Schilddrüse: Wenn der „Schmetterling im Hals“ verrückt spielt

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Referiert über die Schilddrüse: Oberarzt Joachim Kexel. Foto: Foto Strauch

Eschweiler. Einmal monatlich informiert die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Minimalinvasive Chirurgie, Proktologie, Adipositaschirurgie am St.-Antonius-Hospital über wechselnde, medizinische Themen. Dazu gehören die Ursachen und die Vermeidung von Krankheiten, gesundheitliche Risiken, Diagnoseverfahren, die neuesten Therapien, Operationsmethoden und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.

Das Team um Chefarzt Dr. Mario Dellanna gibt Tipps zur Selbsthilfe und zum eigenen Umgang mit Erkrankungen. Nächster Termin ist am Mittwoch, 23. November. Von 18 bis 20 Uhr geht es im Veranstaltungsraum des Restaurants Akzente um das Thema „Schilddrüsenkrankheiten – Ursachen, Diagnostik, Therapie“.

Eigentlich ist sie nur ein kleines, 20 bis 30 Gramm schweres, schmetterlingsförmiges Organ unterhalb des Kehlkopfes. Dennoch beeinflusst die Schilddrüse unsere Körperfunktionen auf vielfältige Art und Weise. Das Organ produziert unter Verwendung von Jod lebenswichtige Hormone für den Körperstoffwechsel und bringt bei einer Über- oder Unterfunktion das Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht.

In Deutschland sind rund ein Drittel aller Erwachsenen von Schilddrüsenveränderungen betroffen. Besonders bei Frauen über 45 Jahren sind krankhafte Veränderungen der Schilddrüse überdurchschnittlich häufig nachweisbar. Die meisten von ihnen merken nichts davon und sind auch nicht behandlungsbedürftig. Andere leiden unter Symptomen wie Herzrasen, Schlaflosigkeit, vermehrtem Schwitzen, Durchfällen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und ungewollter Gewichtszunahme. Für sie kann eine medikamentöse Behandlung hilfreich sein.

In jährlich 100.000 Fällen wird das Schilddrüsengewebe operativ entfernt. Dabei gehört nicht jede Vergrößerung des Organs oder jede Knotenbildung in den Operations­saal. Dies herauszufinden ist die Aufgabe des Hausarztes, des Nuklearmediziners und des Chirurgen.

Gerade über diese Problematik der OP-Indikation wird Oberarzt Joachim Kexel in seinem Vortrag informieren. Im Anschluss daran beantwortet der Mediziner gerne Fragen aus dem Publikum.

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