Schluss mit dem Wirrwarr: Stadt poliert Image

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
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Ein Beispiel für das neue Erscheinungsbild städtischer Publikationen: modern, freundlich – und leicht schräg.
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Im Frühjahr verfügbar: die offizielle Eschweiler Stadt-App.

Eschweiler. Zugegeben: Schön war das, was die Stadt bisher so von sich gab, nicht immer. Und das ist nicht inhaltlich, sondern optisch gemeint. Amtliche Schreiben, Briefköpfe, -umschläge, Visitenkarten, Broschüren, Anzeigen, Präsentationen, Flyer, Banner, Beschilderungen – ein kunterbuntes Durcheinander unterschiedlicher Gestaltungsstile, die herzlich wenig miteinander gemein hatten.

Das soll nun anders werden: Corporate Design ist das Stichwort, unter dem die Stadt sich ab sofort gegenüber ihren Bürgern, Besuchern, Wirtschaftsvertretern, Einzelhändlern, Institutionen und anderen Kommunen darstellen will. Corporate Design – das steht für das gesamte, einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens oder einer Organisation.

Dazu gehören neben der Gestaltung der Kommunikationsmittel (vom Schriftzug bis zum Logo) auch die Gestaltung der Geschäftspapiere, Werbemittel, Internetauftritte und ähnliches mehr.

Das einheitliche Erscheinungsbild soll dazu beitragen, die Präsentation der Stadt nach außen hin zu verbessern, sie als Einheit wahrzunehmen und nicht zuletzt die Identifikation der Bürger wie auch Mitarbeiter mit ihrer Stadt zu stärken. Monatelang haben René Costantini, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, und ein kleiner Arbeitskreis aus Kollegen daran getüftelt.

„Mitarbeiter aus allen Abteilungen des Hauses waren an dem Projekt beteiligt“, unterstreicht Bürgermeister Rudi Bertram. Mit dem Ergebnis ist er hochzufrieden. „Das neue Design bietet eine Mischung aus amtlichem und modernem Charakter. Die freundlichen Farben unserer Stadt, eine offene Typografie, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten durch alle Mitarbeiter bei einem optimalen Wiedererkennungswert.“

Auf Althergebrachtes wird dabei nicht verzichtet: Seit über 150 Jahren ist das Wappen in seiner historisch überlieferten Form das Haupterkennungsmerkmal der Stadt und – so betont die Stadt – „garantiert so eine generationenübergreifende Identifikation mit der Stadt Eschweiler“. Das soll auch so bleiben.

Seit fünf Jahren verwendet die Stadt zudem den Slogan „Eschweiler – mit Energie in die Zukunft“. „Kernbegriff ist das Wort Energie. Sie verbindet unsere Vergangenheit mit unserer Gegenwart und unserer Zukunft. Viele Jahre prägten Kohle und Stahl unsere Stadt. Gegenwärtig übernehmen die regenerativen Energien einen immer größeren Anteil an der Energiegewinnung“, heißt es im Rathaus. „Das Wort Energie steht aber auch für die Einstellung der Mitarbeiter im Rathaus und der Menschen in unserer Stadt. Nur durch ihren Einsatz, ihr Engagement, ihre Ideen und Fantasie lassen sich die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte meistern.“

Ab sofort verwendet die Stadt eine Kombination aus historischem Stadtwappen und modernem Logo. Das neue Erscheinungsbild soll sich nicht nur auf Briefbögen, Broschüren, Einladungen, Schreibblöcken, Plakaten und Power-Point-Präsentationen finden, sondern auch auf Werbemitteln wie Kugelschreibern, Regenschirmen und ähnlichem mehr.

Die hat die Stadt bislang äußerst sparsam eingesetzt – aus Kostengründen. Gemeinsam mit René Costantini soll der neue Stadt-Marketingleiter Ralf Wallraff sich Gedanken machen, wie man das Image der Indestadt stärken und Eschweiler zu einer Marke entwickeln kann, deren Logo man gerne mit sich trägt – sei es auf einem Schirm oder einer Einkaufstasche. Eschweiler als Einkaufsstadt, als Musikstadt: „Der Korb ist voller Ideen“, sagt Rudi Bertram, „Die beiden müssen das jetzt voranbringen! Ich verspreche mir da sehr viel von.“

Neue Ideen sind jederzeit willkommen. „Wir brauchen Querdenker, Impulse“, sagt Bertram. Allerdings: „Ich will nicht alle 14 Tage Halligalli in der Stadt haben. Was wir brauchen, sind thematische Höhepunkte, die unser Image positiv prägen.“

Ein Projekt, Eschweiler und seine Vorzüge in die Köpfe der Menschen zu bringen, ist auf den Weg gebracht: An der Indestraße/Einmündung Steinstraße wird eine großformatige, elektronische Anzeigetafel Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen in Eschweiler geben. Ein weiterer Standort wird noch gesucht.

In Arbeit ist auch ein weiteres Projekt: Über eine kostenlose „Stadt-App“ sollen Smartphone-Nutzer demnächst mit Infos zu Bürgerservice, Freizeitangeboten, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurant- und Hotelangeboten und ähnlichem mehr versorgt werden.

Eine darauf spezialisierte Verlagsgesellschaft in Nordhorn, die schon mehrfach für die Stadt aktiv war, ist damit befasst und wird in den nächsten Wochen Eschweiler Unternehmen anbieten, über den kostenlosen Eintrag im Branchenverzeichnis hinaus Anfahrtsskizzen, aktuelle Angebote und anderes einzupflegen. Die für die Stadt kostenneutrale App soll im Frühjahr zum Download bereitstehen.

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