Saxofon-Weltstar Candy Dulfer eröffnet Music Festival

Von: Rudolf Müller
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Eröffnet am 19. August das Jubiläums-EMF auf der Freilichtbühne am neugestalteten Markt: Saxofon-Megastar Candy Dulfer.
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Ein riesiger Plakatturm wirbt an der Indestraße für das Eschweiler Music Festival wie auch für die Operngala am Wochenende zuvor. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. 25 Jahre Eschweiler Music Festival: Was als „Eschweiler Jazztage“ im Zirkuszelt an der Preyerstraße begann, ist längst zu einer festen Größe nicht nur im Eschweiler Kulturkalender geworden: Das Festival zieht Kreise, lockt Besucher von weither auf den Marktplatz, um hier hochkarätige Konzerte zum Nulltarif zu erleben. Und das gibt es nun wirklich nicht überall.

Der Mann, der dies mit der Hilfe verlässlicher Sponsoren immer wieder möglich macht, ist Max Krieger. An seiner Seite ein Schirmherr, der das Festival nach Kräften unterstützt: Bürgermeister Rudi Bertram. Auch vor 25 Jahren war er schon mit von der Partie – damals noch als Leiter des Kulturamts. „Max und ich machen das wirklich schon 25 Jahre zusammen!“, sagt Bertram.

Und: „Mit Max Krieger zusammenzuarbeiten, das ist schon etwas ganz besonderes!“ Was er damit meint: „Da hat man das Gefühl, drei Tage vor dem EMF bricht alles zusammen, da klappt überhaupt nichts, und dann ist doch alles bestens!“

Bestens ist auch das Programm, das Krieger fürs Jubiläumsfestival auf die Beine gestellt hat. Mit dem Star des Eröffnungsabends erinnert Krieger an die Ursprünge des einstigen Jazzfestivals: Die niederländische Saxofon-Legende Candy Dulfer ist bekannt für ihre kraftvollen, mitreißenden Konzerte, die Funk vom Feinsten bieten. Der Hit, mit dem sie zu Weltruhm gelangte, ist längst ein Klassiker: „Lily was here“ war 1989 der Grundstein für eine Karriere, die die Musikerin aus Amsterdam mit zahlreichen Größen des Musikbusiness zusammenbrachte.

Candy Dulfer hatte mehrere Nr.-1-Hits in den USA, verkaufte weltweit mehr als 2,5 Millionen Alben und spielte im Studio wie auch auf der Bühne unter anderem mit Prince, Maceo Parker, Pink Floyd, Dave Stewart, Van Morrison, Blondie und Lionel Richie. Ihr Album „Saxuality“ brachte ihr eine Grammy-Nominierung ein.

Beendet wird der Auftaktkonzert zum EMF mit einer ausgefeilten Lasershow, die von einer Münchner Spezialfirma eigens für das EMF konzipiert wurde. Ein Spektakel, das am zweiten Festivalabend noch getoppt werden soll: wenn Chris Thompson, der mit seiner Stimme Welthits wie Blinded by the Light, Davy‘s on the Road Again und Mighty Quinn prägte, gemeinsam mit der Kammerphilharmonie St. Petersburg unter Leitung von Weltklasse-Dirigent Juri Gilbo „You‘re the Voice“ intoniert.

„Dann wird es nicht nur eine fantastische Lasershow geben, dann werden – wenn Pfarrer Datené sein endgültiges Okay gibt – auch die Glocken von St. Peter und Paul in die Schlussakkorde einstimmen“, schwärmt Max Krieger. „Das wird eine sehr emotionale Sache werden.“

Chris Thompson, Stimme der legendären Manfred Mann‘s Earth Band wie auch des Alan Parsons Project, verwöhnt das Eschweiler Festival-Publikum gleich mit einer ganzen Reihe von Welturaufführungen: Arrangeur Guislain Slingeneyer ist seit Wochen in enger Abstimmung mit Thompson und Orchersterchef Gilbo dabei, etliche von Thompsons Welthits eigens für das EMF neu zu arrangieren: für ein außergewöhnliches Zusammenspiel von Thompsons Begleitband, der Mads Eriksen Band, und den rund 30 Musikern der St. Petersburger Kammerphilharmonie. „Rock meets Classic“ ist das Motto dieses einzigartigen Konzerts, das von mehreren Aufnahmeteams in Film und Ton festgehalten wird.

Tag drei des Festivals gehört einer Gruppe, die gerade erst vor fast 50000 begeisterten Fans im Kölner Rheinenergie-Stadion ihr ebenfalls 25-jähriges Bestehen gefeiert hat: Brings. Im Stadion mit auf der Bühne: Chris Thompson. „Die Jungs sind fantastisch!“, sagt der Sänger. Das wissen auch die Indestädter, die die Band um die Brüder Peter und Stephan Brings hier schon mehrmals erleben durften.

Vor fünf Jahren zum Beispiel, als EMF und Brings ihr jeweils 20-jähriges Bestehen feierten. Diesmal sorgen die Kölner am Festivalsonntag ab 16 Uhr für beste Partystimmung im Herzen der Altstadt. Zuvor – ab 14 Uhr – heißt es auf der Marktbühne traditionell „Jugend rockt“. Diesmal dabei: die Nachwuchsbands As Loud As Possible, RedNight und De Free‘s.

Den Auftakt des sonntäglichen Festivalgeschehens bildet auch diesmal wieder ab 11 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst samt Oldtime-Jazz (siehe Box unten).

Für Bürgermeister Rudi Bertram ist das EMF-Jubiläum Anlass, einmal Danke zu sagen: nicht nur dem unermüdlichen Organisator Max Krieger, sondern auch an die Sponsoren, die es auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ermöglichen, Topkonzerte zum Nulltarif anzubieten. „Wenn wir alle weiter an einem Strang ziehen, werden wir das auch in Zukunft auf die Beine stellen können!“ Die Aussichten sind gut, bestätigt Axel Kahl seitens des Hauptsponsors EWV.

Dessen Engagement, so verspricht Kahl, soll dauerhaft sein: „Viele Menschen haben in den letzten 25 Jahren viel Herzblut in dieses EMF gesteckt. Sie alle sind inzwischen wie eine große Familie. Das EMF ist eine wunderbare, harmonische, friedliche Veranstaltung; wir haben noch nie Randale erlebt. Wir könnten uns keine bessere Veranstaltung wünschen! Ich sehe keinen Grund, weshalb das nicht weitergehen sollte!“

Bertram sagte auch den Bürgern im Marktumfeld ein besonderes Dankeschön: „Drei Tage Remmidemmi – da gibt es auch schon mal Beschwerden. Aber nur ganz vereinzelt. Und noch nie so, dass das ein K.o.-Kriterium hätte sein können.“ Ein Dankeschön sagt Bertram nicht zuletzt auch den Sammlern, die in diesem Jahr wieder EMF-Buttons anbieten und im vergangenen Jahr so die Jugendarbeit kulturtreibender Vereine mit 6000 Euro unterstützten.

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