Schleudergefahr: Ölspuren auf den Straßen

Von: Vivien Nogaj
Letzte Aktualisierung:
Oelspur
Um den Ölfilm zu beseitigen waren viele Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr im Einsatz. Foto: Müller
Oelspur
Um den Ölfilm zu beseitigen waren viele Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr im Einsatz. Foto: Müller
Oelspur
Um den Ölfilm zu beseitigen waren viele Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr im Einsatz. Foto: Müller

Eschweiler/Stolberg. Die Feuerwehr ist am Donnerstagmittag zu einem Großeinsatz ausgerückt. Starke Ölspuren hatten sich quer durch die Stadt gezogen. Die Kochsgasse war zeitweise komplett gesperrt. Wahrscheinlich habe ein Lkw die Mengen verloren.

Axel Johnen, Leiter der Feuerwache am Florianweg, erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung: „Um 14 Uhr gingen vermehrt Anrufe bei der Feuerwehr ein: Die Straßen seien spiegelglatt, Öl verdrecke auf vielen Straßen die Fahrbahn, hieß es.“

Betroffen waren vor allem die Hauptstraßen wie die Aachener Straße, die Dürener Straße und die Indestraße sowie mehrere Straßen in Richtung Dürwiß. Auch der Langwahn in Richtung Stolberg war durch Ölspuren verdreckt.

„Bei dem Regenwetter wird die Fahrbahn dann besonders schnell glatt“, sagte Johnen. „Öl und Wasser funktionieren wie Schmierseife.“ Die Folge war unter anderem ein Auffahrunfall mit Blechschaden an der Kochsgasse. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt.

Die Feuerwehr hatte die Straße für Reinigungsarbeiten am Nachmittag komplett gesperrt. Mehrere Helfer streuten dazu Ölbindemittel auf die Spuren, um die Lachen einzudämmen.

„Das Mittel wirkt wie Katzenstreu. Es saugt die Flüssigkeit auf“, erklärte Johnen. Personal der Wirtschaftsbetriebe Eschweiler (WBE) kam mit Kehrmaschinen zur Hilfe und reinigte die Straßen anschließend.

Bis zum Nachmittag stand noch kein Verursacher fest. Einsatzleiter Johnen vermutete aufgrund der Mengen, dass ein Lkw das Öl verloren hat: „Wahrscheinlich ist ein technischer Defekt – eine geplatzte Öl- oder Hydraulikleitung“, sagte er.

Der Einsatz verlief soweit reibungslos, einzige Ausnahme: die Verständnislosigkeit vieler Anwohner. „Einigen Kollegen wurden Schläge angedroht, weil aufgebrachte Anwohner die Straße nicht passieren konnten“, so Johnen. Der Einsatzleiter appelliert an die Bürger: „Wir sind zum Großteil freiwillige Helfer und machen auch nur unsere Arbeit.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert