Eschweiler - Schilder fehlen: Keine Kontrollen, aber Umweltzone gilt

Schilder fehlen: Keine Kontrollen, aber Umweltzone gilt

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Offiziell ist die Umweltzone in Eschweiler seit Mittwoch in Kraft. Allerdings muss niemand mit einem Bußgeld rechnen, der mit einem nicht dafür zugelassenen Fahrzeug in die Zone fährt.

Die Schilder, die das Areal markieren, müssen noch erstellt werden. Im Rathaus geht man davon aus, dass in „zwei, drei Monaten“ sämtliche Schilder vorliegen, wie Verwaltungssprecher René Costantini mitteilt. Erst dann würden Kontrollen beginnen. Am 1. Mai trat der Luftreinhalteplan für Eschweiler in Kraft, der eine Umweltzone ab dem 1. Juni vorsieht, was die Bezirksregierung Ende April ankündigte.

Die Stadtverwaltung nahm Kontakt zur Städteregion und zu Straßen.NRW auf, schließlich müssen auch Schilder an Kreis-, Landes- und Bundesstraßen errichtet werden. Zudem muss geklärt werden, wo die Hinweistafeln angebracht werden können und wo neue Pfosten gesetzt werden müssen. In letzterem Fall kommen auch Versorgungsunternehmen mit ins Boot, damit geklärt ist, wo Leitungen im Boden liegen. Dies alles nimmt Zeit in Anspruch.

100 Schilder werden an etwa 40 Standorten in Eschweiler installiert werden müssen, um die Umweltzone ausreichend zu markieren. Dafür müssen nach aktuellen Berechnungen etwa 35.000 Euro bezahlt werden. Wie viel davon die Stadtkasse belastet, steht noch nicht fest. Da die Markierungen möglichst gleichzeitig angebracht werden müssen, werden nicht nur die Wirtschaftsbetriebe Eschweiler mit der Installation der Schilder beschäftigt sein. „Wir werden auch einen Teil als Fremdauftrag vergeben müssen“, teilt René Costantini mit.

Um den Luftreinhalteplan und die damit verbundene Umweltzone haben die Bezirkregierung und die Stadt Eschweiler viele Monate gerungen. Ursprünglich sollte das Durchfahrtverbot für besonders umweltschädliche Fahrzeuge ab dem 1. Januar dieses Jahres gelten. Allerdings beschloss der Stadtrat in seiner letzten Sitzung des vergangenen Jahres, das Einvernehmen zu verweigern. Also wurde mit der Kölner Behörde nachverhandelt.

Letztlich führten die Gespräche dazu, dass zumindest kleinere Areale aus der Umweltzone genommen wurden. Dazu zählten die Fläche der Firma Hoffmann an der Bergrather Straße und das Gewerbegebiet an der Auerbachstraße. Da die von der Europäischen Union vorgegebenen Grenzwerte für Stickoxide über einen langen Zeitraum überschritten wurden, war ein Luftreinhalteplan erforderlich.

Darin muss beschrieben werden, mit welchen Maßnahmen der Wert wieder gesenkt werden kann. Genau dort setzt die Kritik der Eschweiler Stadtverwaltung an. Im Rathaus ist man nach wie vor davon überzeugt, dass man den Grenzwert mittelfristig auch ohne Umweltzone unterschritten hätte. Dies sieht man in Köln anders. Die Messstation befindet sich am Eschweiler Bushof.

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