht hier von einer pathologischen Fraktur, da ein Bagatelltrauma ausreichte, den vorgeschädigten Knochen zu brechen.

Lebensqualität deutlich geringer

Für den Patienten entsteht in der Regel eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität. Die operative und konservative Therapie stellt häufig hohe Anforderungen an den behandelnden Unfallchirurgen.

Moderne Implantate helfen heute den gebrochenen und „geschwächten” Knochen zu stabilisieren. Häufig ist aber auch eine Versorgung mit einer Endoprothese erforderlich.

Patienten mit Wirbelkörperbrüchen leiden nicht selten an starken Schmerzen. Kann hier die moderne Schmerztherapie nicht mehr helfen, steht heute das Verfahren der Kyphoplastie zur Verfügung. Bei dieser minimalinvasiven-operativen Therapie werden Wirbelkörperbrüche durch das Einbringen von Zement aufgerichtet und stabilisiert. Dieser Eingriff wird in Narkose im Rahmen eines kurzstationären Krankenhausaufenthaltes durchgeführt. Bereits am Folgetag nach der Operation geben die meisten Patienten eine deutliche Verbesserung ihres Schmerzbildes an.
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