Schippers verabschiedet sich von Friedenskirche

Von: jrd
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Er nimmt seinen Hirtenstab: Nach neun Jahren in der Evangelischen Gemeinde Eschweiler geht Pfarrer Friedhelm Schippers ans Geilenkirchener Berufskolleg. „Diese Herde braucht uns!”, ist er sich der Wichtigkeit seiner neuen Aufgabe bewusst. Foto: Jessica Deringer

Eschweiler. „Es gibt nie einen guten Zeitpunkt, zu gehen”: Dass er mit seiner Gemeinde in Pumpe vieles zurücklässt, weiß Pfarrer Friedhelm Schippers. Die Friedenskirche ist für ihn „eine Kirche, in die ich mich verliebt habe”. Keine Frage, dass so ein Abschied nicht leicht fällt.

Doch Schippers blickt nach vorn - und auf die Aufgaben, die ihn an seinem neuen Arbeitsplatz am Berufskolleg Wirtschaft in Geilenkirchen erwarten. „Ich nehme jetzt meinen Hirtenstab und weide eine neue Herde”, sagte er am Sonntag in seinem offiziellen Abschiedsgottesdienst.

Dass in Geilenkirchen ganz andere Herausforderungen auf ihn warten, ist ihm klar: Mit jungen Menschen zwischen 16 und 25 hat er es in Geilenkirchen allein schon mit einer Altersgruppe zu tun, die im Gemeindeleben oft nicht allzu stark vertreten ist. „Hier ist das pralle Leben in all seiner Widersprüchlichkeit”, spielte er auf die Hoffnungen und Ziele der jungen Menschen einerseits und soziale Probleme wie drohende Arbeitslosigkeit andererseits an.

„Da muss Kirche beweisen, ob sie noch etwas mit dem Leben zu tun hat”, sieht er deren Rolle in Arbeitsfeldern wie den Berufskollegs auch kritisch.

Etwas mit dem Leben zu tun haben - damit das in seiner Gemeinde gelingt, hat Schippers in seinen neun Jahren in der Friedenkirche unermüdlich gearbeitet und immer wieder Neues ausprobiert, wie die unterschiedlichsten Gottesdienstformen. „Diese Kirche ist ein Schatz, denn hier kann experimentiert und schlecht zelebriert werden”, fasste er sein Verständnis von der Friedenskirche als modernem Gotteshaus zusammen. Auch die künstlerische Gestaltung des Innenraums war für ihn immer Teil eines Gottesdienstes, in dem sich Leben und Wirklichkeit wiederfinden: „Ich habe versucht, ihn so zu gestalten, dass die Botschaft auch durch die Kunst weitergegeben wird.” Musik, Kunst und eine freundliche Atmosphäre allgemein seien ebenso wichtig wie eine gute Predigt.

Für seine letzte Predigt in der Friedenskirche hatte er sich Psalm 23 als Textgrundlage ausgesucht - Verse, „die Kraft geben”. Mit gemeinsamer Kraft haben er und andere vieles bewegt in den vergangenen neun Jahren. Schippers bedankte sich dafür bei Mitarbeitern, Ehrenamtlichen, dem Presbyterium, Kooperationspartnern und auch der katholischen Nachbargemeinde.

Viele schöne Erinnerungen hat Friedhelm Schippers im Gepäck, wenn er Eschweiler gen Geilenkirchen verlässt. Und nicht zuletzt den Predigttext seines Abschiedsgottesdienstes: „Mit Psalm 23 gehe ich gestärkt an meine neue Aufgabe”.
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