SC Berger Preuß: Hans Zadel geht ins 49. Vorstandsjahr

Von: ran
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Frisch gewählter Vorstand mit neuem Ehrenmitglied: Stefan Harter (3. v. r.) als 1. sowie Heinz Hahn (3. v. l.) als 2. Vorsitzender des SC Berger Preuß rahmen Peter Harter ein, der wenige Minuten zuvor zum Ehrenmitglied ernannt worden war. Mit ihm freuen sich Geschäftsführer Hans Zadel, Jugendleiter Carsten Sauß, Kassierer Manfred Sonntag, der 2. Geschäftsführer Gerhard Kersten, sowie Stefan Weber als 2. Jugendleiter und Thomas Stoll (v. l.) als 2. Kassierer. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Vor gerade einmal 26 Monaten erfolgte der Zusammenschluss des FC Preußen Hastenrath und des SV Nothberg zum SC Berger Preuß. Die Zwischenbilanz liest sich nach dieser kurzen Zeit in sportlicher, struktureller und auch sozialer Hinsicht hervorragend.

Drei funktionierende Seniorenmannschaften, die sportlich für Furore sorgen, aktuell neun Jugendteams mit derzeit 195 Kindern und Jugendlichen sowie eine von unter anderem Gerhard Kersten und Marcel Schiffer betreute Gruppe minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge des Hauses St. Josef, die jeden Mittwoch auf der Sportanlage „Im Kuckuck“ trainiert und aus der einige junge Fußballer bereits in Mannschaften des SC integriert werden konnten.

Und so herrschte während der gut besuchten Mitgliederversammlung am Montagabend eine durchweg aufgeräumte Stimmung. Die Neuwahl des Vorstands verlief problemlos und durchgehend einstimmig (siehe Box). Unter anderem wurden der 1. Vorsitzende Stefan Harter, der 2. Vorsitzende Heinz Hahn und Geschäftsführer Hans Zadel, der damit in seine Vorstandsjahre 49 und 50 (!) geht, in ihren Ämtern bestätigt.

Erfolge gefeiert

Letztgenannter zog während seines Geschäftsberichts in erster Linie ein sportliches Fazit aus Sicht der Seniorenabteilung: Bereits im Jahr eins nach der Fusion hätten alle drei Herrenmannschaften Erfolge feiern können. Die 3. Mannschaft belegte als Aufsteiger in die Kreisliga C, Gruppe 4, einen guten 8. Platz in der Abschlusstabelle der Saison 2014/2015, während die Zweitvertretung in der Staffel 3 der C-Liga lediglich den Aufsteigern Eintracht Warden und ESG den Vortritt lassen musste und letztlich Rang drei erspielte.

Beinahe den Vogel abgeschossen hätte die 1. Mannschaft, die in der Kreisliga B den 2. Platz belegte und in die Aufstiegsrelegation einzog: „Dort wurden uns allerdings beim 1:6 gegen A-Ligist Rhenania Würselen die Grenzen aufgezeigt“, blickte Hans Zadel auch auf (bisher ausnahmsweise) weniger erfreuliche 90 Minuten zurück. Doch aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben: In der laufenden Saison befindet sich die 1. Mannschaft auf einem sehr guten Weg in Richtung B-Liga-Meisterschaft und Aufstieg in die Kreisliga A.

Fünf Partien vor dem Ende der Spielzeit beträgt der Vorsprung des Spitzenreiters acht Punkte auf Verfolger JSV Baesweiler. Beinahe sensationell schlägt sich die 3. Mannschaft, die momentan Rang zwei in der C-Liga, Staffel 4, belegt, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigt. Bei nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer BW Aachen, der zudem das auf dem Papier schwierigere Restprogramm zu absolvieren hat, ist vielleicht sogar noch der Titel und der direkte Aufstieg in die B-Liga möglich, schließlich spräche bei Punktgleichheit der bessere direkte Vergleich für die Preußen.

Positive Entwicklung

Vollkommen zufriedenstellend bestreitet auch die 2. Mannschaft ihre Saison in der Kreisliga C, Gruppe 3, wo Platz sechs ziemlich zementiert sein dürfte. „Aus heutiger Sicht wäre es also keine Sensation mehr, wenn der SC Berger Preuß am Ende seiner zweiten Saison zwei Aufstiege feiern könnte. Gehen alle Mannschaften die Schlussphase der Saison mit Konzentration und Ernsthaftigkeit an, werden wir am 5. Juni, auch unabhängig von den endgültigen Platzierungen, auf eine erfolgreiche Spielzeit anstoßen können“, schloss Hans Zadel seine Ausführungen.

Die positive Entwicklung mit Zahlen belegen konnte auch Jugendleiter Carsten Sauß: „Wir haben in den zurückliegenden Monaten 60 neue Kinder hinzugewinnen können, so dass nun insgesamt 195 Kinder und Jugendliche das Trikot des SC Berger Preuß tragen.“ Einziger Wermutstropfen: „Die A-Juniorenmannschaft musste schweren Herzens zurückgezogen werden, da sich zu viele Spieler als zu unzuverlässig erwiesen haben“, teilte der Jugendleiter der Versammlung mit.

Im Hinblick auf die kommende Saison 2016/2017 sei aber davon auszugehen, dass wieder Mannschaften durchgehend von den Bambini bis zu den A-Jugendlichen gemeldet werden könnten. Darüber hinaus sei seit März mit Peter Johnen ein Koordinator für den älteren Jugendbereich der C- bis A-Junioren im Amt. „Unser Ziel lautet, bei den älteren Jahrgängen in Zukunft etwas leistungsorientierter zu arbeiten“, so Carsten Sauß, der abschließend die Arbeit mit den Flüchtlingen als gewinnbringend für alle Beteiligten bezeichnete und seine Hoffnung zum Ausdruck brachte, bis zum Sommer in Sachen Mitglieder der Jugendabteilung die Zahl 200 „knacken“ zu können.

„Die Jugendabteilung ist zu einem Aushängeschild unseres Vereins geworden“, lobte auch der 1. Vorsitzende Stefan Harter, dem kurz darauf die Ehre zuteil wurde, seinen Bruder Peter Harter zum Ehrenmitglied zu ernennen. „Jugendspieler, Spieler und Kapitän der 1. Mannschaft, Jugendtrainer, Jugendleiter, kurzzeitig Trainer der 1. Mannschaft, 17 Jahre Trainer der 2. Mannschaft und zahlreiche Jahre Mitglied des Vorstands – eine Bilderbuch-Vereinskarriere. Du hast diesem Verein gedient“, erklärte Stefan Harter unter dem lautstarken und langandauernden Applaus aller Versammlungsteilnehmer.

„Mit Bedacht umgesetzt“

Bevor der Vorsitzende die Versammlung schloss, zog auch er eine Zwischenbilanz der vergangenen zwei Jahre: „Die Fusion war richtig. Sie wurde mit Bedacht umgesetzt, wobei das soziale Engagement nicht aus den Augen verloren ging. Entscheidend wird sein, auch weiterhin über den Tellerrand hinauszublicken. In dieser Hinsicht trägt jedes Mitglied Verantwortung“, so Stefan Harter.

Und: „Sollten tatsächlich am Ende dieser Saison zwei Aufstiege herausspringen, dann könnte es sein, dass in der kommenden Spielzeit die eine oder andere Niederlage mehr zu verzeichnen sein wird. Sollte dies der Fall sein, muss klar sein, dass wir gemeinsam gewinnen und verlieren“.

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