Schäuble: Ehrenamtler machen Deutschland liebenswert

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
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Einen Bundesinnenminister hat man nicht alle Tage zu Gast. Bürgermeister Rudi Bertram nutzte die Gelegenheit, Dr. Wolfgang Schäuble um einen Eintrag ins „Goldene Buch” der Stadt zu bitten.

Eschweiler. Er war gekommen, um Danke zu sagen. Um denjenigen Dank und Respekt zu zollen, die dieses Land lebens- und liebenswert machen: den Profis und vor allem den Ehrenamtlern in den zahlreichen Hilfsorganisation - von der Feuerwehr über Malteser, Johanniter, Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund bis hin zu Technischem Hilfswerk, DLRG und Bergwacht.

„Demokratie gedeiht dann, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und sich ehrenamtlich engagieren”, betonte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bei seinem Besuch am Montag in der Feuerwache der Stadt Eschweiler am Florianweg.

„Unsere Ehrenamtler sind unser großer Schatz, sind einer der Faktoren, die unser Land sicher, stark und liebenswert machen. Sie sind das Rückgrat unserer freiheitlichen Ordnung.” Und: „Leute, die sich für andere engagieren, haben immer einen zufriedeneren Gesichtsausdruck als die, die mit nichts belästigt werden wollen. Die sind sich schließlich selber zu viel.”

Helmut Brandt Mdb (Alsdorf) hatte den Innenminister eingeladen, mit Vertretern zahlreicher Hilfsorganisationen aus der gesamten Region in Eschweiler ins Gespräch zu kommen. Und Schäuble stellte gleich klar, welche Bedeutung er den engagierten Männern und Frauen vor Ort beimisst.

„Als ich 2005 Innenminister wurde, gab es Pläne, die Bundesmittel für Fahrzeuge der Hilfsorganisationen drastisch zurückzuführen. Ich habe das Gegenteil davon durchgedrückt.” Es mache keinen Sinn, Verantwortung auf immer höhere Ebenen abzuschieben, widersprach Schäuble unter dem Beifall der 150 Gäste allen Zentralisierungsbestrebungen. „Die Feuerwehr muss vor Ort sein!”

Schäuble betonte dabei auch die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Profis und Ehrenamtlern, die ja in ihrem Bereich auch selbst „Profis” seien und ein ungeheures berufliches Fachwissen einbrächten.
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