Schlange stehen in der Aue: Schranke bleibt stur am Boden

Von: Tom Lammertz
Letzte Aktualisierung:

Stolberg/Eschweiler. Drei bis vier Minuten dauert es schon, bis die Motoren der Fahrzeuge nach und nach verstummen. Die Sonnenstrahlen, die es durch die Baumwipfel schaffen, machen das Warten erträglicher.

Doch bei zehn Minuten scheint eine Schmerzgrenze erreicht zu sein. Denn als sich die Wartezeit in den zweistelligen Minutenbereich ausdehnt, reißen gleich dutzendfach die Geduldsfäden.

In Eschweiler-Aue spielt die Szene, dort wo sich fast alle Transportfahrzeuge, die von den Autobahnabfahrten Alsdorf-Hoengen und Eschweiler-West kommen, über die Kreisstraße15 - die Röher- und Phönixstraße - schlängeln, um via Pumpe/Stolberger Straße zu den Stolberger Unternehmen zu gelangen.

Verkehr ruht bis zur „Gabel”

Die Fahrer, die nach elf, zwölf Minuten die Nase voll haben vom Schlange stehen in der Aue, sehen nach dem Wenden das Ausmaß des morgendlichen Staus: Von der Probstei, wo die Euregiobahn auf ihrer Strecke zwischen Stolberg und Eschweiler zum zweiten Mal die Kreisstraße quert, ruht der Verkehr bis zur „Gabel” Röher-/Odilienstraße. Grund: eine „Schrankenstörung”, bedingt durch eine Fehlfunktion der Fahrzeugsensoren am Gleis.

Vermutlich wegen der momentanen Temperaturschwankungen von 3 Grad Celsius in der Nacht bis zu 18 am Mittag hat der Sensor wohl mindestens zweimal gestreikt, wie Birgit Krücken vom Aachener Verkehrsverbund nach Rücksprache mit der Euregio Verkehrsschienennetz GmbH erläuterte.

Demnach hat der Zug Stolberg-Weisweiler um 10.20 Uhr die Schranke schließen lassen; geöffnet wurde sie aber erst wieder vom nächsten Zug in Gegenrichtung - doch der kurz darauf querende Zug aus Stolberg ließ sie wieder fallen.

Zu diesem Zeitpunkt wurde eingegriffen: Die Sensoren wurden vorsorglich ausgetauscht und der verrückten Schrankenschaltung um 10.50 Uhr ein Ende bereitet.
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