Schlafforschung und die „Anatomie des Todes“

Von: se
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Anna Herzog, Luca Lamerichs und Verena Dondorf (von links) konnten ihre Mitschüler für die von ihnen ausgewählten Themen begeistern. „Es hat uns total gut gefallen, weil wir uns mit selbst ausgewählten Themen beschäftigten konnten“, meinen die Schülerinnen. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. DNA, Schlafforschung und Anatomie. Mit diesen Themen haben sich in den vergangenen Monaten drei Neuntklässlerinnen der Bischöflichen Liebfrauenschule auseinandergesetzt. Im Rahmen eines Projekts für besonders motivierte und begabte Schüler stellten Verena Dondorf, Anna Herzog und Luca Lamerichs ihren Mitschülern nun ihre selbst ausgewählten Themen vor.

Begleitet wurde die Fördermaßnahme von Lehrerin Iris Hogen-Forst, die seit Februar zwei Mal wöchentlich mit den Schülerinnen gearbeitet hat. Das Projekt, das zum ersten Mal in dieser Form stattfand, richtete sich an Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis neun. Von den zwölf Teilnehmern, die sich zu Beginn meldeten, blieben nach wenigen Wochen jedoch nur noch drei Schülerinnen übrig, wie Hogen-Forst berichtet.

Mit Rat und Tat

„Eine Bedingung für die Teilnahme war, dass dieses während des normalen Unterrichts stattfindet und die Schüler den verpassen Lernstoff eigenständig aufarbeiten müssen.“ Einigen Teilnehmern war dies jedoch zu stressig. So ging Hogen-Forst das Projekt mit Verena Dondorf, Anna Herzog und Luca Lamerichs an. Zunächst beschäftigte man sich mit Fragen wie „Wie gelange ich an die Quellen für meine Präsentation?“ und „Wie kann ich mich vor dem Publikum präsentieren?“. Hogen-Forst stand den Schülerinnen mit Rat und Tat zur Seite, zeigte ihnen Sprechübungen und half ihnen ihre Präsentationen in eine „vernünftige Form“ zu bringen.

Den Inhalt erarbeiteten die fleißigen Jugendlichen jedoch selbst. „Sie haben unter meiner Aufsicht die Präsentationen erstellt, aber um den Inhalt hat sich jede von ihnen selbst gekümmert“, so Hogen-Forst.

Verena Dondorf entschied sich für das Thema „Neue Wege und Erkenntnisse der Schlafforschung“, Anna Herzog beschäftigte sich mit der „Anatomie des Todes“ und Luca Lamerichs arbeitete an einer Präsentation zum Thema „DNA und der genetische Fingerabdruck“.

Monate harter Arbeit

„Ich habe mich schon länger für dieses Thema interessiert und wusste sofort, was ich machen wollte“, erklärte Anna Herzog. Auch ihre Mitschülerinnen dachten nicht lange nach und nutzten die Gelegenheit, etwas zu präsentieren, wofür sie sich wirklich interessieren.

Nach mehreren Monaten harter Arbeit war es dann soweit. Die Schülerinnen durften ihre fertigen Präsentationen vorstellen. Eingeladen hatte man alle Klassen ab der sechsten Jahrgangsstufe. Und das Interesse war überwältigend. „Fast alle Schüler wollten kommen, deshalb mussten wir die Präsentationen an zwei verschiedenen Terminen zeigen“, freute sich Hogen-Forst. Auch während der 20-minütigen Präsentationen, die mit einem Beamer auf eine Leinwand projiziert wurden, war es in der gut besuchten Aula ruhig. „Die Schüler haben fasziniert zugehört“, sagte Hogen-Forst und fügte hinzu: „Sie fanden es sogar so spannend, dass sie gerne noch weiter zugehört hätten.“

Für die Mädchen war dies ein besonderer Erfolg. Sie hielten nicht nur souveräne Vorträge, sondern beantworteten im Anschluss daran auch noch die vielen Fragen ihrer Mitschüler. „Ich bin begeistert, dass es so gut funktioniert hat“, meinte Hogen-Forst, die ein Projekt dieser Art auch im kommenden Schuljahr gerne wieder anbieten würde. Für ihr tolles Engagement erhielten die Teilnehmerinnen von Hogen-Forst ein Zertifikat.

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