Sanfte Weisen aus meisterlichen Kehlen

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Der Meisterchor „Harmonie” Nothberg, hier gemeinsam mit der Sopranistin Nicole Hauptmann, bot in der Röthgener St.-Marien-Kirche ein stimmungsvolles vorweihnachtliches Konzert. Geleitet wurde der Chor von Dr. Christian Hauptmann.

Eschweiler. Vor den Fenstern der Kirche St. Marien fiel leise der Schnee, drinnen erklang sanft und eindringlich gesungen das Salve Regina: Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit. Das Männer-Quartett „Harmonie” Nothberg hatte zu einem vorweihnachtlichen Konzert eingeladen.

Etwa 100 hundert Zuhörer lauschten am Sonntagnachmittag den geschulten Stimmen der 14 Sänger. Der Chor, geleitet von Dr. Christian Hauptmann, bot mehr als nur schön gesungene weihnachtliche Chormusik.

Zu dem klug zusammengestellten, stimmungsvollen Programm gehörten auch zwei Konzerte für Trompete und Orgel und zwei Soloarien für Sopran. Nicole Hauptmann sang, von ihrem Mann an der Orgel begleitet, die Arie „Öffne dich, mein ganzes Herze” aus Johann Sebastian Bachs Adventskantate „Nun komm der Heiden Heiland”, und aus Händels „Messias” die Arie „Er weidet seine Herde”.

Festliche Klänge

Wie festlich und mitreißend zugleich Orgel und Trompete zusammen klingen können, zeigten Organist und Chorleiter Dr. Christian Hauptmann an der Orgel und Dr. Bernd Giesendorf an der Trompete, zuerst mit zwei Sätzen aus einem Trompetenkonzert D-Dur von Telemann, später mit einer D-Dur-Sinfonia von Torelli.

Willi Bonn, Geschäftsführer des zehnmaligen Meisterchors Harmonie, las zwischen den Auftritten des Chors und der Solisten adventlich-besinnliche Texte. Die blieben leider für die meisten Zuhörer unverständlich. Um ohne Mikrofon gegen die schlechte Akustik in der Röthgener Kirche anzukommen, hätte es schon eines heftigen Stimmeinsatzes bedurft. Das machte sich auch bei den diffizilen Passagen so schöner Chorsätze wie Francis Poulencs „Tout puissant, tres saint” (aus seinen „Kleinen Gebeten des Franz von Assisi”) bemerkbar.

Allerdings hätte das Publikum diesem Manko selber abhelfen können. Denn die ersten fünf Stuhlreihen im Zuhörerraum waren unbesetzt, alle Besucher hatten sich Plätze mit gehöriger Distanz zum Chor gesucht, aus welchen Gründen auch immer...

Ein großer Genuss waren die perfekt gesungenen Hymnen und Lieder, die der Meisterchor vortrug. Der Höhepunkt dann, als vorletztes Stück, das alte Kirchenlied „Quem pastores laudavere” in der Fassung von Johann Carl Gottfried Loewe, bei der die Chorsänger der Solistin Nicole Hauptmann einen Klangteppich ausbreiteten, über den ihr klarer Sopran sich jubelnd erheben konnte.

Viel Beifall am Schluss des Konzertes dankte dem Chor und den Solisten. Fred Brandt, der auch die Besucher zum Beginn begrüßte hatte, bedankte sich im Namen der „Harmonie” sowohl bei den Solisten als auch bei den Zuhörern. Die konnten dann, vorweihnachtlich eingestimmt, durch den frisch gefallenen Schnee den Heimweg antreten.
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