Eschweiler-Nothberg - Schlussandacht der Nothberger Oktav: Zeichen des Glaubens

Schlussandacht der Nothberger Oktav: Zeichen des Glaubens

Von: Christoph Hahn
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Einzug der Geistlichkeit: Zur Schlussandacht der Nothberger Oktav hatten sich außer Geistlichen (im Hintergrund links mit Chormantel Pfarrer Hannokarl Weishaupt) auch etliche Gläubige aus dem Laienstand eingefunden. Foto: Christoph Hahn

Eschweiler-Nothberg. Zum eindrucksvollen Zeichen des Glaubens wurde die Schlussandacht zur Nothberger Oktav. Vertreter der Geistlichkeit sowie Gläubige aus dem Laienstand erwiesen dabei am Abend des Sonntags in der Kirche St. Cäcilia dem Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes ein vorerst letztes Mal die Ehre und hörten die Predigt des aus Grefrath-Mülhausen bei Viersen angereisten Pfarrers Frank Reyans.

Zu Beginn des Gottesdienstes sangen die Menschen in St. Cäcilia aus voller Brust das Marienlied „Wir ziehen zur Mutter der Gnade“, und bekannten so ihre Wurzeln in jener Frömmigkeit, die auch die Oktav prägt. Auch Pfarrer Hannokarl Weishaupt, der die Andacht leitete, stimmte ähnliche Töne an: „Lasst uns die Fürbitte der Gottesmutter anrufen“, forderte er die Teilnehmer auf. Darüber hinaus behielt er die aktuellen Bezüge im Auge, erinnerte seine Zuhörer an die zeitgleich stattfindende Weihe des neuen Bischofs von Limburg, Georg Bätzing, und begrüßte den Prediger des Abends: „Lieber Frank, ganz herzlich willkommen in St. Cäcilia, dem Gnadenort der Schmerzhaften Gottesmutter!“

Nach der Lesung des Evangeliums vom Guten Samariter durch Kaplan Andreas Züll von St. Peter und Paul bildete die Predigt neben dem Eucharistischen Segen mit der Monstranz durch Pfarrer Weishaupt und der abschließenden Verehrung des Gnadenbildes einen der Höhepunkte der Andacht.

Frank Reyans würdigte das von Papst Franziskus ausgerufene Jahr der Barmherzigkeit, das auch bei der Oktav den Hintergrund der Pilgermessen bildete: „Das war eine geniale Idee, die Barmherzigkeit in den Mittelpunkt eines Jahres zu stellen.“ Damit wollten das Oberhaupt der katholischen Kirche und alle, die ihm folgen, vor allem eines kommunizieren: „Das Selbstverständliche muss neu ins Bewusstsein gerückt werden.“

Was den in Nothberg verlesenen Bericht des Evangeliums in Bezug auf die Selbstverständlichkeiten menschlichen sozialen Handelns betrifft, kann dessen Bedeutung Pfarrer Reyans zufolge nicht hoch genug eingeschätzt werden: „Das ist die Paradegeschichte.“

Das Beispiel des Samariters, sein spontaner Dienst am Menschen in Not, setze ein Beispiel: „Handele aus dem Bauch heraus; lasse dich bis ins Mark treffen“, forderte der Prediger zur Sensibilität dem Mitmenschen gegenüber auf. Neben der sozialen Wirklichkeit nahm der Gast auch die kirchliche Realität unter die Lupe.

Grundsätzlich gelte: „Eine Kirche, die an Jesus Maß nimmt, weiß nicht immer alles im Voraus.“ Muss sie auch nicht unbedingt, denn: „Nicht starre Gesetze, sondern situationsgerechte Entscheidungen helfen weiter.“

Umrahmt wurde die Andacht vom Gesang des Jungen Chors St. Cäcilia. Neben der hohen Qualität des Gesangs fiel dabei die Auswahl der Stücke auf: Nichts Süßliches war dabei und auch nichts viel Gehörtes, sondern vom Charakter eher herbe Werke der Moderne erklangen, keinesfalls aber musikalischer Andachtskitsch.

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