Schilddrüsenerkrankung: Rund ein Drittel der Deutschen betroffen

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Oberarzt Joachim Kexel hält den Vortrag am kommenden Mittwoch im Krankenhaus. Foto: Strauch

Eschweiler. Seit Beginn des Jahres informiert die Klinik für Allgemein-, Thorax- und Viszeralchirurgie einmal monatlich über wechselnde, medizinische Themen. Dazu gehören die Ursachen und die Vermeidung von Krankheiten, gesundheitliche Risiken, Diagnoseverfahren, die neuesten Therapien, Operationsmethoden und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.

Außerdem gibt das Team um Chefarzt Dr. Mario Dellanna Tipps zur Selbsthilfe und zum eigenen Umgang mit Erkrankungen. Nachdem die erste Veranstaltung zum Thema „Reflux und Sodbrennen“ auf großes Publikumsinteresse stieß, geht es am Mittwoch, 17. Februar, 18 bis 20 Uhr, im Veranstaltungsraum des Restaurants Akzente des St.-Antonius-Hospitals mit einem ebenso spannenden Krankheitsbild weiter: „Schilddrüsenkrankheiten – Ursachen, Diagnostik, Therapie.“

Eigentlich ist sie nur ein kleines, 20 bis 30 Gramm schweres, schmetterlingsförmiges Organ unterhalb des Kehlkopfes. Dennoch beeinflusst die Schilddrüse unsere Körperfunktionen auf vielfältige Art und Weise. Das Organ produziert unter Verwendung von Jod lebenswichtige Hormone für den Körperstoffwechsel und bringt bei einer Über- oder Unterfunktion das Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht.

Herzrasen und Schlaflosigkeit

In Deutschland sind circa ein Drittel aller Erwachsenen von Schilddrüsenveränderungen betroffen. Besonders bei Frauen über 45 Jahren sind krankhafte Veränderungen der Schilddrüse überdurchschnittlich häufig nachweisbar. Die meisten von ihnen merken nichts davon und sind auch nicht behandlungsbedürftig. Andere leiden unter Symptomen wie Herzrasen, Schlaflosigkeit, vermehrtem Schwitzen, Durchfällen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und ungewollter Gewichtszunahme. Für sie kann eine medikamentöse Behandlung hilfreich sein.

100.000 Operationen jährlich

In jährlich 100.000 Fällen wird das Schilddrüsengewebe operativ entfernt. Dabei gehört nicht jede Vergrößerung des Organs oder jede Knotenbildung in den Operationssaal. Dies herauszufinden ist Aufgabe des Hausarztes, des Nuklearmediziners und des Chirurgen.

Gerade über diese Problematik der OP-Indikation wird Oberarzt Joachim Kexel in seinem Vortrag informieren. Im Anschluss daran beantwortet er individuelle Fragen aus dem Publikum.

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