RWE-Chor präsentiert Frühjahrskonzert in der Festhalle Weisweiler

Von: Christoph Hahn
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Stimmgewaltig und vom Repertoire her sehr beweglich: Chordirektor Ernst Matthias Simons und die Mitglieder des RWE-Chors Eschweiler begeisterten ihr Publikum beim Frühjahrskonzert in der Festhalle Weisweiler. Foto: Christoph Hahn

Eschweiler-Weisweiler. Die Blumen lockt er aus dem Erdreich, die Mitglieder des RWE-Chors Eschweiler und ihre vielen Freunde hingegen in die Festhalle Weisweiler – der Frühling nämlich. Denn so will es der Brauch: Ist der holde Lenz im Land, warten Chordirektor Ernst Matthias Simons und seine Mitstreiter mit einem neuen Programm auf.

Das verfehlte seine Wirkung auch in diesem Jahr nicht: Die Festhalle war am Freitagabend bis zum letzten Platz gefüllt. Selbst auf der Empore war nicht ein einziger Stuhl mehr zu haben, als der Vorsitzende Alfred Turbanski die Gäste willkommen hieß.

Kaum hatte sich Turbanski nach seiner kurzen Rede wieder unter seine Sangesfreunde eingereiht, punkteten diese mit einem äußerst facettenreichen Repertoire. Wobei – alleine waren sie dabei nicht: Die Männer und Frauen der Bläservielharmonie Hambach unter der Leitung von Anna Christina Kleinlosen und der Stolberger Pianist Theo Palm, der Klavierbegleiter des Chores, präsentierten sich, jeweils auf ihre Weise, als künstlerische Partner von Rang.

Dabei bestachen die Hambacher ganz speziell durch ihren warmen Blechbläser-Klang, den farbenreichen Gesamtklang und dessen feine rhythmische Gestaltung.

Das waren im Grunde die gleichen musikantischen Tugenden, die die RWE-Chor-Mitglieder für sich sprechen ließen. Was sie sich auch für diesen Abend vorgenommen hatten – es gelang ihnen auf jeweils ganz neue Weise. Einen wesentlichen Anteil stellten dabei Versionen von Werken wie Johann Strauss‘‘ Walzer „An der schönen blauen Donau“, deren instrumentalem Grundgerüst vom Komponisten oder einem Kollegen Gesangsstimmen übergestreift worden waren. Und weil es an der Donau so schön gewesen war, schoben die RWE-Mannen mit „Leichtes Blut“ wenig später einen weiteren Strauss nach.

Doch unter Simons‘ temperamentvollem Dirigat war noch mehr möglich. Exotischen Weisen wie drei Liedern aus Otto Grolls Zyklus „Fiesta Brasil“ wurden sie ebenso gerecht wie fünf Klassikern von Friedrich Silcher, einem der wichtigsten Vertreter der Romantik im Chor-Bereich. Vielfalt war Trumpf. Dafür wurden der Dirigent und die Seinen von ihrem Publikum begeistert gefeiert – ebenso wie für ihr Bekenntnis zur Tradition des Chores, dass sie mit dem abschließenden „Glück-Auf-Marsch“ ablegten.

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