Eschweiler - Schlagernacht: Achterbahnfahrt der Extraklasse

Schlagernacht: Achterbahnfahrt der Extraklasse

Von: Stefan Herrmann
Letzte Aktualisierung:
maischlager2_
Ruhrpott-Tornado, der die Frauenherzen höher schlagen ließ: Schlagerstar Jörg Bausch.

Eschweiler. Typisches „Aprilwetter” beim Mai-Club: Erst fegte ein Tornado durch die Halle, dann gab´s Sonnenschein wie auf Mallorca, bevor zu später Stunde der Partypapst höchstpersönlich seinen musikalischen Segen verteilte.

Es war eine Schlagernacht-Achterbahnfahrt der Extraklasse, die der Mai-Club Röhe seinen Gästen da präsentierte.

Pünktlich ging die Fahrt los: Begleitet vom Trommler- und Pfeiferkorps Röhe marschierten die Mitglieder von Eschweilers einzigem Mai-Club in die rappelvolle Mehrzweckhalle. Dem dicken Dankeschön an das scheidende Maikönigspaar Sarah Konrads und Stephan Schieren ließ Mai-Club-Vorsitzender Daniel Asara flugs die Krönung der neuen Maikönigin Niki Lenertz folgen.

Gemeinsam mit Marco Schnürer stellt sie das neue Maipaar. Was folgte, war ein wahrer Blumenstraußregen und Gratulationsmarathon für die Beiden, inklusive offizieller Erlaubnis an Schnürer: „Du darfst die Königin in dieser Nacht verführen!”

Kein Problem, schließlich sind die Beiden nicht nur verliebt, sondern auch verlobt. Fortsetzung folgt. Aber es sollte nicht ihr letzter Bühnenauftritt sein. Dazu später mehr.

Was sich zunächst ankündigte, war eine Popschlager-Unwetterwarnung allerhöchster Stufe. Doch für die gut 300 Feierfreudigen in der ausverkauften Halle kein Grund, die Partygondeln zu verlassen. Tapfer ging es weiter rauf auf der Power-Achterbahn bis zur ersten schwindelerregenden Abfahrt. Und für die sorgte Jörg Bausch. „Wie ein Blitz” lautete sein erster Titel, und ebenso schlug der Ruhrpott-Sänger ein. Es dauerte keine zehn Sekunden, da standen die Mai-Freunde auf Stühlen und Tischen, feierten, klatschten und sangen mit dem Schlagerbarden.

Der ging nicht ein Mal vom Gas, steuerte zielsicher den ersten Looping an und besang ganz „Großes Kino”, bevor er das Publikum mit einem „Tornado” aus seinem gleichnamigen, aktuellen Album durchrüttelte. Kurz streifte der Frauenschwarm „Wie ein Wolf durch die Nacht”, bevor er gemeinsam mit Röhes Maikönigspaar auf der Bühne die Partytauglichkeit als „Cowboy und Indianer” testete.

Am Ende wurde es dem gebürtigen Essener zu heiß. Seine Jacke flog ins Abseits, zwei Zugaben und einen dicken Knutscher gab´s noch einmal auf der letzten Abfahrt, bevor Jörg Bausch das Scheinwerferlicht verließ und die erste Runde auf dem wilden Schlager-Karussel beendete.

„Discofox und Schlager-Power pur” hatte der Mai-Club Röhe den Besuchern angekündigt. „Versprechen eingelöst” konnte der zufriedene Feier-Kunde bereits nach dem ersten Act festhalten. Während Festwirt Michael Esser und seine Crew richtig ins Schwitzen kamen, stand der Sonnenschein der dritten „Deutschland sucht den Superstar”-Staffel bereits vor der Tür. Bei Bohlen & Co. bis unter die letzten Sechs gestürmt, war sie in Röhe von Anfang an die Nummer eins: Anna-Maria Zimmermann macht einfach gute Laune. Berührungsängste kennt die Sängerin nicht, und so hatte sie auch in Eschweiler schnell die Hütte im Griff. „1000 Träume weit (Torneró)”, „Lust am Leben” und das Milva-Cover „Hurra, wir leben noch” - die 21-Jährige ist einfach eine stimmungsgeladene Großwetterlage. Ihre pinken High-Heels schmiss sie schon beim zweiten Song in die Ecke. „Keine Angst, meine Füße sind frisch gewaschen und stinken nicht”, beruhigte sie die Fans in der ersten Reihe. Eigentlich unnötig, denn die lagen ihr eh schon bereitwillig zu Füßen.

Es störte wirklich niemanden. Im Gegenteil: Mit ihrer herzerfrischenden Art punktete die aus Gütersloh stammende Sängerin doppelt. Auf der Bühne nicht fehlen durfte - natürlich! - mal wieder das Maipaar als walzertanzender Augenschmaus. Nassgeschwitzt ging´s nach einem fulminanten Auftritt für Anna-Maria Zimmermann von der Bühne und rein in den Dschungel an Autogrammkarten-Jägern.

Um kurz vor Mitternacht war es dann so weit: Der selbst ernannte Partypapst bat in Röhe zur Audienz und predigte nur eine Botschaft: „Wir feiern die ganze Nacht!” Lokalmatador Tony Carrel sorgte noch einmal für Loopings, Schrauben und mächtig musikalischen Fahrtwind. Danach hatte auch DJ Guido längst alle Bremsen gelöst und steuerte die rasante Schlager-Fahrt bis in den frühen Morgen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert