Eschweiler - Scatt-Schießanlage: Moderne Schützen greifen zum Lasergewehr

Scatt-Schießanlage: Moderne Schützen greifen zum Lasergewehr

Von: Stefan Herrmann
Letzte Aktualisierung:
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Die Dürwisser Schützen gehen neue Wege: Auf dem Bruderschaftstag konnte die moderne Scatt-Anlage ausgiebig getestet werden. Mit einem Laser statt Munition wird hier auf die Sensor-Zielscheibe gezielt. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Tradition und Moderne müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Das hat der große Bruderschaftstag 2010 gezeigt. „Erhalt von Traditionen ist nicht die Aufbewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers”, begrüßte Peter-Heinz Arnolds am Sonntagvormittag hunderte Eschweiler Schützen in der Aula der Hauptschule Dürwiß.

Ein neuer Ablauf, natürlich die Ehrungen der neuen Bezirksmajestäten, aber auch die Präsentation der neuen Scatt-Schießanlage in den Gängen der Schule zeigte: Der Schützen-Leitspruch „Für Glaube, Sitte, Heimat” ist nicht außer Mode, er muss nur ein wenig aufpoliert werden.

Mit den neuen Majestäten - Bezirkskönig Daniel Groß, Jungschützenprinzessin Sarah Ködderitzsch und Bezirksschülerprinz Thomas Mertens - zogen die 14 Eschweiler Bruderschaften vormittags nach der Messe von St. Bonifatius in die Hauptschulaula. Die Besucher erlebten ein kleines, aber feines Programm. Humorvoller Höhepunkt waren Alfred Wings Ausführungen in Reimform zum ganz normalen Wochenwahnsinn eines Ehrenamtlers.

Gestärkt mit einer deftigen Suppe konnten die Gäste auch die Scatt-Anlage der St.-Sebastianus-Schützen testen. Hier wird mit einem Laptop und einem Laser am Gewehr auf eine besondere Sensor-Zielscheibe „geschossen”. Nachdem das Waffengesetz verschärft wurde, hoffen die Dürwisser Schützen, die Jugend mit der „verkabelten Variante” besser an den Schießsport heranführen zu können. 1500 bis 2000 Euro kostet solch eine mobile Anlage, wie Carsten Lange von der Dürwisser Bruderschaft berichtete. „Eine tolle Sache, die von immer mehr Leuten angenommen wird”.

Für die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Dürwiß ist 2010 ein besonderes Jahr, denn man feiert das 300-jährige Bestehen. Das große Jubiläumsschützenfest vom 13. bis zum 17. Mai warf daher auch beim Bruderschaftstag schon seine Schatten voraus.
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