Eschweiler - Satte 158 Mal zappelt der Futsalball im Netz

Satte 158 Mal zappelt der Futsalball im Netz

Von: ran
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Zwei würdige Finalisten: In einem Endspiel „der drei Phasen“ behielt der TSV Donnerberg (rechts) gegen Fortuna Weisweiler mit 7:3 die Oberhand. Foto: Andreas Röchter
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Abgeprallt: Auch gegen den späteren Finalisten Fortuna Weisweiler (rechts) standen die Akteure von Gastgeber Germania Dürwiß meistens auf verlorenem Posten.

Eschweiler. Ein Premierensieger TSV Donnerberg, der in der Qualifikation fast schon ausgeschieden war, ein „Vize“ Fortuna Weisweiler, der nach 2012 und 2014 erneut in das Finale einzog, den ganz großen Wurf aber wieder verpasste, mit dem SV St. Jöris und Rhenania Eschweiler zwei weitere Qualifikanten, die eine echte Bereicherung für das Turnier darstellten und die indestädtische Fahne hochhielten sowie ein Gastgeber Germania Dürwiß, der organisatorisch einmal mehr hervorragende Arbeit ablieferte, dessen Kicker jedoch einen rabenschwarzen Abend erlebten – der 22. Hallencup der Raiffeisen-Bank Eschweiler und des FC Germania Dürwiß hatte viel zu bieten.

Nicht zuletzt Tore! Insgesamt 158 Mal zappelte der Futsal während der Qualifikation und der Endrunde in den beiden Netzen. Am Ende triumphierte mit dem TSV Donnerberg erneut eine Mannschaft aus Stolberg, nachdem in den zurückliegenden drei Jahren jeweils der SV Breinig den Pokal in die Kupferstadt entführt hatte: Der A-Ligist besiegte im Endspiel Ligakonkurrent Fortuna Weisweiler mit 7:3. Den dritten Platz sicherte sich Jugendsport Wenau durch einen 7:5-Sieg nach Neunmeterschießen über den SV St. Jöris. Dieser hatte, genau wie Rhenania Eschweiler, mit drei Siegen die Qualifikationsrunde in überzeugender Manier überstanden und dann in der Gruppenphase der Endrunde Rhenania Lohn sowie Bezirksligist SW Düren hinter sich gelassen.

Die erste Partie der Qualifikationsrunde gegen Rhenania Eschweiler nach 2:0-Führung mit 2:7 verloren und gegen die ESG mit 1:4 in Rückstand – viel sprach am ersten Turniertag gegen kurz nach 20 Uhr nicht für einen Turniersieg des TSV Donnerberg! Doch dann zeigte der Tabellendritte der Kreisliga A sein wahres Gesicht, drehte die Partie gegen die Elf vom Patternhof zum 6:4-Sieg, bezwang die Sportfreunde Hehlrath mit 5:0, dominierte im Entscheidungsspiel der beiden Gruppenzweiten den SCB Laurenzberg ebenfalls mit 5:0 und zog so in die Endrunde ein. Dort ging der Siegeszug weiter: Germania Dürwiß wurde zum Auftakt mit 8:2 demontiert, im hitzigen Duell gegen Weisweiler sprang nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 heraus und im letzten Vorrundenspiel nahm der TSV mit 2:0 Revanche gegen Rhenania Eschweiler.

Auf Augenhöhe

Die von Sascha Herzog betreute Elf von der Pumpe hatte mit drei Siegen und 14:3 Toren eine ganz starke Qualifikationsrunde abgeliefert und bot auch in der Endrundengruppe A den beiden A-Ligisten und späteren Finalteilnehmern aus Donnerberg und Weisweiler Paroli. Gegen die Fortuna bewegte sich der C-Ligist durchaus auf Augenhöhe, musste sich jedoch nach einem Gegentor durch Stefan Filster mit 0:1 geschlagen geben.

Ein Doppelschlag von Pascal Cremer bescherte der Rhenania dann aber einen vollkommen verdienten Erfolg über Germania Dürwiß und die Chance, durch einen Sieg über den TSV Donnerberg in die Runde der letzten Vier einzuziehen. Doch nach dem 2:7 vom Vortag agierte der TSV diesmal hochkonzentriert und siegte durch zwei Tore von Jens Hansen mit 2:0. Zuvor hatte Fortuna Weisweiler dank Treffer von Rachid Zerouali, Recep Özsoy, Mustafa Selmani, Thomas Schepp und Radouane Khidous mit einem 5:1 über Germania Dürwiß das Weiterkommen sichergestellt und die sportlich desaströse Bilanz der Gastgeber komplettiert.

Torschützenkönig Sven Nowak

Die Endrundengruppe B wurde eindeutig von der jungen Mannschaft des Jugendsport Wenau dominiert. Angeführt von Sven Nowak, der mit zehn Treffern Torschützenkönig des Hallencups der Raiffeisen-Bank Eschweiler wurde, standen nach Abschluss der Gruppenspiele neun Punkte und 16:2 Tore zu Buche. Lediglich der SV St. Jöris konnte beim 2:3 mithalten. Rhenania Lohn (5:0) und SW Düren (8:0) hatten keine Chance.

Nach der knappen Niederlage gegen Wenau schossen Burak Koraman, Kevin Gulba (je zwei Tore) sowie Christian Bittins einen 5:2-Sieg für St. Jöris gegen SW Düren heraus, so dass im Duell gegen Rhenania Lohn ein Punkt nötig war, um in das Halbfinale einzuziehen. Nach elf Sekunden schoss Mischa Krstic die Rhenania in Führung, die damit kurzzeitig selbst Kurs Richtung Vorschlussrunde nahm. Doch Kevin Neumann glich bereits in der vierten Minute zum Endstand von 1:1 aus.

Somit forderten zwei Eschweiler Mannschaften die beiden Endrunden-Gruppensieger in der Runde der letzten Vier heraus: Allerdings wurde der SV St. Jöris in der Partie gegen Donnerberg kalt erwischt, denn nach drei Minuten lag der Vierte der B-Liga nach Gegentoren von Manuel Hannes und Jens Hansen bereits mit 0:2 hinten. Doch als Burak Koraman ebenfalls in Minute drei auf 1:2 verkürzte, war der SV im Halbfinale angekommen. Bis in die Schlussphase hinein blieb die Partie offen. Dann sorgten erneut Manuel Hannes sowie Tarik Omeranovic für die Entscheidung zu Gunsten des TSV.

Sehr abwechslungsreich

Das zweite Halbfinale zwischen Weisweiler und Wenau verlief ebenfalls abwechslungsreich: Recep Özsoy und Mustafa Selmani trafen für die Fortuna, Sven Nowak glich jeweils für den Jugendsport aus. Als dann aber erneut Mustafa Selmani aus vollem Lauf und spitzem Winkel Weisweiler zum dritten Mal in Führung schoss und Sven Nowak sich zu einer Geste (an die Stirn tippen) in Richtung Schiedsrichter Marlon Ganser hinreißen ließ, der dies mit der Roten Karten ahndete, kippte die Waage in Richtung Fortuna. Recep Özsoy war es schließlich vorbehalten, nach starker Vorarbeit von Thomas Schepp den Ball in den Schlusssekunden zum entscheidenden 4:2 über die Linie ins leere Tor zu drücken.

Im kleinen Finale konnten sowohl der SV St. Jöris und Jugendsport Wenau den guten Gesamteindruck bestätigen. Christian Bittins und Kevin Gulba trafen für den SV, André Werres war zweimal für den Jugendsport erfolgreich. Im Neunmeterschießen hatte Wenau das Quäntchen Glück auf seiner Seite und sicherte sich Rang drei.

Unterschiedliche Phasen kennzeichneten schließlich das Endspiel: Die erste Halbzeit der zweimal zehnminütigen Partie gehörte dem TSV Donnerberg, der durch Tore von Ferhat Özsan, Patrick Hammer und Jens Hansen scheinbar vorentscheidend mit 3:0 in Führung ging. Doch nach dem Seitenwechsel drehte die Fortuna auf und kam durch Sascha Jesse sowie einen Doppelschlag von Stefan Filster zum Ausgleich.

Nun wähnte Weisweiler das „Momentum“ auf seiner Seite, blieb offensiv und wurde eiskalt ausgekontert. Manuel Hannes brachte den TSV mit 4:3 nach vorne, Marvin Meurer nutzte eine Überzahlsituation zum 5:3, bevor Ferhat Özsan und wieder Marvin Meurer das Endresultat auf 7:3 schraubten.

Wenig später nahmen die TSV-Akteure den Wanderpokal aus den Händen von Johannes Gastreich, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen-Bank Eschweiler, des Turnier-Schirmherren Oliver Liebchen, des Germania-Vorsitzenden Frank Dickmeis sowie von Hallensprecher Tim Schmitz entgegen.

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